Ratgeber·Monitorarme

Monitorhalterung befestigen, und was der Tisch dafür hergeben muss

Matthias König, Fachredaktion Bürotechnik

Von Matthias KönigFachredaktion Bürotechnik

Zuletzt geprüft am 28. August 2026

11 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Sechs Befestigungsarten stehen zur Wahl, und jede hat genau eine harte Voraussetzung: Die Tischklemme braucht eine freie, tragfähige Kante mit passender Plattendicke. Die Tüllenmontage braucht ein Loch in der Platte. Die Durchschraubung braucht eines, das gebohrt werden darf. Die Systemschiene braucht eine Schiene. Der Standfuß braucht nur Fläche, gibt aber keine zurück. Die Wandmontage braucht eine tragfähige Wand. Welche Plattendicke die Klemme verträgt, nennen längst nicht alle Hersteller — von fünfzehn geprüften Armen neun.

Der Monitorarm ist gekauft, das Lochbild passt, das Gewicht stimmt, und dann greift die Klemme nicht, weil die Tischplatte fünf Millimeter zu dick ist. Das ist der dritte und letzte Blocker vor dem Kauf, und er ist der einzige, den man nicht am Bildschirm misst, sondern am Tisch.

Dieser Text geht die sechs Befestigungsarten durch, nennt für jede die eine Voraussetzung, an der sie scheitert, und zeigt, was bleibt, wenn keine davon passt.

Sechs Arten, einen Arm zu befestigen

Die Tischklemme. Eine Klaue, die von oben und unten um die Tischkante greift und mit einer Schraube verspannt wird. Sie ist die häufigste Bauart, weil sie ohne Loch und ohne Werkzeug am Tisch auskommt. Voraussetzung: eine freie, tragfähige Kante und eine Plattendicke innerhalb des Klemmbereichs.

Die C-Klemme. Dieselbe Idee mit einem C-förmigen Bügel statt einer Klaue, meist mit größerem Verstellweg und größerer Auflagefläche. In den Datenblättern werden beide Begriffe häufig synonym verwendet. Voraussetzung: dieselbe wie oben, oft mit etwas mehr Spielraum nach oben.

Die Durchtischbefestigung, auch Tüllen- oder Grommet-Montage. Ein Bolzen wird durch ein vorhandenes Kabelloch gesteckt und von unten mit einer großen Scheibe verspannt. Die Kraft geht senkrecht durch die Platte statt über die Kante. Voraussetzung: ein Loch in der Platte, meist ab 10 Millimeter Durchmesser, und freier Zugang von unten.

Die Durchschraubung. Die Basis wird fest mit der Platte verschraubt, durch eine eigene Bohrung. Das ist die stabilste Verbindung und die einzige, die sich nicht wieder spurlos lösen lässt. Voraussetzung: die Erlaubnis, in die Platte zu bohren, und die Bereitschaft, das Loch später sichtbar zu behalten.

Die Systemschiene. Eine Profilschiene an der Tischhinterkante, in die mehrere Arme, Ablagen oder Leuchten eingehängt werden. Verbreitet in Großraumbüros und Laborarbeitsplätzen, am privaten Schreibtisch selten. Voraussetzung: eine vorhandene oder nachrüstbare Schiene.

Der freistehende Standfuß. Eine beschwerte Bodenplatte, auf der der Arm sitzt. Kein Loch, keine Klemme, keine Kante. Voraussetzung: nur Fläche — allerdings genau die, die ein Monitorarm eigentlich freimachen soll.

Dazu kommt die Wandmontage, die den Tisch ganz umgeht. Sie steht weiter unten, weil sie eigene Regeln hat.

Die Plattendicke: was die Hersteller wirklich angeben

Der Klemmbereich ist die einzige Zahl, die vor dem Kauf feststeht und trotzdem oft fehlt. Wir haben für die drei Vergleiche in diesem Cluster fünfzehn Monitorarme erhoben und dabei mitgezählt, wer sie nennt.

Neun von fünfzehn geben einen Klemmbereich an. Sechs nicht.

Die genannten Bereiche liegen weit auseinander:

  • 10 bis 102 Millimeter — Amazon Basics Dual, der größte Bereich im Feld
  • 10 bis 90 Millimeter — BONTEC, für die Klemme; für die Tülle nur 10 bis 50. Derselbe Wert bei beiden BONTEC-Modellen im Feld, dem Einzel- und dem Doppelarm
  • 20 bis 90 Millimeter — HUANUO Titan
  • 15 bis 90 Millimeter — HUANUO FlowLift Pro, ausdrücklich nur für Holztische
  • 15 bis 80 Millimeter — acer, ausdrücklich nicht auf Glas oder Kunststoff
  • 10 bis 60 Millimeter — Ergotron LX Pro
  • 10 bis 50 Millimeter — PUTORSEN, für die Klemme; für die Tülle 10 bis 60
  • bis 45 Millimeter — HALTERUNGSPROFI, ohne genannte Untergrenze

Drei Beobachtungen dazu, die man aus einer einzelnen Produktseite nicht gewinnt:

Die Untergrenze liegt fast überall bei 10 Millimetern. Eine Platte, die dünner ist — manche Ikea-Tischplatten, viele Regalböden, die zweckentfremdet werden —, liegt außerhalb der Angabe. Die Klemme greift dann zwar, aber die Auflagefläche ist zu klein für die Kraft, die dahinter steht.

Die Obergrenze schwankt um mehr als das Doppelte. Zwischen 45 und 102 Millimetern liegen Welten: Eine 40 Millimeter starke Massivholzplatte passt an fast alles, eine 60er nur noch an die Hälfte des Feldes.

Klemme und Tülle haben unterschiedliche Bereiche, und nicht immer in derselben Richtung. Bei BONTEC ist der Klemmbereich mit 10 bis 90 fast doppelt so groß wie der Tüllenbereich mit 10 bis 50. Bei PUTORSEN ist es umgekehrt. Wer nur eine der beiden Zahlen liest, plant unter Umständen die falsche Montage.

So messen Sie richtig

Nicht an der dünnsten Stelle, sondern dort, wo die Klemme sitzen soll, also mittig hinter dem Sitzplatz.

Bei Platten mit Umleimer oder abgeschrägter Kante misst man die tragende Stärke, nicht die Kante. Eine Platte, die außen 18 Millimeter misst und innen 25 hat, ist eine 25er.

Bei Wabenplatten — außen zwei dünne Deckschichten, innen Pappwabe, typisch für leichte Bürotische — ist die Gesamtdicke die falsche Zahl. Was trägt, sind die Deckschichten, und die sind wenige Millimeter stark. Solche Platten sind für Klemmen ungeeignet, unabhängig davon, was das Maßband sagt.

Was die Klemme mit der Platte macht

Ein Monitorarm belastet die Tischplatte nicht mit dem Gewicht des Bildschirms, sondern mit einem Vielfachen davon. Der Grund ist der Hebel: Ein Panel, das 40 Zentimeter vor der Basis hängt, zieht an der Klemme mit dem Vier- bis Fünffachen seiner Masse nach unten und vorn.

Diese Kraft verteilt sich auf wenige Quadratzentimeter. Bei einer massiven Platte ist das unkritisch. Bei einer beschichteten Spanplatte von 18 Millimetern und einem schweren Bildschirm ist die Platte das schwächste Glied der ganzen Konstruktion — nicht die Klemme, nicht der Arm.

Deshalb legen einige Hersteller eine Verstärkungsplatte bei, ein flaches Stahlblech, das unter die Klemme kommt und die Kraft auf eine größere Fläche verteilt. PUTORSEN nennt sie beim Schwerlastmodell für 17 bis 57 Zoll ausdrücklich im Lieferumfang — bezeichnenderweise bei dem Arm mit der höchsten Traglast im Sortiment. Sie liegt oft zusammen mit den Distanzhülsen in einer Tüte, die beim Aufbau ungeöffnet bleibt — bei einem schweren Panel gehört sie zur Montage.

Wo ein Kabelloch vorhanden ist, ist die Tüllenmontage die stabilere Wahl. Sie zieht senkrecht durch die Platte, statt sie über die Kante zu biegen, und die Gegenscheibe unten hat eine deutlich größere Auflage als eine Klemmbacke.

Rahmenlose, sehr dicke und sehr dünne Platten

Rahmenlose Platten, also solche ohne umlaufende Zarge, die frei auf dem Gestell liegen, sind der Normalfall am Schreibtisch und für Klemmen unkritisch, solange die Dicke stimmt.

Sehr dicke Platten ab etwa 50 Millimetern, wie sie bei Massivholztischen vorkommen, schließen einen Teil des Marktes aus. Hier lohnt sich der Blick in die Angabe vor der Auswahl des Arms, nicht danach.

Sehr dünne Platten unter 10 Millimetern liegen unterhalb fast aller genannten Bereiche. Der Ausweg ist ein untergelegtes Hartholzbrett, das die Auflage vergrößert und die Dicke in den zulässigen Bereich bringt — eine Behelfslösung, die funktioniert, aber nichts ist, was ein Hersteller freigibt.

Was unter der Platte liegt, zählt mit. Eine Schublade, ein Kabelkanal, eine Querstrebe des Gestells oder die Rückwand eines Sideboards kann genau die Stelle blockieren, an der die Klemme greifen müsste. Das prüft man am besten, bevor der Arm da ist: Wo genau soll er stehen, und ist dort unter der Platte Bewegungsfreiheit für die untere Klemmbacke?

Glas, Kunststoff und beschichtete Oberflächen

Hier sind die Hersteller ungewöhnlich deutlich. Von den geprüften Armen nennen acer ausdrücklich, dass Glas- und Kunststoffoberflächen nicht geeignet sind, und HUANUO gibt für den FlowLift Pro Holztische als einzige freigegebene Bauart an: „Montieren Sie die Halterung nur an 15–90 mm dicken Holztischen; andere Tischarten werden nicht empfohlen."

Der Grund ist nicht die Tragfähigkeit im Ganzen, sondern die Punktlast. Glas hält erhebliche flächige Lasten aus und ist gleichzeitig empfindlich gegen örtliche Belastung an einer Kante — genau dort greift eine Klemme. Ein Haarriss, der beim Anziehen entsteht, wächst über Wochen weiter.

Für Glasplatten bleiben damit zwei Wege: der freistehende Standfuß oder die Wandmontage. Klemme, Tülle und Durchschraubung scheiden aus.

Bei beschichteten Spanplatten ist die Beschichtung selbst kein Problem; sie kann aber unter der Klemmbacke Druckstellen bekommen. Ein Stück Filz oder die mitgelieferte Gummiauflage verhindert das, ohne die Klemmwirkung zu verringern.

Kabelführung: der Weg, den niemand einplant

Ein Monitorarm macht den Tisch frei und legt dabei ein Problem offen, das der Standfuß versteckt hatte: Die Kabel hängen jetzt in der Luft.

Fast alle Arme haben eine Kabelführung — Clips, eine Nut im Armprofil oder eine aufsteckbare Abdeckung. Sie führt die Kabel vom VESA-Kopf bis zur Basis. Drei Dinge werden dabei regelmäßig unterschätzt:

Die Kabel müssen der Bewegung folgen. Ein Arm, der 50 Zentimeter Auszug hat, verlangt dieselbe Reserve am Kabel, und zwar als Schlaufe, nicht als Spannung. Wer die Kabel im eingefahrenen Zustand stramm verlegt, zieht beim ersten Herausziehen am Stecker.

Die Nut ist enger, als sie aussieht. Ein Displayport-Kabel mit Rastnase und ein Stromkabel mit dickem Mantel passen oft nicht gemeinsam in dieselbe Führung. Flache Kabel oder solche mit dünnem Mantel lösen das; sie gehören zur Planung wie der Arm selbst.

Die Durchführung durch die Platte ist ein eigener Weg. Wo der Arm per Tülle montiert ist, sitzt im Loch bereits der Bolzen — die Kabel müssen daneben passen oder ein zweites Loch nutzen. Das ist der häufigste Grund, warum eine Tüllenmontage am Ende doch zur Klemme wird.

Wenn nichts passt: der Standfuß

Bleibt keine der fünf tischgebundenen Arten — Glasplatte, Wabenplatte, kein freier Rand, keine Bohrerlaubnis —, ist der freistehende Standfuß die ehrliche Antwort. Er ist keine schlechtere Konstruktion, sondern eine mit einem anderen Tauschgeschäft.

Was er kann: Höhe, Neigung und Auszug wie jeder andere Arm, ohne Eingriff am Tisch, jederzeit umstellbar, und er funktioniert auf jeder Oberfläche.

Was er kostet: die Fläche, die er belegt. Eine beschwerte Bodenplatte misst typischerweise 25 bis 35 Zentimeter im Quadrat und wiegt mehrere Kilogramm — genau der Platz, den ein Arm eigentlich zurückgeben sollte. Und er bringt zusätzliches Gewicht auf die Platte statt es an die Kante zu leiten, was bei einer dünnen Platte nicht besser ist, sondern nur anders.

Für einen Bildschirm bis etwa 27 Zoll auf einem Glastisch ist er die naheliegende Lösung. Für ein schweres Panel ist er es selten: Die Bodenplatte muss dann so schwer werden, dass sie den Vorteil auffrisst.

Mietwohnung: ohne Bohren

Das ist der häufigste Sonderfall, und die Antwort ist einfacher, als die Suchanfrage vermuten lässt: Die Tischklemme braucht ohnehin kein Loch. Sie ist bei allen fünfzehn geprüften Armen die Standardmontage, und sie greift ausschließlich von außen um die Platte.

Ohne Bohren geht also praktisch jeder Monitorarm — solange die Platte in den Klemmbereich fällt und eine freie Kante hat.

Ein Loch braucht nur, wer die Tüllenmontage nutzen will und noch keine Kabeldurchführung hat, oder wer die Basis durchschrauben will. Beides ist am gemieteten Tisch selten nötig.

Für die Wand gilt das nicht. Dort wird gebohrt, und das ist in der Regel zustimmungspflichtig. Dübellöcher gelten allerdings als vertragsgemäßer Gebrauch, solange sie in vertretbarer Zahl bleiben und beim Auszug fachgerecht verschlossen werden.

Höhenverstellbare Tische

Ein Steh-Sitz-Tisch ist für einen Monitorarm eher einfacher als schwieriger. Das Gestell trägt reichlich. FlexiSpot gibt für sein Gestell E7 Plus 200 Kilogramm an; das Gewicht eines Arms samt Bildschirmen fällt daneben nicht ins Gewicht.

Zwei Dinge sind trotzdem zu prüfen:

Wo verläuft der Rahmen? Unter der Platte liegen bei höhenverstellbaren Tischen Traversen, Motoren und oft eine Steuerungsbox. Die Klemme braucht eine Stelle, an der von unten nichts im Weg ist. Bei vielen Gestellen ist das die Mitte der Hinterkante — genau dort, wo man den Arm haben will.

Reichen die Kabel über den ganzen Hub? Der Tisch fährt 60 bis 65 Zentimeter, und die Kabel müssen das mitmachen: Strom, Bildsignal, USB. Ein Kabel, das im Sitzen locker liegt, kann im Stehen stramm ziehen und im ungünstigen Fall den Stecker aus dem Monitor hebeln. Eine Kabelschlaufe oder eine Kabelkette am Gestell löst das; die Kabelführung im Arm allein reicht dafür nicht.

Wandmontage und der Dübel, der zählt

Die Wandmontage nimmt den Tisch aus der Rechnung, und ersetzt sein Problem durch ein anderes.

Ein Monitorarm an der Wand hängt nicht einfach dran, er hebelt. Der Bildschirm steht 40 bis 60 Zentimeter vor der Wand; die obere Befestigungsreihe wird dadurch auf Zug belastet, die untere auf Druck. Genau diese Zugkraft ist das, woran Dübel scheitern.

In Beton oder Vollziegel ist das unkritisch: Ein passender Spreizdübel in der richtigen Größe trägt ein Vielfaches dessen, was ein Monitorarm erzeugt.

In einer Rigips- oder Ständerwand wird es zur Rechenaufgabe. fischer nennt für seinen DuoTec je nach Material und Plattenstärke eine empfohlene Tragfähigkeit von 20 bis 51 Kilogramm und verweist für die genauen Werte auf die Lastentabellen der einzelnen Produkte. Diese Zahlen gelten für Zug senkrecht zur Wand — die Hebelwirkung eines ausgefahrenen Arms kommt oben drauf.

Die belastbare Lösung in solchen Wänden ist deshalb nicht der stärkere Hohlraumdübel, sondern das Ständerwerk: In den Metall- oder Holzprofilen hinter der Beplankung sitzt eine Befestigung, die sich nicht auf die Gipsplatte verlässt. Wo die Profile liegen, findet ein einfacher Leitungssucher — und wo sie nicht dort liegen, wo der Arm hin soll, hilft eine untergelegte Montageplatte, die über zwei Profile spannt.

In Porenbeton gehören spezielle Dübel dazu; normale Spreizdübel reißen dort aus.

Was Sie vor dem Kauf messen

Drei Zahlen, alle in fünf Minuten zu haben:

  1. Die Plattendicke an der Stelle, wo die Klemme sitzen soll — die tragende Stärke, nicht die Kante.
  2. Der freie Platz unter der Platte an derselben Stelle: mindestens ein paar Zentimeter für die untere Klemmbacke, ohne Schublade, Strebe oder Kabelkanal.
  3. Der Durchmesser einer vorhandenen Kabeldurchführung, falls Sie die Tüllenmontage erwägen — die meisten Bolzen brauchen ab etwa 10 Millimeter.

Passt eine dieser drei Zahlen nicht, ist das kein Grund, den Arm aufzugeben, sondern der Hinweis, welche der sechs Befestigungsarten die richtige ist. Wie der Bildschirm danach eingestellt gehört, steht im Ratgeber zu Monitorhöhe und Sehabstand.

Welche Klemmbereiche die Modelle im Einzelnen angeben, steht in den Tabellen der Vergleiche zu Einzelarmen bis 27 Zoll, Doppelarmen und Schwerlastarmen. Ob die Halterung überhaupt an Ihren Bildschirm passt, klärt vorher der Ratgeber zur VESA-Norm.

Häufige Fragen

Wie dick darf meine Tischplatte für eine Monitorhalterung sein?

Das hängt vom Arm ab und steht — wenn überhaupt — in dessen Angabe. Unter den fünfzehn Armen, die wir für die drei Vergleiche erhoben haben, reichen die genannten Bereiche von „bis 45 mm" bis „10 bis 102 mm". Die Untergrenze liegt fast überall bei 10 Millimetern, bei zwei Modellen bei 15 und bei einem bei 20. Sechs Hersteller nennen gar keinen Wert.

Geht ein Monitorarm auch ohne Bohren?

Ja, mit der Tischklemme. Sie greift von außen um die Platte und braucht kein Loch. Wo bereits eine Kabeldurchführung vorhanden ist, geht auch die Tüllenmontage ohne neue Bohrung. Ohne beides bleibt der freistehende Standfuß, der allerdings genau die Tischfläche belegt, die ein Arm freimachen soll.

Hält eine Klemme auf einer Glasplatte?

Die Hersteller schließen es überwiegend aus. Von den geprüften Armen nennen zwei ausdrücklich, dass Glas und Kunststoff nicht zulässig sind; ein weiterer gibt Holztische als einzige freigegebene Bauart an. Der Grund ist die Punktlast: Glas ist druckfest, aber empfindlich gegen örtliche Belastung an einer Kante. Für Glasplatten bleiben Standfuß und Wandmontage.

Was ist der Unterschied zwischen Tülle und Durchschraubung?

Die Tüllenmontage nutzt ein vorhandenes Kabelloch: Ein Bolzen wird hindurchgesteckt und von unten mit einer großen Scheibe verspannt. Die Durchschraubung braucht eine eigene, meist kleinere Bohrung und verschraubt die Basis fest mit der Platte. Beide leiten die Kraft senkrecht durch die Platte statt über die Kante; deshalb sind sie bei schweren Bildschirmen die stabilere Wahl.

Kann ich einen Monitorarm an einen höhenverstellbaren Tisch klemmen?

In der Regel ja. Zwei Dinge sind zu prüfen: Die Klemme darf nicht dort sitzen, wo unter der Platte der Rahmen oder ein Motor verläuft, und die Kabel brauchen genug Länge und Schlaufe für den gesamten Hub. Die Traglast des Gestells ist selten das Problem — FlexiSpot gibt für sein Gestell E7 Plus 200 Kilogramm an.

Welcher Dübel trägt einen Monitorarm an einer Rigipswand?

Ein Hohlraumdübel, und auch der nur mit Vorbehalt. fischer nennt für seinen DuoTec je nach Material und Plattenstärke eine empfohlene Tragfähigkeit von 20 bis 51 Kilogramm. Das klingt reichlich, gilt aber für Zug senkrecht zur Wand. Ein Monitorarm zieht am oberen Befestigungspunkt zusätzlich heraus, weil der Bildschirm weit vor der Wand hängt. Wo das Ständerwerk erreichbar ist, wird dort befestigt.

Beschädigt eine Tischklemme die Platte?

Sie kann Druckstellen hinterlassen, und zwar dort, wo die Auflage klein und die Platte weich ist — furnierte Spanplatten, Massivholz mit Ölfinish, lackierte Oberflächen. Die meisten Arme liefern Gummi- oder Schaumauflagen mit; wo sie fehlen, tut ein Stück Filz denselben Dienst. Bei schweren Bildschirmen verteilt eine dünne Metall- oder Hartholzplatte unter der Klemme die Last auf mehr Fläche. Sichtbar wird der Abdruck ohnehin erst, wenn der Arm wieder abgebaut wird.

Wie fest muss die Klemme angezogen werden?

So fest, dass sich die Klemme unter Handkraft nicht mehr verschieben lässt — nicht fester. Spanplatte ist ein Werkstoff, der unter dauerhaftem Punktdruck nachgibt; wer mit Werkzeug nachzieht, drückt die Deckschicht ein, und die Verbindung wird dadurch nicht sicherer, sondern lockerer, sobald sich das Material gesetzt hat. Nach ein paar Tagen einmal nachfassen ist sinnvoll, weil sich jede Klemmung anfangs etwas setzt.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Matthias König, Fachredaktion Bürotechnik

Matthias König

Fachredaktion Bürotechnik

Schreibt über Monitorarme, Konferenzaudio und Dokumentenkameras.

Technik-Redakteur mit Schwerpunkt Consumer Electronics und Audio

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
28.08.2026
Geändert
28.08.2026
Geprüft
28.08.2026
Quellen
8

Änderungsverlauf

  • 28.08.2026 — Erstveröffentlichung. Befestigungsarten gegen Herstellerangaben geprüft, Klemmbereiche aus den fünfzehn Modellen der drei Vergleiche ausgewertet.

Belege

  1. [1]Befestigungsmöglichkeiten von Monitorhalterungen an SchreibtischenHerstellerangabemonitorhalterung.deÜbersicht der Befestigungsarten: Tischklemme, C-Klemme, Durchtischbefestigung, Durchschraubung, Systemschiene und Standfuß, jeweils mit der Voraussetzung am Tisch. Abgerufen am 28.08.2026.
  2. [2]fischer Dübelratgeber: Befestigungen in Gipskarton und GipsfaserplattenHerstellerangabefischer.deNennt für den DuoTec je nach Material und Plattendicke eine empfohlene Tragfähigkeit von 20 bis 51 kg und verweist für die genauen Werte auf die Lastentabellen der einzelnen Produkte. Abgerufen am 28.08.2026.
  3. [3]FlexiSpot E7 Plus, höhenverstellbares TischgestellHerstellerangabeflexispot.deGestell mit 200 kg angegebener Traglast — Beleg dafür, dass bei höhenverstellbaren Tischen nicht das Gestell, sondern die Platte die Grenze setzt. Abgerufen am 28.08.2026.
  4. [4]HUANUO FlowLift Pro Doppelarm, Angebotsseite mit HerstellerangabenHändler- oder Marktdatenamazon.deKlemmbereich 15–90 mm und die ausdrückliche Einschränkung auf Holztische: „Montieren Sie die Halterung nur an 15–90 mm dicken Holztischen; andere Tischarten werden nicht empfohlen." Abgerufen am 28.08.2026.
  5. [5]acer Dual Monitor Arm ACER-MS201, Datenblattwerte beim FachhändlerHändler- oder Marktdatenbestbuy.comPlattendicke 0,59–3,15 Zoll (15–80 mm), nicht geeignet für Glas- oder Kunststoffoberflächen. Abgerufen am 28.08.2026.
  6. [6]PUTORSEN 17-57 Zoll Monitorhalterung, Angebotsseite mit HerstellerangabenHändler- oder Marktdatenamazon.deNennt eine zusätzliche Stahl-Verstärkungsplatte im Lieferumfang sowie C-Klemme für 10–45 mm und Durchbohrungsmontage für 10–40 mm. Abgerufen am 28.08.2026.
  7. [7]Amazon Basics Dual-Monitorarm, Angebotsseite mit HerstellerangabenHändler- oder Marktdatenamazon.deMit 1,0 bis 10,2 cm der größte Klemmbereich unter den geprüften Armen. Abgerufen am 28.08.2026.
  8. [8]KomNet-Auskunft der Arbeitsschutzverwaltung NRW, Dialog 6592: Sehabstand am BildschirmarbeitsplatzInstitution oder Normkomnet.nrw.deSehabstand mindestens 500 mm, bis 800 mm bei großen Anzeigeflächen.

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