Ratgeber·Konferenztische

Konferenztisch Steckdose: Watt, Einbau, Prüfung

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Von Lena MoritzFachredaktion Möbel und Einrichtung

Zuletzt geprüft am 18. Oktober 2026

33 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Eine Steckdosenleiste mit **16 A** trägt **3.680 W** (16 A × 230 V). Zehn Laptop-Netzteile nach USB Power Delivery dürfen im Standardbereich höchstens je **100 W** abgeben, zusammen **1.000 W** — die Leistung reicht am Konferenztisch fast immer. Knapp sind Steckplätze, Kabellänge und der Platz unter der Platte. Von **48** versenkbaren Tischsteckdosen auf Amazon.de nennen **29** eine USB-C-Leistung im Titel, **23** davon **30 W oder weniger**; keine, die eine Kabellänge nennt, kommt über **2 m**, obwohl die Zuleitung von der Wand bis in die Mitte eines frei stehenden Tisches gut **3 m** braucht. Steckdosenleisten und Tischsteckdosen mit Stecker sind ortsveränderliche Betriebsmittel: Die DGUV Vorschrift 3 nennt **6 Monate** als Richtwert für die Prüfung, in Büros höchstens **2 Jahre**. Leisten nicht hintereinanderstecken und nicht abdecken.

Wer einen Konferenztisch mit Steckdose sucht, findet vor allem Tische mit einem Loch in der Platte. Was durch das Loch kommt, muss man selbst planen: eine Steckdosenleiste in einer Kabelwanne, eine Einbausteckdose in der Platte oder einen Anschluss im Boden. Dieser Ratgeber rechnet die drei Wege durch — mit der Leistung, die eine Steckdose trägt, der Leistung, die Laptops über USB-C ziehen dürfen, dem Platz, den eine versenkbare Steckdose unter der Platte braucht, und dem Kabelweg von der Wand bis in die Tischmitte.

Er zählt aus, was 48 versenkbare Tischsteckdosen auf Amazon.de am 18. Oktober 2026 in ihren Titeln versprechen, und fasst zusammen, welche Prüfungen die DGUV Vorschrift 3 für Leisten und Tischsteckdosen mit Stecker vorsieht. Physisch geprüft oder gemessen wurde für diesen Beitrag kein Gerät.

Konferenztisch mit Steckdose: drei Wege zum Strom

Ein Konferenztisch bekommt seinen Strom auf einem von drei Wegen, und die Angebote im Handel sagen selten, welchen sie meinen.

Kabelauslass und Steckdosenleiste. Die Platte hat ein Loch mit Ring und Deckel, darunter liegt eine Steckdosenleiste — lose auf dem Boden oder in einer Kabelwanne unter der Platte. Die Leiste hängt mit ihrem Stecker an der Wandsteckdose. Dafür sind die meisten Tische vorbereitet. Der Vergleich der Konferenztische für acht Personen hat sieben Angebote darauf durchgesehen: Sieben Formulierungen für Leitungen in der Platte, und keines nennt eine Steckdose ausdrücklich als Lieferumfang.

Einbausteckdose in der Platte. Eine Steckdoseneinheit sitzt in einer Bohrung der Platte: versenkbar als Turm, der auf Druck herausfährt, flach als Dose mit Deckel oder als Anschlussfeld mit mehreren Modulen. Sie hat eine eigene Zuleitung mit Stecker, die unter dem Tisch zur Wand läuft. Für den Nutzer ist das die bequemste Lösung; für die Planung bringt sie drei Fragen, um die es in diesem Ratgeber vor allem geht: Passt sie in die vorhandene Öffnung, wie weit ragt sie unter die Platte, und reicht ihr Kabel bis zur Wand?

Fester Anschluss. Eine Elektrofachkraft legt einen Anschluss im Boden unter dem Tisch oder führt eine feste Installation durch ein Tischbein in die Platte. Das ist der aufwendigste Weg und der einzige, bei dem kein Kabel über den Boden läuft. Sie lohnt sich, wenn der Tisch dauerhaft an derselben Stelle steht.

Welcher Weg passt, hängt weniger vom Tisch ab als vom Raum. Ein Tisch an der Wand braucht kurze Kabel, einer in der Raummitte lange — und die müssen einen Verkehrsweg kreuzen. Ein Raum, der täglich mit wechselnder Besetzung genutzt wird, braucht andere Steckplätze als einer für die monatliche Geschäftsführungsrunde. Die DGUV Information 215-441 zur Büroraumplanung nennt für Konferenz- und Besprechungsräume ausdrücklich die „Anschlüsse für Notebooks, Tablets, Smartphones", die zu berücksichtigen sind. Wie viele das sein müssen, sagt sie nicht; das rechnet dieser Ratgeber weiter unten nach.

Der Fachhandel trennt die drei Wege deutlicher als der Marktplatz. WeberBÜRO führt zum höhenverstellbaren Konferenztisch DRIVE als Zubehör eine Kabelwanne aus Stahl mit 500 × 110 Millimetern, einen Verteilerblock mit Steckverbindern des Systems GST18i3 und eine Aufsatz-Steckdosenleiste mit zwei Netzsteckdosen und Doppel-USB. Der Tisch selbst bringt laut Ausstattungsliste einen USB-A- und einen USB-C-Port mit und, optional, eine Kabelklappe. Auch hier ist die Steckdose ein eigener Artikel.

3.680 Watt: was eine Steckdose trägt

Die Grenze für alles, was am Konferenztisch hängt, setzt die Steckdose an der Wand, nicht die Leiste. Eine Steckdosenleiste vermehrt die Steckplätze, aber nicht die Leistung des Stromkreises dahinter.

Die Rechnung ist kurz. Eine Leiste, die für 16 Ampere ausgelegt ist, trägt bei 230 Volt 3.680 Watt. Der Versicherer Provinzial schreibt sie in seiner Schadenverhütungsinformation genau so hin: „16 A × 230 V = 3680 W", und ergänzt, dass eine solche Leiste durch einen üblichen 16-A-Leitungsschutzschalter vor Überlastung geschützt ist. Auf vielen Leisten steht ein etwas kleinerer Wert. Die Aktion DAS SICHERE HAUS schreibt, die zulässige Leistung stehe auf der Steckerleiste, „häufig sind es 3.600 Watt"; die Provinzial nennt 3.600 Watt als typisch.

Es gibt aber auch Leisten mit 10 Ampere und 2.300 Watt. Für sie gilt der Schutz nicht: Die Provinzial schreibt, eine solche Mehrfachsteckdose sei durch den 16-A-Schalter „nicht vor Überlastung geschützt", und rät, alte Leisten dieser Art nicht mehr zu verwenden. Der Grund ist einfach. Der Schalter in der Verteilung löst erst aus, wenn mehr als 16 Ampere fließen. Zwischen 10 und 16 Ampere ist die Leiste überlastet, ohne dass etwas abschaltet.

Angabe auf der Leiste Leistung bei 230 V geschützt durch 16-A-Schalter
16 A 3.680 W ja
„3.600 W" 3.600 W ja
10 A 2.300 W nein

Für den Konferenztisch ergibt sich daraus eine erste Prüfung. Auf der Leiste oder dem Typenschild der Tischsteckdose stehen Ampere und Watt. Steht dort 10 Ampere, ist die Leiste für einen Raum mit vielen Netzteilen und gelegentlich einem Wasserkocher die falsche. Die Zuleitung sollte nach der Provinzial mindestens 3 × 1,5 Quadratmillimeter haben; auf dem Kabel steht das etwa als „H05VV-F 3G1,5". Die Brennenstuhl Tower Power, deren Angebot mit USB am Stichtag 1.979 Bewertungen zählt, nennt genau diese Leitung.

Der wichtigere Satz ist der zweite: Alle Leisten an derselben Wandsteckdose teilen sich deren 3.680 Watt. Wer an eine Wandsteckdose eine Leiste unter dem Tisch und eine zweite für den Bildschirm hängt, hat mehr Steckplätze, aber keinen Watt mehr.

Zehn Netzteile: was USB-C höchstens zieht

Wie viel Strom die Geräte am Tisch tatsächlich brauchen, lässt sich für Laptops nach oben abschätzen, ohne ein einzelnes Gerät zu kennen. Für Laptops, die über USB-C laden, gibt der Standard USB Power Delivery feste Obergrenzen vor. Bis zur Revision 3.1 war USB Power Delivery laut dem Standardisierungsgremium USB-IF auf 100 Watt begrenzt, bei 20 Volt und Kabeln für 5 Ampere. Die Revision 3.1 erweitert das mit 28, 36 und 48 Volt auf 140, 180 und 240 Watt.

Damit lässt sich die schlimmste Annahme rechnen: Jeder Platz am Tisch hat ein Netzteil an der Grenze des Standards.

Plätze je 100 W je 240 W Anteil an 3.680 W
6 600 W 1.440 W 16 % / 39 %
8 800 W 1.920 W 22 % / 52 %
10 1.000 W 2.400 W 27 % / 65 %
12 1.200 W 2.880 W 33 % / 78 %

Selbst zwölf Netzteile an der 240-Watt-Grenze bleiben unter den 3.680 Watt einer 16-A-Leiste. Die Zahlen sind Ausgangsleistungen, aus der Steckdose ziehen die Netzteile wegen ihrer Verluste etwas mehr. Und sie sind Obergrenzen: Ein Netzteil gibt nur ab, was das Gerät gerade verlangt, und ein voll geladener Laptop verlangt wenig.

Anders sieht es an einer Leiste mit 10 Ampere aus. Zehn Netzteile mit 240 Watt ergeben 2.400 Watt, mehr als deren 2.300. Das ist ein Grenzfall, der selten eintritt, aber er zeigt, warum die Ampere-Angabe zählt.

Knapp wird es, wenn am selben Stromkreis anderes hängt. Die Provinzial nennt als Beispiele einen Wasserkocher mit bis zu 2.400 Watt und eine Kaffeemaschine mit bis zu 1.200 Watt. Acht Laptops an der 100-Watt-Grenze und ein Wasserkocher ergeben 3.200 Watt; mit der Kaffeemaschine statt des Wasserkochers sind es 2.000. Im Besprechungsraum mit Teeküche nebenan ist das die Rechnung, die man einmal machen sollte, bevor alles an einer Wand hängt.

Für Bildschirm, Beamer oder Videokonferenzsystem gibt es keinen Standardwert. Ihre Leistung steht auf dem Typenschild, und sie wird zu den Netzteilen addiert. Für die Leistung genügt damit fast immer eine einzige 16-A-Steckdose. Knapp wird am Konferenztisch fast immer etwas anderes: die Zahl der Steckplätze, die Länge der Kabel und der Platz unter der Platte.

48 Tischsteckdosen: was die Angebotstitel versprechen

Wie die Hersteller von Tischsteckdosen ihre Geräte beschreiben, zeigt eine Auszählung. Grundlage ist die erste Ergebnisseite der Suche „tischsteckdose versenkbar" auf Amazon.de am 18. Oktober 2026, ohne als gesponsert gekennzeichnete Treffer und ohne doppelte Angebote: 48 Tischsteckdosen. Ausgewertet wurde der Titel, also das, was das Angebot an erster Stelle verspricht.

USB-C-Leistung laut Titel Angebote
18 W 1
20 W 12
30 W 10
35 W 4
75 W 2
USB ohne Wattangabe 12
kein USB 7

Neunundzwanzig Angebote nennen eine USB-C-Leistung. Dreiundzwanzig davon liegen bei 30 Watt oder darunter, ein knappes Drittel dessen, was USB Power Delivery im Standardbereich erlaubt. Die beiden Angebote mit 75 Watt meinen eine Summe: Bei einem davon, einer versenkbaren Steckdose von HANNELORE, liefert laut Beschreibung ein einzelner USB-C-Port bis zu 45 Watt, zusammen kommen beide Ports auf 75. Das andere schreibt selbst „75W USB-C Gesamtleistung". Kein Angebot verspricht an einem Port die 100 Watt des Standards.

Bei der elektrischen Bemessung sind die Titel sparsamer. Nur acht der 48 nennen Ampere oder Watt:

Bemessung laut Titel Angebote
3.680 W / 16 A 3
3.500 W / 16 A 1
16 A ohne Watt 1
4.000 W / 16 A 1
2.400 W / 10 A 2
keine Angabe 40

Drei dieser acht Angaben gehen nicht auf. „4000W/16A" ist bei 230 Volt unmöglich, 16 Ampere ergeben 3.680 Watt. „2400W/10A" liegt über den 2.300 Watt, die 10 Ampere bei 230 Volt tragen, und eine Leiste mit 10 Ampere ist nach der Provinzial durch den üblichen 16-A-Schalter nicht vor Überlastung geschützt. Beide 10-A-Angebote nennen im Titel ausdrücklich den Konferenzraum oder das Büro als Einsatzort.

Den Einbaudurchmesser nennen acht Titel: zweimal 60 Millimeter, zweimal 80, zweimal 85, einmal 100, einmal 54 mit Adapter für 60. Die übrigen 40 sagen ihn erst in der Beschreibung oder gar nicht. Eine Kabellänge nennen 24 Titel; dazu weiter unten mehr, denn an ihr scheitert die Tischsteckdose in der Raummitte öfter als an allem anderen.

Auch die Zahl der Steckdosen steht nicht überall im Titel. Siebzehn Angebote sind dreifach, neun zweifach, fünf vierfach, eines hat sechs Steckdosen; 16 nennen keine Zahl. Die Dreifachsteckdose ist damit die Regel, und mit ihr rechnet der Abschnitt zu den Steckplätzen weiter unten.

USB-C am Tisch: 20 Watt am Port, 100 Watt im Standard

Was ein USB-Port an einer Tischsteckdose leistet, steht oft erst im Kleingedruckten der Beschreibung, und dort sieht es häufig knapper aus als im Titel.

Die versenkbare Steckdose von HANNELORE mit „USB C PD 30W" im Titel beschreibt ihre drei USB-Anschlüsse genauer: der erste USB-C-Port bis 30 Watt, der zweite bis 15, der USB-A-Port bis 15. Und dann: „Beim gleichzeitigen Laden über USB-A und USB-C ist die kombinierte maximale Ausgangsleistung auf 15W (5V⎓3A) begrenzt." Wer zwei Geräte ansteckt, hat zusammen 15 Watt.

Ältere und einfachere Modelle liefern noch weniger. Die Brennenstuhl Tower Power mit USB nennt für ihre zwei USB-A-Buchsen „5V/2.10A, 10.5W", also 10,5 Watt für beide zusammen. Die versenkbare Steckdose von LEUTED für eine Bohrung von 80 Millimetern nennt für ihre zwei USB-Anschlüsse 5 Volt und 1 Ampere, 5 Watt. Das Anschlussfeld CablePort table³ von Kindermann aus dem Fachhandel nennt für seinen USB-C-Charger 5 Volt und 2,1 Ampere, rechnerisch 10,5 Watt.

Gerät USB laut Angebot Leistung
LEUTED Ø 80 mm 5 V / 1 A 5 W
Brennenstuhl Tower Power 5 V / 2,1 A, zwei Buchsen zusammen 10,5 W
Kindermann CablePort table³ USB-C 5 V / 2,1 A 10,5 W
HANNELORE 3-fach USB-C bis 30 W, gleichzeitig zusammen 15 W 15–30 W
Pindus Ø 80 mm USB-C bis 35 W bei Einzelverwendung bis 35 W
HANNELORE 4-fach USB-C 45 W + 30 W, zusammen 75 W bis 45 W je Port

Zum Laden eines Telefons reicht jede dieser Buchsen. Ob ein Laptop daran lädt, entscheidet sein Netzteil: Steht auf dem Typenschild mehr, als der Port liefert, lädt er langsamer oder, je nach Gerät, gar nicht.

Für die Planung folgt daraus eine Arbeitsteilung. Die Netzteile der Laptops gehören in Schutzkontakt-Steckdosen, die USB-Buchsen der Tischsteckdose sind für Telefone und Kleingeräte. Wer das umgekehrt plant und auf die USB-C-Buchsen setzt, sollte die Wattzahl je Port und die Gesamtleistung bei gleichzeitiger Nutzung kennen. Beides steht nur selten im Titel, oft in der Beschreibung, und manchmal nur dort, wo kaum jemand liest.

Ein Konferenzlautsprecher in der Tischmitte hängt meist gar nicht an der Tischsteckdose, sondern am Laptop oder am Raumrechner. Welche Betriebsarten es dafür gibt, beschreibt der Vergleich der Konferenzlautsprecher im Besprechungsraum im Abschnitt zur Stromversorgung.

Steckplätze zählen statt Watt

Wenn die Leistung selten die Grenze ist, sind es die Steckplätze. Ihre Zahl ergibt sich aus der Belegung des Tisches und dem, was außer den Laptops am Strom hängt.

Für jeden Platz, an dem ein Laptop mit eigenem Netzteil steht, braucht es eine Steckdose. Ein Tisch mit 240 × 120 Zentimetern trägt nach der Rechnung des Vergleichs der Achtertische acht Plätze, wenn das Gestell die Köpfe frei lässt. Dazu kommt die Technik des Raums: ein Bildschirm oder Beamer, ein Videokonferenzsystem, vielleicht ein Ladegerät. Zehn Steckplätze sind für einen Achtertisch eine vernünftige Annahme, wenn alle mit Laptop kommen.

Diese Zahl trifft auf Tische mit zwei Auslässen. Der ovale Konferenztisch von KONTI mit 280 × 130 Zentimetern nennt „2 Kabelauslässe (Ø 8 cm)". Was in einen solchen Auslass passt, zeigen zwei Angebote für 80 Millimeter:

Einsatz für Ø 80 mm Schutzkontakt USB zwei Auslässe zusammen
LEUTED 3-fach 3 2 × USB, 5 W 6 Steckdosen
Pindus 1 2 × USB-C, 1 × USB-A 2 Steckdosen

Mit zwei LEUTED-Einsätzen hat der Tisch sechs Steckdosen, vier zu wenig für zehn Steckplätze. Mit zwei Pindus-Einsätzen sind es zwei Steckdosen und sechs USB-Buchsen — genug für Telefone, nicht für Laptops mit eigenem Netzteil.

Die Lücke lässt sich auf zwei Arten schließen. Entweder bekommt der Tisch eine Steckdosenleiste in einer Kabelwanne unter der Platte, deren Leitungen durch die Auslässe nach oben laufen; dann zählt die Zahl der Steckdosen der Leiste, nicht die der Auslässe. Oder er bekommt mehr Einbausteckdosen, was Bohrungen in die Platte bedeutet.

Eine dritte Möglichkeit ist, weniger zu brauchen. In einem Raum, in dem kurze Besprechungen ohne Laptop die Regel sind, genügen zwei Steckplätze für die Technik und ein Ladeplatz. Wer das ehrlich zählt, spart sich Bohrungen und Kabel.

Für die Zählung lohnt ein Blick auf die Stecker. An einer geraden Leiste kann ein breiter Stecker oder ein Steckernetzteil den Nachbarplatz verdecken; ob die Steckdosen schräg stehen — die Brennenstuhl Tower Power nennt eine „45°-Anordnung" —, ist deshalb eine Frage, die sich vor dem Kauf zu stellen lohnt.

Der Kabelauslass als Bohrung: 80 Millimeter

Ein Kabelauslass ist eine fertige Bohrung, und für manche Durchmesser gibt es Einbausteckdosen, die genau hineinpassen. Für Tische mit Auslässen von 80 Millimetern ist das die einfachste Art, Steckdosen in die Platte zu bekommen, ohne zu bohren.

Drei Angebote nennen diesen Durchmesser ausdrücklich. Die Einbausteckdose von Pindus schreibt, sie sei „geeignet für einen Ø80 mm Ausschnitt oder vorhandene Kabelöffnungen" — das ist der Anwendungsfall. LEUTED verlangt für seine versenkbare Dreifachsteckdose „ein Loch mit Ø80 mm". Kindermann nennt für das Anschlussfeld CablePort table³ eine Bohrung von „Ø 80+1 mm" und eine Plattenstärke von etwa 15 bis 60 Millimetern.

Der KONTI-Tisch hat eine Platte von 25 Millimetern mit 2 Millimetern ABS-Kante und zwei Auslässe mit 8 Zentimetern. Die Plattenstärke liegt im Bereich, den Kindermann nennt. Offen bleibt, was die 8 Zentimeter genau bezeichnen: die Bohrung in der Platte oder den inneren Durchmesser des Kunststoffrings. Das Angebot sagt es nicht. Wer einen Einsatz für 80 Millimeter plant, nimmt den Ring heraus und misst die Bohrung, bevor er bestellt; bei 80+1 Millimetern wie bei Kindermann kommt es auf diesen einen Millimeter an.

Bauart Bohrung Beispiel
versenkbarer Turm 60 mm Brennenstuhl Tower Power, HANNELORE 3-fach
Einsatz für Kabelauslass 80 mm Pindus, LEUTED, Kindermann CablePort (80+1)
flache Dose mit Drehdeckel 105 mm Bachmann Twist

Die häufigste Bohrung ist kleiner. Die Brennenstuhl Tower Power wird nach dem Herstellerkatalog in eine Bohrung von 60 Millimetern gesetzt, die versenkbare Dreifachsteckdose von HANNELORE ebenso. In einem Auslass von 80 Millimetern säße ein solcher Turm lose; ein Angebot von Electraline löst das umgekehrt und liefert zu einem Einsatz von 54 Millimetern einen Adapter für Löcher von 60 mit. Ob es Adapter von 80 auf 60 Millimeter gibt, die zum jeweiligen Turm passen, klärt der Hersteller.

Größer wird es bei flachen Dosen. Die Bachmann Twist misst 115 Millimeter im Durchmesser, und der Hersteller bietet für den Einbau eine Lochsäge mit 105 Millimetern an. In einen Auslass von 80 Millimetern passt sie nur, wenn man ihn aufbohrt. Dafür hat sie eine Eigenschaft, die die Türme nicht haben, und um die geht es im nächsten Abschnitt: Sie ragt kaum unter die Platte.

Unter der Platte: 40 oder 305 Millimeter Einbautiefe

Eine Einbausteckdose sitzt in der Platte, aber der größte Teil von ihr hängt darunter. Wie weit, entscheidet über den Beinraum, und die Unterschiede zwischen den Bauarten sind größer als bei jedem anderen Maß.

Am meisten Platz brauchen versenkbare Türme. Die Steckdosen sitzen übereinander in einem Rohr, das im eingefahrenen Zustand ganz unter der Platte steckt. Die versenkbare Dreifachsteckdose von HANNELORE schreibt dazu: „Ein Freiraum von mindestens 30,5 cm unter der Tischplatte ist erforderlich." Flache Dosen kommen mit einem Bruchteil aus. Bachmann nennt für die Twist eine Einbautiefe von 40 Millimetern, weil die Leitung eng am Gehäuse geführt wird; Kindermann für das CablePort table³ etwa 90 Millimeter einschließlich Kabel.

An einem Konferenztisch mit 740 Millimetern Höhe und 25 Millimetern Platte bleiben unter der Platte 715 Millimeter. Davon nimmt ein Turm mit 305 Millimetern 43 Prozent ein, und seine Unterkante liegt 410 Millimeter über dem Boden. Die Twist endet, gerechnet von der Plattenoberkante, 700 Millimeter über dem Boden, das Kindermann-Feld etwa bei 650.

Bauart unter der Platte Unterkante bei 740 mm Tischhöhe
Turm, HANNELORE 3-fach mindestens 305 mm Freiraum 410 mm
Anschlussfeld, Kindermann CablePort ca. 90 mm Einbautiefe ca. 650 mm
flache Dose, Bachmann Twist 40 mm Einbautiefe 700 mm

Ein Turm von 41 Zentimetern Unterkante ist im Beinraum ein Hindernis wie ein Gestellteil. Der Ratgeber zu Höhe, Beinfreiheit und Gestell zitiert die Regel der DGUV Information 215-410, nach der Stützelemente weniger als 100 oder mehr als 450 Millimeter hinter der Tischkante stehen sollen, damit niemand mit Knien und Schienbeinen anstößt. Für einen Turm gilt dieselbe Logik. Steht er in der Mitte eines 1,20 Meter tiefen Tisches, ist er 600 Millimeter von beiden Kanten entfernt und außer Reichweite der Knie. Steht er in der Mitte eines Tisches mit 80 Zentimetern Tiefe, sind es 400 Millimeter — mitten in dem Bereich, in dem Knie anstoßen.

Daraus ergibt sich eine einfache Zuordnung. Türme gehören in tiefe Tische, und dort in die Mittellinie. Für schmale Tische, Klapptische und Plätze, an denen die Knie bis unter die Tischmitte reichen, sind flache Dosen die bessere Wahl, auch wenn sie eine größere Bohrung brauchen. Und an Tischen mit Zarge oder Kabelwanne gilt: Was unter der Platte schon da ist, darf die Steckdose nicht zusätzlich behindern. Die Einbautiefe ist neben der Bohrung das Maß, das man vor der Bestellung kennen muss — und das in den Titeln der 48 ausgezählten Angebote kein einziges Mal steht.

Wo die Steckdose in der Platte sitzt

Wo die Bohrung liegt, entscheidet, wie weit jeder Platz bis zur nächsten Steckdose hat. Am rechteckigen Tisch ist die Mittellinie der natürliche Ort, weil dort niemand sitzt und kein Gestellteil von unten im Weg ist.

An einem Tisch mit 240 × 120 Zentimetern und zwei Auslässen auf der Mittellinie, je einem Viertel der Länge von den Enden entfernt, also bei 60 und 180 Zentimetern, lässt sich die Strecke rechnen. Die Plätze der Längsseiten liegen bei 800 Millimetern je Person in der Mitte ihrer Abschnitte, bei 40, 120 und 200 Zentimetern. Der Platz bei 40 Zentimetern hat bis zum Auslass bei 60 Zentimetern 20 Zentimeter in Längsrichtung und 60 Zentimeter in der Tiefe, schräg gemessen 63 Zentimeter. Der mittlere Platz bei 120 Zentimetern hat zu beiden Auslässen 60 Zentimeter in Längsrichtung, schräg 85 Zentimeter. Die Plätze an den Köpfen haben 60 Zentimeter bis zum nächsten Auslass.

Platz waagerecht bis zum nächsten Auslass
Längsseite, außen (40 und 200 cm) 63 cm
Längsseite, Mitte (120 cm) 85 cm
Kopfende 60 cm

Kein Platz ist damit weiter als 85 Zentimeter von einer Steckdose entfernt, gemessen auf der Platte. Das Kabel vom Netzteil zum Laptop muss diese Strecke überbrücken; ob es das tut, hängt vom Gerät ab. Wer einen dritten Auslass in der Mitte ergänzt, kürzt die längste Strecke auf 60 Zentimeter.

Am Rundtisch liegt die Mitte über der Säule. Ein Auslass dort ist von allen Plätzen gleich weit entfernt, bei 100 Zentimetern Durchmesser 50 Zentimeter. Die Leitung muss aber an der Säule entlang nach unten, und darauf geht der Vergleich der Rundtische für Besprechungen nicht ein; dort ist der Fuß das Thema, nicht der Strom.

An höhenverstellbaren Tischen und Klapptischen gelten eigene Regeln; beide behandeln die Abschnitte weiter unten. Für den festen Tisch genügt die Faustregel: Mittellinie, ein Auslass für je drei bis vier Plätze, und die Bohrung so, dass weder Zarge noch Gestell darunter liegt.

Zwei Meter Kabel bis zur Wand

An der Kabellänge scheitert die Tischsteckdose in der Raummitte öfter als an allem anderen. Die Rechnung ist einfach, und sie geht fast nie auf.

Ein Konferenztisch, um den ein Weg führt, steht bei einem Einzugsgebiet bis 20 Personen mit seiner Kante 1,80 Meter von der Wand entfernt: 0,80 Meter Benutzerfläche hinter den Stühlen, wie die DGUV Information 215-441 sie an Besprechungsplätzen verlangt, und 1,00 Meter Verkehrsweg. Der Ratgeber zu den Maßen eines Konferenztisches und seines Raums rechnet diese Varianten durch. Bis in die Mitte eines 1,20 Meter tiefen Tisches kommen 0,60 Meter dazu, und vom Boden bis zur Platte die Tischhöhe von 0,74 Metern.

Strecke Länge
Verkehrsweg an der Wand 1,00 m
Benutzerfläche hinter dem Stuhl 0,80 m
halbe Tischtiefe bis zum Auslass 0,60 m
Tischhöhe, Boden bis Platte 0,74 m
zusammen, ohne Reserve 3,14 m

Von den 48 ausgezählten Tischsteckdosen nennen 24 eine Kabellänge im Titel: zwölfmal 2,0 Meter, neunmal 1,8, einmal 1,7, zweimal 1,5. Keine erreicht die 3,14 Meter. Das Kindermann-Feld aus dem Fachhandel nennt 3 Meter Stromkabel und kommt am nächsten heran, aber auch ihm fehlen ohne jede Reserve 14 Zentimeter.

Folgt hinter den Stühlen einer Längsseite gleich die Wand, ohne Weg dazwischen, verkürzt sich die Strecke auf 0,80 Meter Benutzerfläche, 0,60 Meter Tischhälfte und 0,74 Meter Höhe, zusammen 2,14 Meter — auch das ist mehr als die zwei Meter, die die längsten Titel nennen. Zwei Meter reichen nur, wenn die Wandsteckdose unmittelbar hinter dem Tisch liegt oder der Auslass nahe der Kante sitzt.

Die übliche Antwort ist ein Verlängerungskabel. Es löst die Länge und bringt zwei neue Probleme. Eine Verlängerung ist selbst ein ortsveränderliches Betriebsmittel, das in die Prüfung gehört, wie weiter unten beschrieben. Und sie liegt dort, wo die Verkehrswege sind. Wer eine Tischsteckdose für einen Tisch in der Raummitte plant, plant deshalb den Kabelweg zuerst: an Möbeln entlang, über eine Kabelbrücke oder durch einen Anschluss im Boden. Die Steckdose ist dann der kleinere Teil der Aufgabe.

Kabel über den Boden: 4 Millimeter und 25 Grad

Ein Kabel, das über den Boden zum Tisch läuft, ist nach den Regeln der Arbeitsstätten eine Stolperstelle. Die Grenze dafür ist niedrig.

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG schreibt in ihrer Fachinformation zu Stolperstellen: „Als Stolperstellen gelten bereits Aufkantungen ohne Anschrägung von mehr als 4 mm." Ein Kabel ist eine solche Aufkantung. Schon eine dünne Geräteleitung des Typs H03VV-F mit 3 × 0,75 Quadratmillimetern hat nach dem Datenblatt eines Herstellers 5,5 Millimeter Außendurchmesser; die Zuleitung einer Tischsteckdose mit 3 × 1,5 Quadratmillimetern ist dicker.

Für die Verlegung nennt die VBG zwei Regeln. Kabel sollen so liegen, dass sie keine Stolperstellen bilden, „zum Beispiel an Möbeln oder Wänden entlang". Ist es unumgänglich, einen Verkehrsweg zu kreuzen, muss das Kabel unter einer Kabelbrücke liegen, die ausreichend schwer, gut erkennbar und flach angeschrägt ist, „mit einem Winkel von höchstens 25°". Bei 25 Grad braucht eine Brücke je Millimeter Höhe gut 2 Millimeter Rampe auf jeder Seite.

Für den Konferenztisch in der Raummitte heißt das: Das Kabel kreuzt immer einen Weg, denn der Tisch ist von einem umgeben. Eine Kabelbrücke ist dann Pflichtausstattung, keine Kür. Sie sollte quer zum kürzesten Weg liegen, nicht diagonal durch den Raum, und sie gehört nicht in die Benutzerfläche hinter den Stühlen, wo Stuhlrollen über sie fahren.

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.8 verlangt, dass Verkehrswege „eine ebene und trittsichere Oberfläche aufweisen", und dass Einbauten „bündig in die Verkehrswege einzupassen" sind. Ein Anschluss im Boden ist deshalb nur dann eine Lösung, wenn sein Deckel bündig liegt, oder wenn er ganz unter dem Tisch sitzt, außerhalb der Wege. Unter dem Tisch hat er einen weiteren Vorteil: Das Kabel von der Bodendose zum Auslass läuft am Tischbein nach oben, und über den Boden läuft gar nichts.

Steckdosenleiste in der Kabelwanne

Die Kabelwanne ist der Ort, an dem bei vielen Konferenztischen die Steckdosen tatsächlich sitzen: eine Rinne aus Blech unter der Platte, in der eine Steckdosenleiste liegt und aus der die Leitungen durch den Auslass nach oben laufen. WeberBÜRO führt eine solche Wanne mit 500 × 110 Millimetern aus Stahl als Zubehör.

Zwei Hinweise der Sicherheitsinformationen betreffen genau diese Einbaulage. Leisten sollen nicht abgedeckt werden. Die Provinzial schreibt, Abdecken könne „zu einem Hitzestau führen"; die Aktion DAS SICHERE HAUS erklärt, dass bei verdeckt verlegten Leisten „Abdeckung und sich ansammelnder Staub verhindern, dass die Wärme abgeleitet werden kann". Eine Wanne ist nach oben durch die Platte geschlossen. Was darin liegt, sollte deshalb nicht mit Kabelresten zugestopft werden, und die Leiste sollte so liegen, dass Luft an sie kommt.

Und Leitungen sollen nach der Provinzial nicht geknickt, eingeklemmt oder gequetscht werden. In einer Wanne mit 110 Millimetern Breite ist das schnell passiert, wenn acht Netzteilkabel durch einen Auslass von 80 Millimetern nach oben müssen und der Deckel darüber schließen soll. Ein zweiter Auslass oder ein größerer Durchmesser ist dann die bessere Antwort als Druck auf den Deckel.

Für den Beinraum ist die Wanne ein Bauteil wie eine Zarge. Sie hängt in der Mitte unter der Platte, wo an einem zweireihigen Tisch die Füße beider Seiten zusammenkommen. Der Ratgeber zu den Maßen weist darauf hin, dass die Ausnahme von 600 Millimetern Benutzerfläche nur gilt, wenn unter dem Tisch 800 Millimeter Beinraumtiefe frei sind — und dass eine Kabelwanne in der Mitte diesen Raum begrenzt.

Schließlich muss die Leiste in der Wanne erreichbar bleiben. Sie gehört zu den Betriebsmitteln, die wiederkehrend geprüft werden, und vor jeder Benutzung soll man sie ansehen können. Eine Wanne, die nur mit Werkzeug zu öffnen ist, macht beides schwer.

Nicht hintereinanderstecken

Der häufigste Fehler an Konferenztischen ist eine Kette: die Tischsteckdose in einer Leiste, die Leiste in einer Verlängerung, die Verlängerung in der Wand. Beide Sicherheitsinformationen sind hier eindeutig. Die Aktion DAS SICHERE HAUS schreibt „Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken!", die Provinzial „Stecken Sie niemals mehrere Mehrfachsteckdosen hintereinander."

Die Gründe nennt DAS SICHERE HAUS. An jeder Steckverbindung entsteht Wärme am Übergangswiderstand, und mit hoher Leistung der angeschlossenen Geräte wird daraus eine Brandgefahr. Liegen die Ketten verdeckt, kann die Wärme nicht weg. Und über die ganze Leitung fällt Spannung ab, was die angeschlossenen Geräte stören kann. Dass das kein theoretisches Risiko ist, belegt die Provinzial mit der Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer: Mehrfachsteckdosen gehören zu den häufigsten elektrotechnischen Brandverursachern, auf Platz drei.

Am Konferenztisch entsteht die Kette oft unbemerkt, weil eine Tischsteckdose nicht wie eine Leiste aussieht. Sie ist aber eine: mehrere Steckdosen an einer Zuleitung mit Stecker. Wer ihren Stecker in eine Leiste am Boden steckt, weil das Kabel nicht bis zur Wand reicht, hat zwei Mehrfachsteckdosen hintereinander. Die Rechnung aus dem Abschnitt zur Kabellänge führt fast zwangsläufig in genau diese Lage.

Die sauberen Lösungen sind die bekannten. Die Tischsteckdose bekommt eine Zuleitung, die bis zur Wandsteckdose reicht, und hängt dort allein. Oder sie hängt an einem fest installierten Anschluss am oder im Boden. Eine einzelne Verlängerung ohne weitere Steckdosen ist keine Leistenkette, aber eine zusätzliche Steckverbindung am Boden mit allen Folgen für Stolpern und Prüfung. Und wer mehr Steckplätze braucht, nimmt eine Leiste mit mehr Steckdosen, nicht zwei kleine.

Wie schnell sich Verbindungen summieren, zeigt der Kabelweg aus dem Abschnitt zur Kabellänge. Hängt eine Tischsteckdose mit 2 Metern Zuleitung an einer Verlängerung, die an einer Leiste an der Wand steckt, liegen zwischen Wand und Tisch drei Steckverbindungen statt einer, zwei davon auf dem Boden. Jede davon ist ein Übergangswiderstand, und die Leiste an der Wand macht daraus eine Kette.

Prüffristen: sechs Monate Richtwert, zwei Jahre im Büro

Steckdosenleisten, Verlängerungen und Tischsteckdosen mit Stecker sind ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel, und im Betrieb müssen sie wiederkehrend geprüft werden. Die Fristen nennt Tabelle 1B der Durchführungsanweisungen zur DGUV Vorschrift 3.

Betriebsmittel Richtwert Maximalwert Prüfer
ortsveränderliche Betriebsmittel, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen mit Steckvorrichtungen 6 Monate, auf Baustellen 3 Werkstätten 1 Jahr, Büros 2 Jahre Elektrofachkraft; mit geeigneten Mess- und Prüfgeräten auch elektrotechnisch unterwiesene Person

Der Richtwert ist der Ausgangspunkt. Wird bei den Prüfungen eine Fehlerquote unter 2 Prozent erreicht, kann die Frist verlängert werden, „in Büros oder unter ähnlichen Bedingungen" bis höchstens zwei Jahre. Die DGUV Information 203-071 zur Organisation der Prüfungen ergänzt, dass die Fristen in der Gefährdungsbeurteilung des Unternehmens festgelegt werden, und schreibt in einem eigenen Kasten: „Prüffristen sind keine Wunschfristen!" Wer die Tabellenwerte ungeprüft übernimmt, riskiert, dass Mängel nicht rechtzeitig auffallen.

Für einen Konferenzraum lässt sich der Aufwand abschätzen. Angenommen, am Tisch hängen zwei Tischsteckdosen, eine Leiste in der Wanne und eine Verlängerung — vier Betriebsmittel. Mit dem Richtwert von sechs Monaten sind das in zehn Jahren 20 Prüftermine und 80 Einzelprüfungen. Mit dem Höchstwert von zwei Jahren sind es fünf Termine und 20 Einzelprüfungen. Der Unterschied ist die Fehlerquote: Wer die zwei Jahre will, muss sie mit Prüfergebnissen begründen können.

Ein Konferenzraum ist dabei nicht automatisch ein Büro im Sinn der Tabelle. Wird er auch für Schulungen mit wechselnden Gästen, für Veranstaltungen oder als Lager für Technik genutzt, werden Leisten und Kabel öfter umgesteckt, getreten und eingeklemmt. Die DGUV Information 203-071 nennt unter den Kriterien für die Frist ausdrücklich Einsatzbedingungen, Verwendungshäufigkeit und mechanische Beanspruchung. Für einen solchen Raum liegt der Richtwert näher als der Höchstwert.

Die Pflicht trifft den Arbeitgeber, nicht den Hersteller. Für Tischsteckdosen, die ein Unternehmen nachrüstet, heißt das: Sie kommen in das Verzeichnis der prüfpflichtigen Betriebsmittel, und ihr Prüftermin gehört in denselben Kalender wie der der Leisten unter den Schreibtischen.

Zwei Einschränkungen der Tabelle sind für Konferenzräume wichtig. Sie gilt für Betriebsmittel „soweit benutzt"; eine Leiste, die im Schrank liegt, fällt erst wieder darunter, wenn sie benutzt wird. Und die elektrotechnisch unterwiesene Person darf nur prüfen, wenn sie geeignete Mess- und Prüfgeräte verwendet — die Prüfung umfasst nach der DGUV Information 203-071 Besichtigen, Messen und Erproben, nicht nur den Blick.

Plakette und Blick vor der Benutzung

Zwischen zwei Prüfungen liegt die Verantwortung bei dem, der das Gerät benutzt. Die DGUV Information 203-071 zitiert dazu § 4 Absatz 5 der Betriebssicherheitsverordnung: Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Betriebsmittel „vor ihrer jeweiligen Verwendung durch Inaugenscheinnahme und erforderlichenfalls durch eine Funktionskontrolle auf offensichtliche Mängel kontrolliert werden". Am Konferenztisch heißt das: ein Blick auf Leitung, Stecker und Gehäuse, bevor man einsteckt.

Dass der Blick etwas bringt, sagt dieselbe Information an anderer Stelle: „Die Praxis zeigt, dass bereits durch eine sorgfältige Sichtprüfung der größte Teil der Mängel festgestellt werden kann." Gesucht wird nach dem Offensichtlichen: gequetschte oder angeschmolzene Leitungen, ein gebrochenes Gehäuse, ein Stecker, der lose sitzt. Die Provinzial nennt ein weiteres Merkmal: Die Schutzleiterkontakte einer Leiste dürfen nicht verbogen sein und müssen spürbar federn.

Was zuletzt geprüft wurde, zeigt die Plakette. Nach Anhang D der DGUV Information 203-071 soll sie mindestens Prüfdatum, nächsten Prüftermin und Prüfgrundlage nennen, etwa „VDE 0701-702". Abgelaufene Plaketten früherer Prüfungen sind zu entfernen, und was die Prüfung nicht bestanden hat, ist deutlich als unsicher zu kennzeichnen und aus dem Verkehr zu ziehen. An einer Tischsteckdose sitzt die Plakette am besten an der Zuleitung nahe dem Stecker, wo man sie ohne Werkzeug sieht.

Neue Geräte sind keine Ausnahme. Anschlussfertige ortsveränderliche Betriebsmittel sind nach der DGUV Information 203-071 immer mindestens auf augenscheinliche Mängel wie Transportschäden zu prüfen, und dabei ist zugleich die Eignung für den vorgesehenen Einsatz zu prüfen. Das CE-Kennzeichen ersetzt das nicht; es ist nach derselben Information „kein Prüfzeichen für Sicherheit und Qualität", sondern eine Erklärung des Herstellers. Ein GS-Zeichen ist ein Prüfzeichen, aber DAS SICHERE HAUS warnt, dass solche Zeichen „nicht selten gefälscht oder zu Unrecht angebracht" werden; Misstrauen ist angebracht, wenn beim GS-Zeichen keine Prüfstelle genannt ist.

Höhenverstellbar: 640 Millimeter Kabelreserve

Ein höhenverstellbarer Konferenztisch nimmt seine Steckdosen mit nach oben, und die Zuleitung muss den Weg mitgehen. Die Reserve dafür ist eine einfache Differenz.

Der DRIVE von WeberBÜRO fährt von 630 auf 1.270 Millimeter. Die Strecke vom Boden bis zur Platte wächst damit um 640 Millimeter. Jede Leitung, die vom Boden in die Wanne oder zum Auslass führt, braucht diese 640 Millimeter als Reserve, zusätzlich zu dem, was sie in der tiefsten Stellung braucht.

Stellung Tischhöhe Strecke Boden bis Plattenunterseite bei 25 mm Platte
tiefste 630 mm 605 mm
Sitzen, Regelhöhe 740 mm 715 mm
Stehen, Regelhöhe 1.050 mm 1.025 mm
höchste 1.270 mm 1.245 mm

Die Reserve muss irgendwo hängen, wenn der Tisch unten ist, und darf beim Herunterfahren nicht zwischen Gestell und Platte geraten. Wie die Leitung dafür geführt wird, gibt der Hersteller des jeweiligen Tisches vor; WeberBÜRO führt für den DRIVE eine Kabelklappe als Option und einen USB-A- und einen USB-C-Port in der Ausstattung.

Die Leiste selbst gehört an die Platte, nicht auf den Boden. Liegt sie auf dem Boden, laufen alle Gerätekabel den Hub mit; hängt sie in der Wanne, bewegt sich nur ihre eine Zuleitung. Für die Kabellänge aus dem Abschnitt oben heißt das: Zu den 3,14 Metern bis in die Tischmitte kommen beim höhenverstellbaren Tisch in der Raummitte noch einmal 0,64 Meter Hub, zusammen 3,78 Meter.

Mit einer Einbausteckdose in der Platte fährt auch deren Unterbau mit. Ein Turm, der 305 Millimeter Freiraum unter der Platte braucht, endet in der tiefsten Stellung des DRIVE 300 Millimeter über dem Boden und in der höchsten 940. In der Sitzhöhe von 740 Millimetern sind es wie am festen Tisch 410. Ob in der tiefsten Stellung darunter noch Platz für Gestellteile, Wanne und Kabelreserve ist, lässt sich nur am konkreten Tisch prüfen; eine flache Dose mit 40 Millimetern Einbautiefe stellt die Frage gar nicht erst.

Klapptisch und Rundtisch: Strom ohne Auslass

Zwei Tischarten dieses Clusters haben in der Regel gar keinen Kabelweg. Der Vergleich der klappbaren Konferenztische stellt fest, dass keines der sieben Angebote einen Kabeldurchlass oder eine Kabelwanne nennt. Leitungen laufen dann über den Boden zum Tisch und über die Kante auf die Platte.

An einem Klapptisch ist eine Einbausteckdose selten sinnvoll. Die Tische werden zusammengeklappt, gestapelt oder ineinandergeschoben; eine Steckdose in der Platte stört dabei, und ihre Zuleitung muss jedes Mal ab- und wieder angeschlossen werden. Eine Platte von 80 Zentimetern Tiefe legt einen Turm in der Mitte 400 Millimeter hinter die Kante, also dorthin, wo die Knie sind. Bleibt die Leiste: auf dem Boden unter dem Tisch, an der Wand entlang, mit Kabelbrücke über den Weg. Bei Tischen in Reihen hintereinander liegt jede Leiste zwischen zwei Reihen und damit im Weg derer, die zu ihrem Platz wollen.

Für Seminarräume, die oft umgebaut werden, ist das eine Frage der Gefährdungsbeurteilung, nicht der Möbel. Wer ohne Bodenanschlüsse auskommen muss, legt fest, wo Leisten liegen dürfen, und prüft sie öfter als die Leisten in Büros, weil sie bei jedem Umbau bewegt werden.

Am Rundtisch ist die Lage anders. Er steht oft für sich und braucht wenige Steckplätze. Ein Auslass über der Säule ist für alle Plätze gleich gut erreichbar. Wo die Leitung an der Säule nach unten läuft, liegt sie am Fuß, also dort, wo am Rundtisch alle die Füße hinstellen. Eine flache Einbausteckdose am Rand der Platte, nahe der Wand, ist dort oft die einfachere Lösung als ein Kabel durch die Tischmitte. Für Besprechungen zu dritt mit Laptop reicht eine Dreifachsteckdose, und deren Netzteile liegen dann nicht auf dem Tisch.

Fest installieren statt stecken

Alle Hinweise dieses Ratgebers zu Leisten, Ketten, Kabelbrücken und Prüffristen haben eine gemeinsame Alternative: die feste Installation. Beide Sicherheitsinformationen empfehlen sie ausdrücklich. DAS SICHERE HAUS schreibt, auf lange Sicht sei es sinnvoll, „zusätzliche, fest installierte Steckdosen einzubauen, als auf Dauer Mehrfachsteckdosen einzusetzen". Die Provinzial schreibt für den gewerblichen Bereich, eine bedarfsgerechte Elektroinstallation sei „immer die erste Wahl".

Für Möbel gibt es dafür eigene Regeln. Der DGUV Grundsatz 315-410 nennt für elektrische Installationen in Büromöbeln die Norm DIN VDE 0100-713 für Möbel und ähnliche Einrichtungsgegenstände in der Ausgabe von 2017 und die „Leitlinie für die elektrische Installation in Büromöbeln" von 2018. Wer einen Konferenztisch mit fester Installation plant, plant sie mit einer Elektrofachkraft nach diesen Regeln, nicht mit einer Leiste aus dem Baumarkt.

Im Fachhandel zeigt sich das an den Steckverbindern. Bachmann bietet die Twist in Varianten mit 2 Metern Leitung und Stecker und in Varianten mit 0,2 Metern Leitung und einem Stecker des Systems GST18 an. WeberBÜRO führt zum DRIVE einen Verteilerblock mit GST18i3-Stecker und zwei GST18i3-Buchsen. Solche Bauteile sind für die Verteilung unter der Platte gedacht: Mehrere Einheiten hängen an einem Verteilerblock, statt dass jede ihren eigenen Schutzkontaktstecker zur Wand schickt.

Für die Entscheidung genügt eine Frage: Steht der Tisch in fünf Jahren noch an derselben Stelle? Wenn ja, ist ein Bodenanschluss unter dem Tisch die Lösung, die Kabellänge, Stolperstelle und Kette auf einmal erledigt. Auch fest installierte Anlagen werden geprüft, aber seltener und nur von der Elektrofachkraft. Tabelle 1A der DGUV Vorschrift 3 nennt für elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel vier Jahre, für Anlagen in „Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art" nach DIN VDE 0100-700 ff. ein Jahr. Die Norm für Möbel, DIN VDE 0100-713, gehört zu dieser Reihe und trägt die Bezeichnung im Titel; welche Frist für eine Installation im Tisch gilt, legt die Elektrofachkraft in der Gefährdungsbeurteilung fest. Die Leisten und Verlängerungen am Boden fallen in jedem Fall weg. Wenn nein — weil der Raum umgebaut wird oder der Tisch noch wandert —, bleibt die Leiste in der Wanne mit einer Zuleitung, die bis zur Wand reicht, und mit einer Kabelbrücke über den Weg.

Prüfliste vor dem Kauf

Vor der Bestellung einer Tischsteckdose oder eines Konferenztisches mit Steckdose lassen sich die Rechnungen dieses Ratgebers in acht Fragen fassen.

  1. Ampere: Steht auf Leiste oder Tischsteckdose 16 Ampere? Bei 10 Ampere schützt der übliche Leitungsschutzschalter nicht vor Überlastung.
  2. Steckplätze: Eine Schutzkontakt-Steckdose je Laptop mit Netzteil plus die Technik des Raums; USB-Buchsen für Telefone zählen nicht mit.
  3. USB-Leistung: Watt je Port und Watt bei gleichzeitiger Nutzung, aus der Beschreibung, nicht aus dem Titel.
  4. Bohrung: Durchmesser des vorhandenen Auslasses gemessen, ohne Ring, und die Plattenstärke im Bereich des Einsatzes.
  5. Einbautiefe: wie weit die Einheit unter die Platte ragt, und ob dort Zarge, Wanne oder Gestell liegen.
  6. Lage: Mittellinie eines tiefen Tisches; bei 80 Zentimetern Tiefe keine Türme.
  7. Kabellänge: Weg plus Benutzerfläche plus halbe Tischtiefe plus Tischhöhe — in der Raummitte gut 3 Meter, beim höhenverstellbaren Tisch mehr.
  8. Prüfung: Die neue Einheit kommt ins Verzeichnis, bekommt eine Plakette und einen Prüftermin.

Wer bei Frage 7 auf ein Verlängerungskabel kommt, sollte bei Frage 8 an die zusätzliche Prüfung und an die Kabelbrücke denken — oder zurück zum Abschnitt über die feste Installation gehen.

Zwei Angaben runden die Liste ab, wenn sie im Angebot stehen. Ein GS-Zeichen mit genannter Prüfstelle sagt mehr als ein CE-Kennzeichen, das der Hersteller selbst anbringt. Und eine Zuleitung mit 3 × 1,5 Quadratmillimetern, auf dem Kabel als „3G1,5" gedruckt, ist das, was die Provinzial für Leisten als Minimum nennt. Fehlt beides, fragt man den Verkäufer, bevor man bohrt.

Häufige Fragen

Wie viele Geräte darf man an eine Steckdosenleiste am Konferenztisch anschließen?

So viele, wie die Summe ihrer Leistung unter der Angabe auf der Leiste bleibt — häufig 3.600 W, bei 16 A × 230 V höchstens 3.680 W. Leisten mit 10 A und 2.300 W sind ebenfalls im Umlauf; sie schützt ein üblicher 16-A-Leitungsschutzschalter nicht vor Überlastung. Zehn Laptop-Netzteile mit je 100 W bleiben weit darunter, ein Wasserkocher mit bis zu 2.400 W dazu nicht mehr in jedem Fall.

Wie oft muss eine Steckdosenleiste im Büro geprüft werden?

Die Durchführungsanweisungen zur DGUV Vorschrift 3 nennen für ortsveränderliche Betriebsmittel, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen einen Richtwert von 6 Monaten. Liegt die Fehlerquote bei den Prüfungen unter 2 Prozent, kann die Frist verlängert werden, in Büros oder unter ähnlichen Bedingungen bis höchstens 2 Jahre. Prüfen darf eine Elektrofachkraft, mit geeigneten Mess- und Prüfgeräten auch eine elektrotechnisch unterwiesene Person.

Welche Bohrung braucht eine Tischsteckdose?

Häufig 60 mm, etwa bei der Brennenstuhl Tower Power. Es gibt Einbausteckdosen für 80 mm, die in einen vorhandenen Kabelauslass dieses Durchmessers passen, und flache Modelle mit größerem Ausschnitt, etwa die Bachmann Twist mit einer Lochsäge von 105 mm. Von 48 geprüften Angeboten nennen nur 8 den Durchmesser im Titel.

Kann man einen Laptop an der USB-C-Buchse einer Tischsteckdose laden?

Nur wenn die Buchse so viel liefert, wie das Netzteil des Laptops abgibt. Von 29 Tischsteckdosen mit Wattangabe im Titel nennen 23 höchstens 30 W; keines verspricht an einem Port 100 W, und unter den nachgelesenen Beschreibungen liefert der stärkste Port 45 W. USB Power Delivery erlaubt 100 W, in der Revision 3.1 bis 240 W. Wer Laptops am Tisch laden will, plant Schutzkontakt-Steckdosen für die Netzteile ein und nutzt USB für Telefone.

Darf man Steckdosenleisten hintereinanderstecken?

Nein. Jede Steckverbindung erwärmt sich am Übergangswiderstand, verdeckt verlegte Leistenketten können die Wärme nicht abgeben, und über die ganze Leitung fällt Spannung ab. Eine Tischsteckdose mit Stecker ist selbst eine Mehrfachsteckdose; sie gehört direkt in eine Wandsteckdose oder einen fest installierten Anschluss, nicht in eine weitere Leiste.

Wie verlegt man das Kabel zu einem Konferenztisch in der Raummitte?

Möglichst an Möbeln oder Wänden entlang. Muss das Kabel einen Verkehrsweg kreuzen, braucht es eine ausreichend schwere, flach angeschrägte Kabelbrücke mit höchstens 25 Grad. Schon Aufkantungen von mehr als 4 mm ohne Anschrägung gelten als Stolperstelle, und selbst eine dünne Geräteleitung ist dicker. Dauerhaft ist ein bündiger Bodenanschluss unter dem Tisch die sauberere Lösung.

Was heißt „elektrifiziert" bei einem Konferenztisch?

Meist die Vorbereitung, nicht die Steckdose. WeberBÜRO beschreibt die Elektrifizierung seines Konferenztisches T-EASY als „Kabelschacht und Kabelwanne integriert"; die Steckdosenleiste ist ein eigener Artikel. Wer am Tisch Strom braucht, fragt nach, ob Steckdosen im Lieferumfang sind, und plant sonst eine Leiste in der Wanne oder eine Einbausteckdose im Kabelauslass ein.

Wie tief ragt eine versenkbare Steckdose unter die Tischplatte?

Je nach Bauart sehr unterschiedlich. Ein Angebot für einen versenkbaren Steckdosenturm verlangt mindestens 30,5 cm Freiraum unter der Platte; an einem 74 cm hohen Tisch reicht er damit bis 41 cm über den Boden. Flache Einbausteckdosen wie die Bachmann Twist kommen mit 40 mm Einbautiefe aus.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Lena Moritz

Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Schreibt über Büromöbel, Ablagesysteme und Polstermöbel.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Einrichtungsprodukte, Möbel und Stauraum

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
18.10.2026
Geändert
18.10.2026
Geprüft
18.10.2026
Quellen
20

Änderungsverlauf

  • 18.10.2026 — Erstveröffentlichung.

Belege

  1. [1]DGUV Vorschrift 3: Elektrische Anlagen und Betriebsmittel, mit Durchführungsanweisungen (Fassung Januar 2010, Ausgabe der VBG)Institution oder Normcdn.vbg.deTabelle 1A: elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel 4 Jahre, in Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art (DIN VDE 0100-700 ff) 1 Jahr, Prüfer Elektrofachkraft. Tabelle 1B, Wiederholungsprüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel, auch Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen mit Steckvorrichtungen: Richtwert 6 Monate, auf Baustellen 3 Monate; bei einer Fehlerquote unter 2 Prozent verlängerbar; Maximalwerte auf Baustellen, in Fertigungsstätten und Werkstätten ein Jahr, „in Büros oder unter ähnlichen Bedingungen zwei Jahre"; Prüfer Elektrofachkraft, bei geeigneten Mess- und Prüfgeräten auch elektrotechnisch unterwiesene Person. Definition ortsveränderlich nach DIN VDE 0100-200. Abgerufen am 18.10.2026.
  2. [2]DGUV Information 203-071: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel – Organisation durch den Unternehmer, Januar 2020Institution oder Normpublikationen.dguv.deKapitel 7: Prüffristen in der Gefährdungsbeurteilung festlegen, „Prüffristen sind keine Wunschfristen!"; 6.1: Prüfschritte Besichtigen, Messen, Funktionsprüfung/Erproben; „durch eine sorgfältige Sichtprüfung der größte Teil der Mängel"; Anhang A: § 4 Abs. 5 BetrSichV, Kontrolle vor jeder Verwendung durch Inaugenscheinnahme, CE-Kennzeichen „kein Prüfzeichen für Sicherheit und Qualität"; Anhang D: Prüfplakette mit Prüfdatum, nächstem Prüftermin und Prüfgrundlage (z. B. VDE 0701-702). Abgerufen am 18.10.2026.
  3. [3]DGUV Grundsatz 315-410: Sicherheitsanforderungen an Büro-Arbeitstische, Büroschränke und aufrüstbare Raumgliederungselemente, Ausgabe Juli 2026Institution oder Normpublikationen.dguv.deAbschnitt 2.7: Für elektrische Installationen in Büromöbeln gelten DIN VDE 0100-713 (Ausgabe 2017-10, „Teil 7-713: Anforderungen für Betriebsstätten und Anlagen besonderer Art – Möbel und ähnliche Einrichtungsgegenstände") und die „Leitlinie für die elektrische Installation in Büromöbeln" (Ausgabe 2018-06). Abgerufen am 18.10.2026.
  4. [4]DGUV Information 215-441: Büroraumplanung – Hilfen für das systematische Planen und Gestalten von Büros, Ausgabe März 2023Institution oder Normpublikationen.dguv.deHinweise zu Kommunikationsbereichen: für Konferenz- und Besprechungsräume „Anschlüsse für Notebooks, Tablets, Smartphones berücksichtigen"; Benutzerfläche an Besprechungsplätzen 800 mm; Verkehrswege bis 20 Personen 1,00 m. Abgerufen am 18.10.2026.
  5. [5]ASR A1.8 Verkehrswege, Ausgabe März 2022, zuletzt geändert GMBl 2024 (BAuA)Institution oder Normbaua.deAbschnitt 4.1 (5): Verkehrswege müssen „eine ebene und trittsichere Oberfläche aufweisen, um Gefährdungen durch z. B. Stolpern … zu vermeiden"; Einbauten „sind bündig in die Verkehrswege einzupassen". Abgerufen am 18.10.2026.
  6. [6]VBG Fachinformation: Stolperstellen und Ebenheit des Fußbodens, Stand Januar 2021Institution oder Normcdn.vbg.de„Als Stolperstellen gelten bereits Aufkantungen ohne Anschrägung von mehr als 4 mm"; Anschluss- und Verlängerungskabel so verlegen, dass sie keine Stolperstellen bilden, „zum Beispiel an Möbeln oder Wänden entlang"; beim Kreuzen eines Verkehrswegs Kabelbrücke, ausreichend schwer, flach angeschrägt „mit einem Winkel von höchstens 25°" und gut erkennbar. Abgerufen am 18.10.2026.
  7. [7]Aktion DAS SICHERE HAUS: Kompaktinfo Mehrfachstecker, Tischsteckdosen, Steckerleisten, Stand Herbst 2016Institution oder Normdas-sichere-haus.deZulässige Leistung steht auf der Leiste, „häufig sind es 3.600 Watt"; „Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken!" wegen Wärme am Übergangswiderstand jeder Steckverbindung, verdeckter Verlegung mit Staub und Spannungsabfall; Misstrauen beim GS-Zeichen ohne genannte Prüfstelle; fest installierte Steckdosen auf lange Sicht sinnvoller. Abgerufen am 18.10.2026.
  8. [8]Provinzial: Schadenprävention – Sicherer Betrieb von Mehrfachsteckdosen, 01/25Quelleprovinzial.deNach der Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung gehören Mehrfachsteckdosen zu den häufigsten elektrotechnischen Brandverursachern, Platz drei; Maximalleistung „typischerweise 3.600 W", auch 2.300 W im Umlauf; „16 A × 230 V = 3680 W"; eine Leiste mit 10 A und 2.300 W ist durch einen üblichen 16-A-Leitungsschutzschalter „nicht vor Überlastung geschützt"; Zuleitung mindestens 3 × 1,5 mm²; nicht abdecken, nicht hintereinanderstecken; Wasserkocher bis zu 2.400 W, Kaffeemaschine bis zu 1.200 W; im gewerblichen Bereich „eine bedarfsgerechte Elektroinstallation immer die erste Wahl". Abgerufen am 18.10.2026.
  9. [9]USB-IF: USB Charger (USB Power Delivery)Institution oder Normusb.org„Prior to this update, USB PD was limited to 100W using a solution based on 20V using USB Type-C cables rated at 5A"; Revision 3.1 „delivering up to 240W"; „New 28V, 36V, and 48V fixed voltages enable up to 140W, 180W and 240W power levels, respectively". Abgerufen am 18.10.2026.
  10. [10]Kindermann CablePort table³ Strom USB/C + Kabel, Händlerseite visunextHändler- oder Marktdatenvisunext.de„Tischplatte mit Bohrung: Ø 80+1 mm"; „Plattenstärke von: ca. 15 bis 60 mm"; „Einbautiefe inkl. Kabel: ca. 90 mm"; eine Schuko-Steckdose, USB-C-Charger 5 V/2,1 A, zwei Kabeldurchlässe je 7,5 mm; Stromkabel 3 m. Abgerufen am 18.10.2026.
  11. [11]Bachmann: Anschlussfelder TWIST, Katalogseiten 132–134 (Händler-Download eltric)Herstellerangabeeltric.comMaße (H x Ø) 42,5 x 115 mm; „Einbautiefe: 40 mm"; „Plattenstärke: ab 8 mm"; Lochsäge für den Einbau mit 105 mm Durchmesser; Varianten mit 2,0 m Leitung oder mit „0,2 m Leitung und GST18 Stecker". Abgerufen am 18.10.2026.
  12. [12]Pindus Einbausteckdose mit USB-C PD 35W, Ø80 mm, AngebotsseiteHändler- oder Marktdatenamazon.deEine Schuko-Steckdose „bis zu 3680W/16A bei 230V", zwei USB-C und ein USB-A; „Bei Einzelverwendung liefert ein USB-C-Anschluss bis zu 35W"; „Geeignet für einen Ø80 mm Ausschnitt oder vorhandene Kabelöffnungen"; 1,8 m Kabel. Abgerufen am 18.10.2026.
  13. [13]LEUTED 3 Fach Versenkbare Steckdose mit USB, Einbausteckdose Ø80mm, AngebotsseiteHändler- oder Marktdatenamazon.deDrei Steckdosen und zwei USB-Anschlüsse „(5V/1A)"; „Einfach ein Loch mit Ø80 mm bohren und die Steckdose einsetzen". Abgerufen am 18.10.2026.
  14. [14]HANNELORE Versenkbare Steckdose 3 Fach mit USB C PD 30W, AngebotsseiteHändler- oder Marktdatenamazon.deTitel „4000W/16A"; Anschluss C1 bis 30 W, C2 bis 15 W, USB-A bis 15 W, beim gleichzeitigen Laden zusammen höchstens 15 W (5V⎓3A); 60-mm-Loch; „Ein Freiraum von mindestens 30,5 cm unter der Tischplatte ist erforderlich"; 1,8 m Kabel. Abgerufen am 18.10.2026.
  15. [15]HANNELORE Versenkbare Steckdose mit USB C PD 75W, AngebotsseiteHändler- oder Marktdatenamazon.deVier Steckdosen, zwei USB-C (PD 45W + PD 30W), zwei USB-A; „Ein einzelner USB-C-Port liefert bis zu 45W, zusammen erreichen sie maximale Gesamtleistung von 75W". Abgerufen am 18.10.2026.
  16. [16]Brennenstuhl Tower Power, Tischsteckdosenleiste 3-Fach und 2-Fach USB, AngebotsseiteHändler- oder Marktdatenamazon.deDrei Schutzkontakt-Steckdosen in 45°-Anordnung, zwei USB-A „5V/2.10A, 10.5W"; Kabel 2 m, H05VV-F 3G1,5; Einbau nach Herstellerkatalog über eine Bohrung von 60 mm. Abgerufen am 18.10.2026.
  17. [17]KONTI Konferenztisch oval 280 x 130 cm, AngebotsseiteHändler- oder Marktdatenamazon.de„2 Kabelauslässe (Ø 8 cm)"; Platte 25 mm mit 2 mm ABS-Kante. Abgerufen am 18.10.2026.
  18. [18]WeberBÜRO: DRIVE 2-Motoren-Konferenztisch Bootsform, ProduktseiteHerstellerangabeweberbuero.deMaße 1800–2400 x 1000–1200 x 630–1270 mm; Ausstattung „USB-A- & USB-C Port | Kabelklappe optional"; als Zubehör „UNI Kabelwanne | 500 x 110 mm, Stahl", „UNI Verteilerblock mit Verlängerungskabel | GST18i3-Stecker & 2 GST18i3-Buchsen" und eine Aufsatz-Steckdosenleiste mit zwei Netzsteckdosen und Doppel-USB. Abgerufen am 18.10.2026.
  19. [19]secomp Datenblatt 312.275: Schutzkontakt-Zuleitung H03VV-F 3G 0,75 mm²Herstellerangabesecomp.deLeitungstyp H03VV-F, 3G 0,75 mm², „Außendurchmesser (AD) 5,5mm", Nennstrom 10 A. Abgerufen am 18.10.2026.
  20. [20]WeberBÜRO: T-EASY Konferenztisch 2400 x 1200 mm, ProduktseiteHerstellerangabeweberbuero.de„Elektrifizierung: Kabelschacht und Kabelwanne integriert". Abgerufen am 18.10.2026.

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