Ratgeber·Konferenztische

Konferenztisch Maße: Tisch und Raum je Personenzahl

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Von Lena MoritzFachredaktion Möbel und Einrichtung

Zuletzt geprüft am 18. Oktober 2026

33 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Ein Konferenztisch braucht nach der DGUV Information 215-441 **800 mm Kante je Person** und für zwei Reihen **1,60 m Tiefe**, ausnahmsweise 700 mm und 1,20 m. Daraus folgen die Maße: **120 × 120 cm** für 4 Personen, **160 × 120 cm** für 6, **240 × 120 cm** oder 160 × 160 cm für 8, **320 × 120 cm** oder 240 × 160 cm für 10, **400 × 120 cm** oder 320 × 160 cm für 12. Der Raum braucht hinter jedem Platz **80 cm Benutzerfläche** und an mindestens einer Seite einen Weg von **1,00 m** (bis 20 Personen): Tisch plus 2,60 m in jede Richtung, für acht Personen also mindestens **5,00 × 3,80 m**. Den Mindestluftraum je Person verlangt die ASR A1.2 für Besprechungsräume ausdrücklich nicht. Die Luft bestimmt trotzdem mit: Je Person braucht es rund **33 m³ Außenluft pro Stunde**, damit 1.000 ppm CO₂ nicht überschritten werden.

Wer einen Konferenztisch sucht, fragt meist in Personen: Wie groß muss er für acht sein, für zwölf? Wer ihn aufstellen will, muss eine zweite Frage beantworten, die selten gestellt wird: Wie groß muss der Raum sein, damit die acht oder zwölf Personen auch hinkommen und wieder aufstehen können? Beide Fragen lassen sich mit denselben Maßen beantworten, und beide Antworten fallen größer aus, als die Faustregeln des Handels vermuten lassen.

Dieser Ratgeber leitet die Maße aus der DGUV Information 215-441 „Büroraumplanung" in der Ausgabe vom März 2023 ab, ergänzt um die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.2 und die Raumluftwerte des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV. Er nennt keine Produkte; welche Angebote die Maße einhalten, zeigen die Vergleiche dieses Clusters. Alle Rechnungen sind mit Zollstock und Taschenrechner nachvollziehbar.

Konferenztisch Maße nach Personenzahl

Die DGUV setzt für jeden Besprechungsplatz zwei Maße an: 800 Millimeter Tischkante und 800 Millimeter Tischtiefe. Wer einander gegenübersitzt, teilt sich die Platte, deshalb verdoppelt sich die Tiefe bei zwei Reihen auf 1,60 Meter. Bei geringem Arbeitsflächenbedarf lässt die DGUV ausnahmsweise 700 Millimeter Breite und 600 Millimeter Tiefe je Person zu, für zwei Reihen also 1,20 Meter.

Daraus ergeben sich zwei Reihen von Tischmaßen. Mit der Ausnahmetiefe von 1,20 Metern trägt jedes Kopfende eine Person, mit der Regeltiefe von 1,60 Metern zwei. Die Länge wächst mit jeder weiteren Person auf jeder Längsseite um 80 Zentimeter.

Personen Tisch mit 1,20 m Tiefe Tisch mit 1,60 m Tiefe runder Tisch, 800 mm runder Tisch, 700 mm
4 120 × 120 cm — Ø 102 cm Ø 89 cm
6 160 × 120 cm — Ø 153 cm Ø 134 cm
8 240 × 120 cm 160 × 160 cm Ø 204 cm Ø 178 cm
10 320 × 120 cm 240 × 160 cm Ø 255 cm Ø 223 cm
12 400 × 120 cm 320 × 160 cm Ø 306 cm Ø 267 cm
14 480 × 120 cm 400 × 160 cm Ø 357 cm Ø 312 cm
16 560 × 120 cm 480 × 160 cm Ø 407 cm Ø 357 cm
20 720 × 120 cm 640 × 160 cm Ø 509 cm Ø 446 cm

Gezählt wird Kante für Kante. Jede Seite für sich durch 0,80 Meter geteilt, angefangene Plätze verfallen, an den Ecken sitzt niemand. Beim runden Tisch zählt der Umfang, π mal Durchmesser, geteilt durch die Personen. Für vier Personen ist der quadratische Tisch mit 120 × 120 Zentimetern der kleinste: An jeder Seite sitzt einer, und je zwei Gegenübersitzende haben die Ausnahmetiefe.

Die Tabelle zeigt auch, wo der runde Tisch aufhört, sinnvoll zu sein. Ab sechs Personen wächst sein Durchmesser über 1,50 Meter, ab acht über 2 Meter. Ein solcher Tisch hat in der Mitte eine Fläche, die niemand nutzt, und braucht einen quadratischen Raum. Für mehr als sechs Personen ist das Rechteck oder das Oval die bessere Form.

Die Werte sind Mindestmaße nach Regel. Wer mit der Ausnahmebreite von 700 Millimetern plant, gewinnt bei langen Tischen Plätze: Ein 280 × 120 Zentimeter großer Tisch trägt dann zehn statt acht. Die Ausnahme ist aber an eine Bedingung geknüpft, „geringen Arbeitsflächenbedarf". Wer am Konferenztisch mit Laptop und Unterlagen arbeitet, hat keinen geringen Bedarf.

Was ein Besprechungsplatz an Fläche braucht

Die DGUV unterscheidet Besprechungsplätze von Arbeitsplätzen, und der Unterschied erklärt, warum Konferenztische schmaler sein dürfen als Schreibtische. An einem persönlich zugewiesenen Arbeitsplatz verlangt die DGUV Information 215-441 eine Arbeitsfläche von mindestens 1,28 Quadratmetern mit einer ungeteilten Fläche von 800 × 800 Millimetern, und eine freie Beinraumbreite von 850 Millimetern. Ein Besprechungsplatz braucht 800 × 800 Millimeter, also 0,64 Quadratmeter, und 600 Millimeter Beinraumbreite.

Maß Arbeitsplatz Besprechungsplatz Besprechungsplatz, Ausnahme
Tischbreite je Person 1.600 mm (Fläche 1,28 m²) 800 mm 700 mm
Tischtiefe je Person 800 mm 800 mm 600 mm
Fläche je Person mindestens 1,28 m² 0,64 m² 0,42 m²
freie Beinraumbreite 850 mm 600 mm 600 mm
Beinraumtiefe — 800 mm 600 mm
Benutzerfläche dahinter 1.000 mm 800 mm 600 mm unter Bedingungen

Der Besprechungsplatz ist also halb so groß wie ein Arbeitsplatz, und mit der Ausnahme ein Drittel. Das ist der Grund, warum die DGUV die Anforderungen an Besprechungsplätze auf solche „zum Beispiel in Besprechungs- oder Konferenzräumen" beschränkt und Plätze zur kurzzeitigen Nutzung, Stehtische und Pausenbereiche ausnimmt. Ein Konferenztisch ist für Stunden gedacht, nicht für Tage.

Wer einen Konferenztisch dauerhaft als Arbeitsplatz nutzen will, etwa im Desk-Sharing, muss deshalb mit den Arbeitsplatzmaßen rechnen. Ein 240 × 120 Zentimeter großer Tisch trägt acht Besprechungsplätze, als Arbeitsfläche aber nur zwei Plätze von je 1,20 × 1,20 Metern. Drei Plätze hätten je 0,96 Quadratmeter, und gegenüberliegende Plätze mit 60 Zentimetern Tiefe verfehlen die ungeteilte Fläche von 800 × 800 Millimetern.

Die Technische Regel ASR A1.2 sieht diese Unterscheidung ausdrücklich vor. Für Schulungs- und Besprechungsarbeitsplätze können nach Punkt 4 Absatz 4 „abweichende Gestaltungen notwendig sein", die in der Gefährdungsbeurteilung festzulegen sind. Die DGUV Information liefert dafür die Maße.

Rechteck, Quadrat, Oval, Rund: Fläche je Person

Für gleich viele Personen brauchen die Tischformen unterschiedlich viel Platte. Das ist für den Raum weniger wichtig als für den Tisch selbst: Eine größere Platte ist schwerer, teurer zu transportieren und schwerer durch Türen zu bekommen.

Form Maß für 8 Personen Plattenfläche je Person Tiefe für zwei Reihen
Rechteck 240 × 120 cm 2,88 m² 0,36 m² Ausnahme
Quadrat 160 × 160 cm 2,56 m² 0,32 m² Regel
Oval (Ellipse) 280 × 130 cm 2,86 m² 0,36 m² Ausnahme in der Mitte
Rund Ø 204 cm 3,27 m² 0,41 m² Regel

Das Quadrat ist die sparsamste Form für acht Personen nach Regel und erfüllt als einzige Rechteckform die Regeltiefe ohne Ausnahme. Das Rechteck mit 240 × 120 Zentimetern braucht 12 Prozent mehr Platte und erreicht nur die Ausnahmetiefe, hat aber ein Kopfende für Bildschirm oder Moderation. Das Oval braucht dieselbe Fläche wie das Rechteck bei 40 Zentimetern mehr Länge, weil die gerundeten Enden Kante kosten. Der Rundtisch braucht für acht die größte Platte, und in seiner Mitte liegt Fläche, die niemand erreicht.

Für die Raumplanung zählt etwas anderes als die Plattenfläche: das umschreibende Rechteck des Tisches, denn um dieses herum liegen die Benutzerflächen. Ein Oval mit 280 × 130 Zentimetern beansprucht im Raum so viel wie ein Rechteck gleicher Maße. Ein Rundtisch mit 204 Zentimetern braucht ein Quadrat von 2,04 × 2,04 Metern plus Flächen ringsum.

Welche Form passt, entscheidet am Ende die Raumform. Ein langer, schmaler Raum verlangt ein Rechteck oder Oval, ein quadratischer Raum lässt Quadrat und Kreis zu. Die nächsten Abschnitte rechnen das durch.

Ovale Konferenztische: Maße für 6 bis 14 Personen

Ovale und bootsförmige Tische lassen sich nicht Kante für Kante zählen, weil ihre Kante gekrümmt ist. Eine obere Grenze liefert das umschreibende Rechteck, eine untere der Umfang einer Ellipse mit denselben Außenmaßen. Die echte Platzzahl liegt dazwischen, je nachdem, wie stark die Enden gerundet sind.

Außenmaß Umfang als Ellipse Plätze 800 mm, Ellipse bis Rechteck Plätze 700 mm, Ellipse bis Rechteck Raum nach Variante A
200 × 100 cm 4,84 m 6 6 4,60 × 3,60 m
240 × 120 cm 5,81 m 7 bis 8 8 5,00 × 3,80 m
280 × 130 cm 6,66 m 8 9 bis 10 5,40 × 3,90 m
320 × 140 cm 7,51 m 9 bis 10 10 bis 12 5,80 × 4,00 m
360 × 150 cm 8,35 m 10 11 bis 14 6,20 × 4,10 m
400 × 160 cm 9,21 m 11 bis 14 13 bis 14 6,60 × 4,20 m

Für die Regelbreite von 800 Millimetern trägt ein Oval mit 280 × 130 Zentimetern acht Personen sicher, gleich welche Form die Enden haben. Bei 240 × 120 Zentimetern hängt der achte Platz an der Form: Eine Bootsform mit langen geraden Seiten erreicht ihn, eine Ellipse nicht. Für zehn Personen nach Regel braucht ein Oval 320 × 140 bis 360 × 150 Zentimeter.

Für die Tiefe gilt dasselbe wie beim Rechteck, mit einer Einschränkung: Die Ausnahmetiefe von 1,20 Metern erreicht ein Oval nur im mittleren Teil. An den Enden sitzt je eine Person, die zur Mitte blickt und hinter sich die ganze Tischlänge hat. Ein Hersteller, der wie bümö die Tiefe in der Mitte und an den Enden angibt, ermöglicht diese Rechnung; die meisten nennen nur die Mitte.

Die Raummaße entsprechen denen eines Rechtecks gleicher Außenmaße, weil die Benutzerflächen um das umschreibende Rechteck liegen. In den Ecken eines ovalen Tisches entsteht etwas mehr Bewegungsraum, als die Rechnung ansetzt. Das hilft beim Aufstehen, ändert aber nichts an der Mindestgröße des Raums.

Raumgröße: Tisch, Benutzerfläche, Verkehrsweg

Ein Raum für einen Konferenztisch besteht aus drei Flächen. Die Stellfläche des Tisches. Die Benutzerfläche hinter jedem Platz, in der Stuhl und Person stehen. Und die Verkehrsfläche, über die man zu seinem Platz kommt und den Raum verlässt.

Die DGUV Information 215-441 legt für Besprechungsplätze eine Benutzerfläche von 800 Millimetern Tiefe fest, gemessen von der Tischkante. Sie darf nicht verstellt werden, und sie darf „nicht von Bewegungs- oder Benutzerflächen anderer Arbeitsplätze oder Verkehrswegeflächen überlagert werden". Der Verkehrsweg liegt also hinter der Benutzerfläche, nicht in ihr. Seine Breite richtet sich nach der Zahl der Personen, die ihn nutzen: bis 5 Personen 0,90 Meter, bis 20 Personen 1,00 Meter, bis 50 Personen 1,20 Meter.

Daraus folgt die Rechnung für die Raumgröße:

Raumlänge = Tischlänge + 2 × 0,80 m + Wegbreite Raumbreite = Tischbreite + 2 × 0,80 m + Wegbreite

Die Rechnung setzt einen Weg an einer Längs- und einer Kopfseite voraus. Das ist das Minimum: Man betritt den Raum, geht am Tisch entlang zu seinem Platz. Die Plätze an der gegenüberliegenden Längsseite erreicht man über die Benutzerfläche des Kopfendes und die eigene. Wer verlangt, dass jede Person an ihren Platz kommt, ohne dass andere aufstehen müssen, braucht einen Weg ringsum. Das kostet in jeder Richtung einen weiteren Meter.

Variante Benutzerfläche Weg Zuschlag zum Tischmaß je Richtung
A: Weg an einer Längs- und einer Kopfseite 0,80 m ringsum 1,00 m 2,60 m
B: Weg ringsum 0,80 m ringsum 1,00 m ringsum 3,60 m
C: schmale Benutzerfläche, Weg ringsum 0,60 m ringsum 1,00 m ringsum 3,20 m

Variante C nutzt eine Ausnahme der DGUV: 600 statt 800 Millimeter Benutzerfläche, „sofern die Benutzerfläche rückseitig frei zugänglich ist und eine Bein- und Fußraumtiefe von 800 mm eingehalten wird". Der Weg ringsum erfüllt die erste Bedingung. Die zweite ist strenger, als sie klingt, und ihr gehört der übernächste Abschnitt.

Weber Büro empfiehlt im eigenen Shop, um den Tisch herum „mindestens 80-100 cm Freiraum für Stühle und Bewegung" zu lassen. Das entspricht der Benutzerfläche. Den Weg dahinter nennt die Empfehlung nicht, und genau er macht den Unterschied zwischen einem Raum, in dem man sitzen kann, und einem, in dem man auch hinkommt.

Raummaße für 4 bis 20 Personen

Mit den drei Varianten ergibt sich für jede Personenzahl eine Spanne von Raumgrößen. Die Tabelle nennt für jede Personenzahl einen oder beide Tischzuschnitte und die Raummaße in Länge × Breite.

Personen Tisch Variante A Fläche Variante B Fläche
4 120 × 120 cm 3,70 × 3,70 m 13,7 m² 4,60 × 4,60 m 21,2 m²
6 160 × 120 cm 4,20 × 3,80 m 16,0 m² 5,20 × 4,80 m 25,0 m²
8 240 × 120 cm 5,00 × 3,80 m 19,0 m² 6,00 × 4,80 m 28,8 m²
8 160 × 160 cm 4,20 × 4,20 m 17,6 m² 5,20 × 5,20 m 27,0 m²
10 320 × 120 cm 5,80 × 3,80 m 22,0 m² 6,80 × 4,80 m 32,6 m²
10 240 × 160 cm 5,00 × 4,20 m 21,0 m² 6,00 × 5,20 m 31,2 m²
12 320 × 160 cm 5,80 × 4,20 m 24,4 m² 6,80 × 5,20 m 35,4 m²
16 480 × 160 cm 7,40 × 4,20 m 31,1 m² 8,40 × 5,20 m 43,7 m²
20 640 × 160 cm 9,00 × 4,20 m 37,8 m² 10,00 × 5,20 m 52,0 m²

Bei vier Personen gilt bis fünf Nutzer ein Weg von 0,90 Metern; die Tabelle rechnet einheitlich mit 1,00 Meter, weil Besprechungsräume selten nur von den Sitzenden genutzt werden und weil 1,00 Meter auch die barrierefreie Breite nach ASR V3a.2 ist. Wer für vier Personen mit 0,90 Metern plant, spart 10 Zentimeter je Richtung.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens braucht der quadratische Tisch für acht Personen weniger Raum als der Rechtecktisch, obwohl er die Regeltiefe erfüllt: 17,6 gegen 19,0 Quadratmeter in Variante A. Der Rechtecktisch hat dafür ein Kopfende. Zweitens wächst der Raum mit dem Weg ringsum um rund 40 bis 55 Prozent. Für einen Raum, in dem täglich Besprechungen mit wechselnden Teilnehmern stattfinden, ist Variante B die realistischere; für einen Raum, in dem ein festes Team sitzt, reicht A.

Ab 20 Personen ändert sich die Wegbreite. Bis 50 Personen verlangt die Tabelle der DGUV 1,20 Meter. Ein Raum für 24 Personen an einem Block von 800 × 160 Zentimetern braucht in Variante A damit 10,80 × 4,40 Meter.

Die Raumhöhe kommt dazu. Bis 50 Quadratmeter Grundfläche verlangt die DGUV 2,50 Meter lichte Höhe, darüber 2,75 Meter, über 100 Quadratmeter 3,00 Meter. Alle Räume der Tabelle bis 20 Personen bleiben in Variante A unter 50 Quadratmetern; in Variante B überschreitet der Raum für 20 Personen die Grenze knapp und braucht dann 2,75 Meter Höhe, oder 2,50 Meter, wenn die Gefährdungsbeurteilung keine Bedenken ergibt.

Verkehrswege: 0,90 oder 1,00 Meter

Der Weg hinter den Stühlen ist das Maß, das bei der Planung eines Besprechungsraums am häufigsten fehlt. Die DGUV Information 215-441 übernimmt dafür in Tabelle 1 die Werte der ASR A1.8, abhängig davon, wie viele Personen den Weg im Ernstfall nutzen.

Personen im Einzugsgebiet Lichte Breite des Wegs Lichte Breite von Durchgängen und Türen
bis 5 0,90 m 0,80 m
bis 20 1,00 m 0,90 m
bis 50 1,20 m 0,90 m
bis 100 1,20 m 1,00 m
bis 200 1,20 m 1,05 m

Für Neubauten und wesentliche Umbauten empfiehlt die Tabelle auch für bis zu fünf Personen Türen von 0,90 Metern, um barrierefreie Zugänglichkeit zu ermöglichen. Die ASR V3a.2 zur barrierefreien Gestaltung verlangt für Verkehrswege mindestens 1,00 Meter und für Türen 0,90 Meter.

Bei der Ermittlung der Personenzahl zählen ausdrücklich auch Personen, „die zu kurzen Besprechungen oder Meetings an den Arbeitsplatz kommen". Für einen Besprechungsraum heißt das: Ein Tisch für sechs Personen braucht einen Weg von 1,00 Meter, nicht 0,90, sobald mehr als fünf im Raum sein können. Für Räume mit mehr als 20 Personen gilt 1,20 Meter.

Ältere Planungsunterlagen nennen andere Werte. Die Vorgängerfassung der DGUV Information von 2016 setzte für bis zu fünf Benutzer 875 Millimeter an, die an keiner Stelle unter 800 Millimeter sinken durften. Die Ausgabe von 2023 hat diese Zahlen an die geänderte ASR A1.8 angepasst. Wer einen bestehenden Raum mit alten Plänen nachrechnet, sollte die aktuellen Breiten ansetzen.

Neben dem Verkehrsweg kennt die DGUV zwei schmalere Gänge. Gänge zu persönlich zugewiesenen Arbeitsplätzen und zu Betriebseinrichtungen ohne Begegnungsverkehr, etwa zum Öffnen der Fenster oder zum Bedienen der Heizkörperventile, müssen mindestens 600 Millimeter breit sein. Im Besprechungsraum betrifft das die Fensterseite: Steht der Tisch so, dass hinter den Stühlen am Fenster nur die Benutzerfläche bleibt, fehlt dieser Gang, sobald dort jemand sitzt — gerade dann, wenn während der Besprechung gelüftet werden soll. Auf den Bediengang kann verzichtet werden, wenn alle Bedienelemente frei zugänglich sind.

Die 600-Millimeter-Ausnahme hinter dem Stuhl

Die DGUV lässt hinter einem Besprechungsplatz 600 statt 800 Millimeter Benutzerfläche zu, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Die Fläche muss „rückseitig frei zugänglich" sein, und der Bein- und Fußraum unter dem Tisch muss 800 Millimeter tief sein. Die erste Bedingung erfüllt ein Verkehrsweg hinter den Stühlen. Die zweite ist der Haken.

An einem zweireihigen Tisch teilen sich zwei Gegenübersitzende den Fußraum. Bei 1,20 Metern Tischtiefe hat jede Person 60 Zentimeter, bei 1,60 Metern 80 Zentimeter. Die Bedingung von 800 Millimetern Beinraumtiefe erfüllt deshalb nur ein Tisch mit mindestens 1,60 Metern Tiefe, und auch der nur, wenn in der Mitte kein Gestell, keine Kabelwanne und keine Zarge den Fußraum begrenzt. An den üblichen Konferenztischen mit 1,20 Metern Tiefe gilt die volle Benutzerfläche von 800 Millimetern.

Für einen quadratischen Tisch mit 160 × 160 Zentimetern lohnt die Ausnahme. Mit Weg ringsum und 800 Millimetern Benutzerfläche braucht er einen Raum von 5,20 × 5,20 Metern, 27,0 Quadratmeter. Mit 600 Millimetern sind es 4,80 × 4,80 Meter, 23,0 Quadratmeter — 4 Quadratmeter weniger für acht Personen.

Tisch Variante B, 0,80 m Benutzerfläche Variante C, 0,60 m Benutzerfläche Ersparnis
160 × 160 cm, 8 Personen 5,20 × 5,20 m = 27,0 m² 4,80 × 4,80 m = 23,0 m² 4,0 m²
240 × 160 cm, 10 Personen 6,00 × 5,20 m = 31,2 m² 5,60 × 4,80 m = 26,9 m² 4,3 m²
320 × 160 cm, 12 Personen 6,80 × 5,20 m = 35,4 m² 6,40 × 4,80 m = 30,7 m² 4,6 m²
480 × 160 cm, 16 Personen 8,40 × 5,20 m = 43,7 m² 8,00 × 4,80 m = 38,4 m² 5,3 m²

Die Ausnahme ist damit ein Argument für tiefe Tische. Wer ohnehin einen Weg ringsum plant, gewinnt mit einem 1,60 Meter tiefen Tisch nicht nur die Regeltiefe für zwei Reihen, sondern spart einen Teil der Fläche, die der tiefere Tisch kostet, hinter den Stühlen wieder ein. Ein Rechtecktisch mit 240 × 120 Zentimetern und Weg ringsum braucht 28,8 Quadratmeter für acht Personen, der quadratische mit 160 × 160 Zentimetern und schmaler Benutzerfläche 23,0.

Wie tief der Fußraum eines Tisches tatsächlich ist, steht in kaum einem Angebot. Die Vergleiche dieses Clusters zählen aus, welche Angebote es nennen; für die Ausnahme muss man es vor der Planung beim Hersteller erfragen.

Barrierefrei: Platz für einen Rollstuhl am Tisch

Ein Besprechungsraum, an dem Beschäftigte im Rollstuhl teilnehmen, braucht an mindestens einem Platz mehr Fläche. Die DGUV Information 215-441 nennt für Rollstuhlfahrende am Arbeitstisch eine Bewegungsfläche von 1.500 × 1.500 Millimetern. „Bei hinreichender Unterfahrbarkeit des Arbeitstisches kann die Tiefe der Bewegungsfläche auf bis zu 1200 mm verringert werden."

Für die Raumgröße heißt das: An der Seite des Tisches, an der der Rollstuhlplatz liegt, ersetzt die Bewegungsfläche von 1,50 Metern die Benutzerfläche von 0,80 Metern. Der Raum wird in dieser Richtung um 70 Zentimeter größer, bei unterfahrbarem Tisch um 40 Zentimeter. Der Verkehrsweg muss nach ASR V3a.2 mindestens 1,00 Meter breit sein, die Tür 0,90 Meter.

Tisch Variante A mit Rollstuhlplatz, nicht unterfahrbar mit Rollstuhlplatz, unterfahrbar
160 × 120 cm, 6 Personen 4,20 × 3,80 m 4,20 × 4,50 m 4,20 × 4,20 m
240 × 120 cm, 8 Personen 5,00 × 3,80 m 5,00 × 4,50 m 5,00 × 4,20 m
320 × 160 cm, 12 Personen 5,80 × 4,20 m 5,80 × 4,90 m 5,80 × 4,60 m

Die Rechnung setzt den Rollstuhlplatz an eine Längsseite. Am Kopfende braucht er dieselbe Bewegungsfläche, und der Raum wird in der Länge größer.

Unterfahrbar heißt: Unter der Platte ist genug Höhe und Breite, dass der Rollstuhl mit den Knien unter den Tisch fahren kann. Ein Mittelbein, eine breite Zarge oder eine Querstrebe in Kniehöhe verhindern das. Wie viel freie Höhe dafür nötig ist, nennt die DGUV Information an dieser Stelle nicht; die Maße von Tischhöhe und Beinraum behandelt der Ratgeber dieses Clusters zu Höhe und Beinfreiheit am Konferenztisch.

Für die Breite am Platz gilt: Ein Rollstuhl ist breiter als ein Bürostuhl, und der Platz an der Tischkante muss ihn aufnehmen. Wer barrierefrei plant, gibt dem Rollstuhlplatz deshalb mehr als 800 Millimeter Kante, etwa indem er ihn an ein Kopfende von 1,20 Metern legt. Die DGUV empfiehlt für Arbeitsplätze „auch im Sinne einer allgemeinen Barrierefreiheit" eine Beinraumbreite von 1.200 Millimetern und mehr.

Vom Raum zum Tisch: was in einen gegebenen Raum passt

Meist ist der Raum schon da, und die Frage lautet umgekehrt: Welcher Tisch passt hinein? Die Rechnung dreht sich einfach um. Von Länge und Breite des Raums je 2,60 Meter abziehen — zweimal 80 Zentimeter Benutzerfläche und ein Meter Weg —, und was übrig bleibt, ist das größte Tischmaß nach Variante A.

Raum Rest für den Tisch passender Tisch Plätze nach Regel
3,00 × 3,00 m 0,40 × 0,40 m kein zweireihiger Tisch —
4,00 × 3,00 m 1,40 × 0,40 m kein zweireihiger Tisch —
4,00 × 4,00 m 1,40 × 1,40 m 120 × 120 cm oder rund Ø 120 cm 4
5,00 × 4,00 m 2,40 × 1,40 m 240 × 120 cm 8
6,00 × 4,00 m 3,40 × 1,40 m 320 × 120 cm 10
5,00 × 5,00 m 2,40 × 2,40 m 240 × 160 cm 10
6,00 × 5,00 m 3,40 × 2,40 m 320 × 160 cm 12
8,00 × 5,00 m 5,40 × 2,40 m 480 × 160 cm 16
10,00 × 6,00 m 7,40 × 3,40 m 720 × 160 cm 22

Die beiden kleinen Räume zeigen die Grenze. Ein Raum mit 3,00 Metern Breite nimmt nach Benutzerflächen und Weg keinen zweireihigen Tisch auf. Er taugt für eine einseitige Anordnung: ein Tisch mit 80 Zentimetern Tiefe an der Wand, Benutzerfläche und Weg davor. Ein 160 × 80 Zentimeter großer Tisch trägt so zwei Personen an der freien Längsseite. Die Köpfe kommen nur bei Eckbeinen dazu; bei einem T-Gestell, wie es sechs von sieben Tischen im Vergleich der klappbaren Konferenztische haben, steht dort die Stütze. Der Tisch braucht 0,80 + 0,80 + 1,00 = 2,60 Meter Raumbreite.

Interessant ist der Sprung bei 5,00 Metern Breite. Ab hier passt ein 1,60 Meter tiefer Tisch, und mit ihm wechselt die Rechnung von der Ausnahme zur Regel: Die Köpfe tragen je zwei Personen statt einer. Ein Raum mit 5,00 × 5,00 Metern nimmt so zehn Personen auf, einer mit 6,00 × 4,00 Metern bei fast gleicher Fläche ebenfalls zehn, aber an einem längeren, schmaleren Tisch mit Ausnahmetiefe.

Bei Räumen mit Türen in der Längswand, Heizkörpern oder Schränken wird die Rechnung genauer. Funktionsflächen von Türen und Schränken dürfen nicht in die Benutzerflächen ragen, und eine Tür, die nach innen aufschlägt, braucht ihre Schwenkfläche frei. Wer den Raum ausmisst, misst deshalb nicht von Wand zu Wand, sondern zwischen dem, was an den Wänden steht.

Besprechungsecke im Büro

Nicht jede Besprechung braucht einen eigenen Raum. Die DGUV Information 215-441 empfiehlt: „Für interne Besprechungen in den Arbeitsräumen sollten Besprechungsbereiche mit Besucherstühlen direkt am Arbeitstisch oder an anderer Stelle im Raum vorgesehen werden." In ihren Beispielgrundrissen zeigt sie ein Einzelbüro mit „Arbeitstisch mit Ansatzplatte für Besucherinnen und Besucher".

Für eine Besprechungsecke gelten dieselben Maße wie für den Besprechungsraum, mit einer zusätzlichen Bedingung: Ihre Benutzerflächen dürfen die Bewegungs- und Benutzerflächen der Arbeitsplätze im Raum nicht überlagern. Eine Ecke für vier Personen an einem runden Tisch mit 102 Zentimetern Durchmesser braucht mit Benutzerfläche ringsum ein Feld von 2,62 × 2,62 Metern, rund 6,9 Quadratmeter, und einen Zugang. An einem quadratischen Tisch mit 120 Zentimetern sind es 2,80 × 2,80 Meter, 7,8 Quadratmeter.

Diese Fläche kommt zur Grundfläche der Arbeitsplätze hinzu. Die DGUV schreibt in ihrer überschlägigen Flächenermittlung, für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze sei eine Grundfläche von 8 bis 10 Quadratmetern vorzusehen, und: „Für Besprechungsbereiche kann ein zusätzlicher Flächenbedarf notwendig sein." Ein Büro für zwei Personen mit einer Besprechungsecke für vier braucht damit rund 16 bis 20 Quadratmeter für die Arbeitsplätze und weitere 7 bis 8 für die Ecke.

Die Ansatzplatte am Schreibtisch ist die kleinste Lösung. Ein Besucher sitzt dem Beschäftigten gegenüber oder über Eck, und der Arbeitsplatz bleibt ein Arbeitsplatz. Für zwei Besucher reicht eine Ansatzplatte von 1,60 Metern Länge mit 800 Millimetern je Person. Wie tief sie sein muss, ergibt sich wieder aus der Verdopplung: Sitzen Besucher und Beschäftigter einander gegenüber, teilen sie sich die Tiefe.

Für Besprechungsecken ist der runde Tisch die naheliegende Form, weil er keine Ecke hat, an der sich jemand stößt, und weil vier Personen an 102 Zentimetern Durchmesser nach Regel sitzen. Welche runden Tische das tatsächlich bieten und welche beim Stand Fragen offenlassen, zeigt der Vergleich der runden Besprechungstische in diesem Cluster.

Raumhöhe nach Grundfläche

Die lichte Höhe eines Arbeitsraums hängt in Deutschland an seiner Grundfläche. Die DGUV Information 215-441 nennt die Werte in ihrer Tabelle 2, übernommen aus der ASR A1.2.

Grundfläche lichte Höhe mindestens mit unbedenklicher Gefährdungsbeurteilung
bis 50 m² 2,50 m 2,50 m
mehr als 50 m² 2,75 m 2,50 m
mehr als 100 m² 3,00 m 2,75 m
mehr als 2.000 m² 3,25 m 3,00 m

Wenn die Gefährdungsbeurteilung keine gesundheitlichen Bedenken ergibt, dürfen die Höhen um 0,25 Meter sinken, „jedoch darf eine Höhe von 2,50 m nicht unterschritten werden, es sei denn das Landesbaurecht sieht andere Maße vor".

Für Besprechungsräume ist die Grenze bei 50 Quadratmetern die wichtigste, weil große Konferenzräume knapp darüber liegen. Alle Räume dieses Ratgebers für bis zu 20 Personen liegen in der knappen Variante A darunter; mit Weg ringsum kommt der Raum für 20 Personen auf 52 Quadratmeter und braucht dann 2,75 Meter, oder 2,50 mit unbedenklicher Beurteilung. Wer einen großen Konferenzraum in einem Altbau mit 2,60 Metern Deckenhöhe einrichten will, sollte das vor der Planung klären.

Die Höhe spielt auch für die Luft eine Rolle, denn sie bestimmt das Volumen. Ein Raum mit 19 Quadratmetern und 2,50 Metern Höhe hat 47,5 Kubikmeter, mit 3,00 Metern 57 Kubikmeter. Das sind 20 Prozent mehr Luft für dieselben acht Personen, und wie viel das ausmacht, zeigen die beiden folgenden Abschnitte.

Gemessen wird die lichte Höhe, also bis zur Unterkante dessen, was von der Decke herabhängt. Eine abgehängte Decke für Leitungen oder Akustikplatten verringert sie. Wer in einem Raum mit 2,70 Metern Rohbauhöhe eine Akustikdecke mit 25 Zentimetern Aufbau plant, landet bei 2,45 Metern und damit unter der Untergrenze. Für Besprechungsräume, in denen Akustik eine Rolle spielt, ist das ein häufiger Zielkonflikt: Die Decke ist die beste Fläche für Absorber, aber jeder Zentimeter Aufbau geht von der lichten Höhe ab.

Luftraum: was für Besprechungsräume nicht gilt

Für Arbeitsräume schreibt die ASR A1.2 einen Mindestluftraum vor: 12 Kubikmeter für jeden ständig anwesenden Beschäftigten bei überwiegend sitzender Tätigkeit. Für jede weitere Person, die sich nicht nur vorübergehend im Raum aufhält, kommen 10 Kubikmeter dazu. Nach dieser Regel bräuchte ein Raum für zwölf Personen 120 Kubikmeter oder mehr, bei 2,50 Metern Höhe also rund 49 Quadratmeter.

Für Besprechungsräume gilt das ausdrücklich nicht. Die ASR A1.2 schreibt in Punkt 7 Absatz 2 zur Regel für zusätzliche Personen: „Dies gilt nicht für Verkaufsräume, Schank- und Speiseräume in Gaststätten, Schulungs- und Besprechungsräume sowie für Unterrichtsräume in Schulen." Die DGUV Information 215-441 übernimmt die Ausnahme in ihre Liste. Ein Besprechungsraum muss also nicht nach Personen bemessen werden, sondern nach Tisch, Flächen und Wegen.

Für ein Einzelbüro mit Besprechungsecke gilt die Ausnahme nicht ohne Weiteres, denn es ist ein Arbeitsraum und kein Besprechungsraum. Dort gelten 12 Kubikmeter für jeden ständig anwesenden Beschäftigten, und für Besucher, die sich nicht nur vorübergehend aufhalten, 10 Kubikmeter je Person. Ob eine Besprechung „vorübergehend" ist, lässt die Regel offen.

Die Ausnahme für Besprechungsräume ist eine Lücke, und sie hat einen Grund: Besprechungen dauern Stunden, nicht Tage, und Besprechungsräume werden gelüftet. Die ASR A1.2 verweist dafür in Punkt 5 Absatz 2 auf die ASR A3.6 „Lüftung": Bei der Bemessung der Grundfläche sind „weitere Anforderungen, z. B. an die Luftqualität (siehe ASR A3.6 ‚Lüftung') oder an die Akustik, zu berücksichtigen".

Damit verschiebt sich die Frage. Nicht der Raum muss groß genug sein, sondern die Lüftung muss stark genug sein. Ein kleiner Raum mit guter Lüftung ist für eine Besprechung besser als ein großer ohne. Was „stark genug" in Zahlen bedeutet, lässt sich mit einer Formel des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV ausrechnen.

Wie schnell die Luft im Besprechungsraum verbraucht ist

Der Mensch ist in Innenräumen die wichtigste Quelle für Kohlendioxid, und der CO₂-Gehalt der Luft ist ein Maß dafür, wie verbraucht sie ist. Der IFA-Report zu Innenraumarbeitsplätzen nennt den Wert, mit dem sich rechnen lässt: „Bei leichten Tätigkeiten beträgt die CO2-Abgabe des Menschen ungefähr 20 000 ml/h", also 20 Liter je Stunde. Die Außenluft setzt der Report mit 400 Millilitern je Kubikmeter an, 400 ppm.

Als Beurteilungsmaßstab gelten die Leitwerte, die auch in die ASR A3.6 eingeflossen sind: unter 1.000 ppm hygienisch unbedenklich, 1.000 bis 2.000 ppm hygienisch auffällig, über 2.000 ppm hygienisch inakzeptabel. Ab 1.000 ppm soll gelüftet werden, ab 2.000 ppm muss es.

Für einen geschlossenen Raum ohne jeden Luftwechsel lässt sich ausrechnen, wie lange die Luft von 400 auf 1.000 ppm braucht: 600 Milliliter je Kubikmeter mal Raumvolumen, geteilt durch 20 Liter je Person und Stunde. Das ist eine untere Grenze — kein Raum ist ganz dicht —, aber sie zeigt die Größenordnung.

Personen Raum nach Variante A Volumen bei 2,50 m bis 1.000 ppm bis 2.000 ppm
4 13,7 m² 34,2 m³ 15 min 41 min
6 16,0 m² 39,9 m³ 12 min 32 min
8 19,0 m² 47,5 m³ 11 min 28 min
10 22,0 m² 55,1 m³ 10 min 26 min
12 25,1 m² 62,7 m³ 9 min 25 min
20 37,8 m² 94,5 m³ 8,5 min 23 min

Ein Raum, der nach den Flächenmaßen der DGUV gerade groß genug ist, erreicht mit geschlossenen Fenstern nach 9 bis 15 Minuten den Wert, ab dem gelüftet werden soll, und nach 23 bis 41 Minuten den, ab dem gelüftet werden muss. Bei größeren Gruppen geht es schneller, weil das Volumen langsamer wächst als die Personenzahl.

Die Rechnung zeigt auch, dass ein größerer Raum das Problem nur verschiebt. Ein Raum mit Weg ringsum, Variante B, hat für acht Personen 72 Kubikmeter statt 47,5; die Luft erreicht 1.000 ppm dann nach 16 statt nach 11 Minuten. Ein höherer Raum wirkt genauso: Derselbe Raum für acht Personen mit 19 Quadratmetern erreicht die Grenze bei 3,00 Metern Höhe nach knapp 13 Minuten. Mehr Volumen verschafft Zeit, aber keine Lösung — irgendwann muss die Luft ausgetauscht werden.

33 Kubikmeter Außenluft je Person und Stunde

Auf Dauer hilft nur Außenluft. Wie viel, ergibt sich aus derselben Formel des IFA-Reports. Im Gleichgewicht stellt sich eine Konzentration ein, die von der Zahl der Personen und vom Luftwechsel abhängt. Damit sie 1.000 ppm nicht überschreitet, muss jede Person ihre 20 Liter CO₂ je Stunde in so viel Außenluft abgeben, dass die Konzentration um höchstens 600 ppm steigt:

Außenluft je Person = 20.000 ml/h ÷ 600 ml/m³ = rund 33 m³/h

Das Ergebnis ist unabhängig von der Raumgröße. Acht Personen brauchen rund 267 Kubikmeter Außenluft je Stunde, ob sie in 19 oder in 40 Quadratmetern sitzen. Die Raumgröße bestimmt nur, wie oft die Raumluft dafür ausgetauscht werden muss: im 47,5-Kubikmeter-Raum für acht Personen rund 5,6-mal je Stunde.

Personen Außenluft je Stunde Luftwechsel im Raum nach Variante A
4 133 m³/h 3,9 je Stunde
8 267 m³/h 5,6 je Stunde
12 400 m³/h 6,4 je Stunde
20 667 m³/h 7,1 je Stunde

Zum Vergleich setzt der IFA-Report für ein Büro mit geschlossenen Fenstern eine natürliche Luftwechselrate von 0,5 je Stunde an. Bei diesem Luftwechsel würde sich im Raum für acht Personen rechnerisch eine Konzentration von über 7.000 ppm einstellen, lange bevor die Besprechung zu Ende ist. Ein Besprechungsraum braucht deshalb entweder eine Lüftungsanlage, die diese Mengen fördert, oder Fenster, die regelmäßig geöffnet werden.

Für die Planung heißt das: Ein Besprechungsraum ohne Fenster und ohne Lüftungsanlage ist für längere Besprechungen mit voller Besetzung nicht geeignet, gleich wie groß er ist. Ein CO₂-Messgerät auf dem Tisch zeigt, wann gelüftet werden soll; die DGUV bietet dafür auch einen Rechner als App an.

Was ein Konferenzraum außer dem Tisch braucht

Die DGUV Information 215-441 nennt für Konferenz- und Besprechungsräume fünf Punkte, die über Tisch und Fläche hinausgehen: technische Voraussetzungen für Präsentations- und Kommunikationstechnik „wie Videokonferenz, Beamer, Großbildschirm, Anschlüsse für Notebooks, Tablets, Smartphones"; akustisch und lichttechnisch bedarfsgerechte Bedingungen; gegebenenfalls raumlufttechnische Anlagen; für Kundenbesprechungen räumliche Nähe zum Empfang; und räumliche Nähe zu Sanitär- und Pausenbereichen.

Für die Raummaße haben die ersten beiden Punkte Folgen. Ein Großbildschirm oder eine Leinwand am Kopfende braucht eine Wand, vor der niemand sitzt, und einen Abstand, aus dem alle Plätze das Bild sehen. Der Tisch rückt dadurch von der Wand weg, und die Raumlänge wächst über das Maß der Variante A hinaus. Kabel für Notebooks brauchen Anschlüsse am Tisch oder im Boden; wie sie zum Tisch kommen, behandelt der Ratgeber zum Konferenztisch mit Steckdose.

Wie ein solcher Raum aussehen kann, zeigt die DGUV in einem Beispielgrundriss. Der Konferenzraum misst dort 11,90 × 7,20 Meter, rund 86 Quadratmeter. Der Besprechungstisch besteht aus Trapeztischen, dazu kommen Besucherstühle, Schiebetürenschränke, Garderobenschränke, Präsentationstechnik und Catering-Caddies. Der Raum lässt sich durch verschiebbare Wandelemente in zwei kleinere teilen, und die Trapeztische werden dann zu zwei getrennten Besprechungstischen umgestellt. Schiebetüren an den Schränken haben hier einen Vorteil: Ihre Funktionsfläche ist kleiner als die von Flügeltüren, und sie reichen nicht in die Benutzerflächen hinter den Stühlen.

Mit rund 86 Quadratmetern liegt dieser Raum über der Grenze von 50 Quadratmetern und braucht nach Tabelle 2 eine lichte Höhe von 2,75 Metern, mit unbedenklicher Gefährdungsbeurteilung 2,50 Meter. Bei Umbauten zu größeren Räumen verlangt die DGUV die Höhe, die zur neuen Grundfläche gehört; für einen teilbaren Raum liegt es nahe, nach der ungeteilten Fläche zu planen.

Wenn 320 × 120 Zentimeter „für 12 Personen" heißt

Die Maße dieses Ratgebers sind strenger als die Angaben im Fachhandel. Ein Händler für Büromöbel führt einen Konferenztisch der Marke frezza mit 280 × 120 Zentimetern „für 10 Personen", mit 320 × 120 Zentimetern „für 12 Personen" und mit 420 oder 480 × 120 Zentimetern „für 14 Personen".

Angabe im Handel Plätze bei 800 mm Plätze bei 700 mm bei 600 mm
280 × 120 cm „für 10 Personen" 8 10 12
320 × 120 cm „für 12 Personen" 10 10 14
420 × 120 cm „für 14 Personen" 12 14 18
480 × 120 cm „für 14 Personen" 14 14 20

Die Angaben folgen keiner einheitlichen Breite. Der 280er erreicht seine zehn mit der Ausnahmebreite der DGUV, der 320er seine zwölf erst mit weniger als 65 Zentimetern je Person, der 480er seine vierzehn schon nach Regel. Der Hersteller eines Massivholztisches schreibt auf seiner Seite, bei Konferenztischen würden „häufig etwa 70 cm Platz pro Person angesetzt". WeberBÜRO empfiehlt 60 bis 80 Zentimeter.

Das zeigt, warum die Personenzahl kein Maß ist. Wer einen Tisch nach der Personenzahl im Titel kauft, kauft je nach Anbieter 60, 70 oder 80 Zentimeter je Person. Wer nach der Kante kauft, weiß, was er bekommt. Die Vergleiche dieses Clusters rechnen für jedes geprüfte Angebot nach, wie viele Personen es nach Regel trägt: für rechteckige und ovale Tische im Vergleich der Konferenztische für acht, für runde im Vergleich runder Besprechungstische und für klappbare im Vergleich der Klapptische für Besprechungen.

Tischlänge, Lautsprecher und Nachhall

Zwei Folgen der Tischgröße betreffen den Raum über die Fläche hinaus.

Die erste ist der Abstand zum Mikrofon. Ein Konferenzlautsprecher steht meist in der Tischmitte, und die äußersten Plätze sind bei einem 240 × 120 Zentimeter großen Tisch rund 1,2 Meter entfernt, bei einem Block mit 640 × 160 Zentimetern für 20 Personen 3,2 Meter. Ab einer bestimmten Entfernung nimmt das Mikrofon mehr Raumhall als Stimme auf. Wo diese Grenze liegt und warum sie mehr vom Raum als vom Gerät abhängt, rechnet der Ratgeber zur Reichweite eines Konferenzlautsprechers nach. Für lange Tische kann daraus ein zweites Mikrofon folgen.

Die zweite ist der Nachhall. Ein Besprechungsraum mit großem Tisch, glatten Wänden und Fenstern hallt, und Hall verschlechtert die Sprachverständlichkeit für die Anwesenden ebenso wie für die Teilnehmer einer Videokonferenz. Die Tischplatte selbst ist eine schallharte Fläche, die den Hall verstärkt. Wie viel Absorptionsfläche ein Raum braucht, um eine bestimmte Nachhallzeit zu erreichen, zeigt der Ratgeber zur Absorptionsfläche eines Büros.

Beide Folgen sprechen gegen Räume, die gerade so groß sind wie nötig, und gegen Tische, die länger sind als die Gruppe. Ein Raum mit 5,00 × 3,80 Metern für acht Personen ist nach der DGUV ausreichend. Akustisch und für die Luft ist er an der Grenze, und für eine Videokonferenz mit Kamera am Kopfende ist das Kopfende mit 80 Zentimetern Benutzerfläche knapp, weil dort auch der Bildschirm steht.

Durch Flur und Tür: wie lang eine Platte sein darf

Ein Maß bestimmt die Tischgröße, bevor der Raum es tut: der Weg hinein. Eine Platte mit 120 oder 130 Zentimetern Breite passt flach durch keine übliche Tür, sie wird hochkant getragen. Dann ist sie von oben gesehen ein dünner, langer Gegenstand, und die Frage lautet, ob er um die Ecke vom Flur in die Tür kommt.

Für einen dünnen Gegenstand, der waagerecht um eine rechtwinklige Ecke getragen wird, gibt es eine geschlossene Formel. Die größte Länge, die noch durchgeht, beträgt:

Länge = (Flurbreite^(2/3) + Türbreite^(2/3))^(3/2)

Flur Tür größte Länge, waagerecht getragen
1,00 m 0,90 m 2,69 m
1,00 m 1,00 m 2,83 m
1,20 m 0,90 m 2,96 m
1,20 m 1,00 m 3,11 m
1,50 m 0,90 m 3,36 m
1,50 m 1,00 m 3,51 m

Ein Flur mit der Mindestbreite von 1,00 Meter und eine Tür mit 0,90 Metern lassen eine 2,40 Meter lange Platte waagerecht passieren, eine 2,80 Meter lange nicht. Wer die Platte beim Drehen ankippt, gewinnt Länge, weil sie dann schräg im Raum steht; wie viel, hängt an Deckenhöhe und Plattenbreite, denn die hochkant getragene Platte braucht ihre 1,20 oder 1,30 Meter Höhe schon für sich.

Die Rechnung gilt für die Tür des Besprechungsraums ebenso wie für jede Ecke im Treppenhaus. Für einen Tisch mit 2,80 Metern oder mehr lohnt es, den Weg vom Eingang bis zum Raum vor der Bestellung abzugehen und an jeder Ecke Flur und Durchgang zu messen. Mehrteilige Platten oder Tische aus mehreren Elementen, wie die Trapeztische im Beispiel der DGUV, umgehen das Problem.

Sieben Planungsfehler im Besprechungsraum

Die folgenden Fehler kehren bei der Planung von Besprechungsräumen wieder. Jeder lässt sich mit einem Maß aus diesem Ratgeber vermeiden.

  1. Benutzerfläche vergessen. Der Tisch passt in den Raum, die Stühle nicht. Hinter jedem Platz braucht es 80 Zentimeter, bevor der Weg beginnt.
  2. Weg in der Benutzerfläche. Wer zum Fenster oder zur Tür will, muss hinter sitzenden Personen durch. Die DGUV verlangt, dass Verkehrswege Benutzerflächen nicht überlagern.
  3. Tür schwenkt in den Platz. Eine nach innen aufschlagende Tür braucht ihre Schwenkfläche. Reicht sie in eine Benutzerfläche, schlägt die Tür gegen eine Stuhllehne, und der Platz ist bei jeder Störung im Weg.
  4. Schrank mit Türen hinter einem Platz. In die Benutzerflächen von Besprechungsplätzen dürfen keine Funktionsflächen allgemein genutzter Schränke ragen. Ein Sideboard mit Flügeltüren hinter einem Stuhl ist deshalb nur zulässig, wenn die Türen nicht in die 80 Zentimeter schwenken.
  5. Wegbreite für fünf, Raum für acht. Ab sechs Personen gilt 1,00 Meter, nicht 0,90.
  6. Ausnahme auf Ausnahme. 700 Millimeter Breite und 1,20 Meter Tiefe sind einzeln zulässig, wenn wenig Arbeitsfläche gebraucht wird. Wer beides ausreizt und dann Laptops aufstellt, hat einen Raum für Kaffeerunden geplant.
  7. Luft vergessen. Ein fensterloser Raum ohne Lüftungsanlage erreicht mit acht Personen nach etwa elf Minuten 1.000 ppm. Kein Flächenmaß gleicht das aus.

Rechenweg in sechs Schritten

Für jeden Besprechungsraum lässt sich das Maß in sechs Schritten bestimmen.

  1. Personenzahl festlegen, nach der größten regelmäßigen Runde, nicht nach der seltenen Ausnahme.
  2. Tischmaß bestimmen: je Person 0,80 Meter Kante; bei 1,20 Metern Tiefe eine Person je Kopfende, bei 1,60 Metern zwei. Für acht: 240 × 120 oder 160 × 160 Zentimeter.
  3. Benutzerfläche addieren: 0,80 Meter hinter jedem Platz, ringsum.
  4. Weg festlegen: 1,00 Meter bis 20 Personen, 1,20 Meter darüber; an einer Längs- und einer Kopfseite als Minimum, ringsum für Räume mit wechselnden Teilnehmern.
  5. Raumhöhe prüfen: 2,50 Meter bis 50 Quadratmeter, 2,75 Meter darüber.
  6. Luft prüfen: 33 Kubikmeter Außenluft je Person und Stunde, über Fenster oder Anlage.

Wer einen bestehenden Raum prüft, geht die Schritte rückwärts: Raummaß minus 2,60 Meter je Richtung ergibt das größte Tischmaß, und das Tischmaß ergibt die Personenzahl.

Wer diese sechs Schritte durchrechnet, hat für acht Personen einen Raum von mindestens 5,00 × 3,80 Metern, eher 6,00 × 4,80 Metern, mit einem Fenster, das sich öffnen lässt, oder einer Lüftung, die 267 Kubikmeter je Stunde fördert. Das ist mehr, als die Faustregeln des Handels nahelegen. Es ist das, was die DGUV für einen Raum verlangt, in dem acht Personen eine Stunde lang arbeiten.

Häufige Fragen

Welche Maße hat ein Konferenztisch für 8 Personen?

Mindestens 240 × 120 cm: drei Plätze mit je 800 mm an jeder Längsseite, je einer an den Kopfenden, und 120 cm Tiefe, die Ausnahme der DGUV für zwei Reihen. Mit Regeltiefe von 160 cm reicht ein fast quadratischer Tisch mit 160 × 160 cm. Ovale Tische brauchen für acht Plätze mehr Länge, etwa 280 × 130 cm.

Wie groß muss ein Besprechungsraum für 8 Personen sein?

Für einen Tisch mit 240 × 120 cm mindestens 5,00 × 3,80 m, also 19 m². Das ergibt sich aus 80 cm Benutzerfläche hinter jedem Platz und einem Verkehrsweg von 1,00 m an einer Längs- und einer Kopfseite. Muss man hinter allen Plätzen vorbeigehen können, ohne andere aufstehen zu lassen, braucht es einen Weg ringsum: 6,00 × 4,80 m.

Wie viel Abstand braucht man hinter einem Konferenztisch?

Mindestens 80 cm Benutzerfläche hinter jedem Besprechungsplatz, so die DGUV Information 215-441. 60 cm reichen nur, wenn die Fläche von hinten frei zugänglich ist und der Beinraum 80 cm tief ist — das ist bei zweireihigen Tischen erst ab 1,60 m Tischtiefe der Fall. Dahinter kommt der Verkehrsweg, bis 20 Personen 1,00 m breit.

Wie viele Personen passen in einen Raum mit 20 m²?

Das hängt mehr an der Raumform als an der Fläche. Ein Raum mit 5,00 × 4,00 m nimmt einen Tisch mit 240 × 120 cm auf, also acht Personen nach DGUV. Ein Raum mit 4,50 × 4,50 m nimmt einen quadratischen Tisch mit 160 × 160 cm auf, ebenfalls acht Personen, mit Regeltiefe. Ein schmaler Raum mit 6,70 × 3,00 m dagegen keinen zweireihigen Tisch: Nach Benutzerflächen und Weg bleiben 40 cm Breite.

Welche Raumhöhe braucht ein Besprechungsraum?

Nach Tabelle 2 der DGUV Information 215-441 mindestens 2,50 m bei bis zu 50 m² Grundfläche, 2,75 m über 50 m² und 3,00 m über 100 m². Bei unbedenklicher Gefährdungsbeurteilung dürfen die Werte um 0,25 m sinken, aber nicht unter 2,50 m, sofern das Landesbaurecht nichts anderes vorsieht.

Wie oft muss ein Besprechungsraum gelüftet werden?

Nach dem IFA-Report zu Innenraumarbeitsplätzen gibt ein Mensch bei leichter Tätigkeit rund 20 Liter CO₂ pro Stunde ab. In einem 19-m²-Raum mit acht Personen steigt die Konzentration ohne Luftwechsel von 400 auf 1.000 ppm in rund elf Minuten. Ab 1.000 ppm soll gelüftet werden, ab 2.000 ppm muss es. Dauerhaft unter 1.000 ppm bleibt der Raum nur mit rund 33 m³ Außenluft je Person und Stunde.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Lena Moritz

Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Schreibt über Büromöbel, Ablagesysteme und Polstermöbel.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Einrichtungsprodukte, Möbel und Stauraum

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
18.10.2026
Geändert
18.10.2026
Geprüft
18.10.2026
Quellen
7

Änderungsverlauf

  • 18.10.2026 — Erstveröffentlichung.
  • 18.10.2026 — Raumrechnung für den Klapptisch mit 160 × 80 cm berichtigt: zwei Personen an der Längsseite, die Köpfe nur bei Eckbeinen; Verweis auf den Ratgeber zu Höhe und Beinfreiheit verlinkt.
  • 18.10.2026 — Verweis auf den Ratgeber zur Steckdose am Konferenztisch verlinkt.

Belege

  1. [1]DGUV Information 215-441: Büroraumplanung – Hilfen für das systematische Planen und Gestalten von Büros, Ausgabe März 2023Institution oder Normpublikationen.dguv.deSeite 8: Besprechungsplätze 800 mm Breite je Person (ausnahmsweise 700 mm), Tiefe 800 mm einseitig (ausnahmsweise 600 mm), bei zweiseitiger Bestuhlung verdoppelt; Bein- und Fußraum 800 mm tief, mindestens 600 mm; freie Beinraumbreite 600 mm; Arbeitsplätze 1,28 m², ungeteilt 800 x 800 mm. Seite 16 f.: Benutzerfläche an Besprechungsplätzen 800 mm, 600 mm bei rückseitig freier Zugänglichkeit und 800 mm Beinraumtiefe; Breite 800 mm, mindestens 700 mm; keine Überlagerung durch Verkehrswege oder Funktionsflächen allgemein genutzter Schränke; Rollstuhl 1500 x 1500 mm Bewegungsfläche, 1200 mm bei Unterfahrbarkeit. Seite 19, Tabelle 1: Verkehrswege bis 5 Personen 0,90 m (Türen 0,80 m), bis 20 Personen 1,00 m (0,90 m), bis 50 Personen 1,20 m (0,90 m); Bediengänge 600 mm. Seite 20: ASR V3a.2 Verkehrswege 1000 mm, Türen 900 mm. Seite 22, Tabelle 2: Raumhöhe; Luftraum 12 m³ sitzend, 10 m³ je zusätzlicher Person „dies gilt nicht für Schulungs- und Besprechungsräume". Abgerufen am 18.10.2026.
  2. [2]ASR A1.2 Raumabmessungen und Bewegungsflächen, Ausgabe September 2013, zuletzt geändert GMBl 2022, S. 241 (BAuA)Institution oder Normbaua.dePunkt 4 (4): Für Schulungs- und Besprechungsarbeitsplätze können abweichende Gestaltungen notwendig sein, festzulegen in der Gefährdungsbeurteilung. Punkt 5 (2): Bei der Grundfläche sind Mindestluftraum, Luftqualität nach ASR A3.6 und Akustik zu berücksichtigen. Punkt 5 (3): 8 m² für einen Arbeitsplatz plus 6 m² je weiteren. Punkt 7: Luftraum 12 m³ sitzend; 10 m³ je zusätzlicher Person „gilt nicht für … Schulungs- und Besprechungsräume". Abgerufen am 18.10.2026.
  3. [3]IFA-Report Innenraumarbeitsplätze, Kapitel 12.4.1 Kohlendioxid (DGUV)Institution oder Normdguv.de„Bei leichten Tätigkeiten beträgt die CO2-Abgabe des Menschen ungefähr 20 000 ml/h"; Gleichung x = n · m / (λ · V) + x außen mit 400 ml/m³ Außenluft; Beispiel 100 m³, zwei Personen, Luftwechsel 0,5 h⁻¹ → 1 200 ml/m³; Leitwerte unter 1 000 ppm unbedenklich, 1 000–2 000 ppm auffällig, über 2 000 ppm inakzeptabel. Abgerufen am 18.10.2026.
  4. [4]IFA (DGUV): Kohlendioxid an InnenraumarbeitsplätzenInstitution oder Normdguv.deBeurteilung nach ASR A3.6: „Bei Überschreitung der Momentankonzentration von 1000 ppm Kohlendioxid soll gelüftet werden. Bei Überschreitung eines Wertes von 2000 ppm muss gelüftet werden." Abgerufen am 18.10.2026.
  5. [5]WeberBÜRO: Konferenztische, Kategorieseite mit Häufigen FragenHerstellerangabeweberbuero.de„Planen Sie pro Person etwa 60-80 cm Tischlänge ein. Zudem sollten um den Tisch herum mindestens 80-100 cm Freiraum für Stühle und Bewegung bleiben." Abgerufen am 18.10.2026.
  6. [6]4bueromoebel.de: Konferenztische, ProduktlisteHändler- oder Marktdaten4bueromoebel.deProdukttitel „frezza Velvet Konferenztisch in 280x120 cm für 10 Personen", „in 320x120 cm für 12 Personen", „in 420/480x120 cm für 14 Personen". Abgerufen am 18.10.2026.
  7. [7]tischonkel.de: Konferenztisch für 12 PersonenHerstellerangabetischonkel.de„Als Orientierung werden bei Konferenztischen häufig etwa 70 cm Platz pro Person angesetzt". Abgerufen am 18.10.2026.

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