Übersicht·Aktenschränke

Drei Zahlen zum Aktenschrank, die kein Angebot nennt

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Von Lena MoritzFachredaktion Möbel und Einrichtung

Zuletzt geprüft am 29. August 2026

8 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Aktenschränke sind die Produktgruppe, in der **nichts belegt ist und alles nachrechenbar**. Es gibt eine Norm — **EN 16121**, seit 2023 anstelle der zurückgezogenen EN-14073-Reihe —, aber von siebzehn Angeboten in unseren drei Vergleichen nennt **keines** sie, keines ein GS-Zeichen und keines das Gütezeichen RAL-GZ 430/8. Dafür lassen sich drei Zahlen selbst bestimmen. **Erstens die Kippregel:** Ein Schrank mit Flügeltüren gilt der Unfallversicherung als standsicher, wenn die oberste Ablage höchstens das **Vierfache der Sockeltiefe** über dem Boden liegt — bei 40 cm Tiefe also 160 cm. **Zweitens die Ordnerrechnung:** Höhe geteilt durch Fächer, und ein A4-Ordner braucht **32 cm**, mit Griffraum eher 36. **Drittens die Fachbodenlast:** EN 16121 setzt **1,0 kg/dm²** an, macht 32 kg auf einem Boden von 80 × 40 cm — genau so viel, wie eine volle Ordnerreihe wiegt. Bei Schubladenschränken kommt eine vierte Frage dazu: **Auszugssperre ja oder nein.** Drei von sechs nennen eine.

Es gibt Produktgruppen, in denen die wichtigste Eigenschaft im Angebot steht. Bei einem Tresor ist es der Widerstandsgrad, und man kann ihn in einem öffentlichen Verzeichnis nachschlagen. Bei einem Aktenschrank steht sie nicht da. Nicht bei einem von siebzehn.

Das klingt schlechter, als es ist. Denn dieselbe Produktgruppe hat eine Eigenschaft, die kaum eine andere hat: Was fehlt, lässt sich ausrechnen. Drei Zahlen, ein Zollstock, zwei Minuten.

Tiefe mal vier, Höhe durch Fächer, Fläche mal ein Kilo

Erstens: Tiefe mal vier. Der DGUV Grundsatz 315-410 nennt einen Schrank mit Flügeltüren standsicher, wenn „die Höhe der obersten Ablage über der Standfläche nicht mehr als das Vierfache der Sockel-/Gestelltiefe beträgt". Für Regale und Schiebetürenschränke gilt das Fünffache. Bei 40 Zentimetern Tiefe ist der Grenzwert also 160 Zentimeter — und der ist nicht die Gesamthöhe des Schranks, sondern die des obersten Fachbodens. Wird er überschritten, verlangt dasselbe Papier eine „standsichere Verbindung der Schränke miteinander oder mit Bauwerksteilen". Auf Deutsch: verankern.

Zweitens: Höhe durch Fächer. Ein A4-Ordner ist 32 Zentimeter hoch. Damit er sich auch herausziehen lässt, braucht er Griffraum, weshalb ein Teil des Fachhandels mit 36 Zentimetern je Ordnerhöhe rechnet. Wer eine Fachhöhe unter 32 errechnet, hat einen Schrank vor sich, in den weniger Ordnerreihen passen, als Fächer verbaut sind.

Drittens: Fläche mal ein Kilo. Die Flächenlast, gegen die EN 16121 Regale für Büro und Bibliothek prüfen lässt, beträgt 1,0 kg/dm². Auf einen Boden von 80 × 40 Zentimetern gerechnet — 32 Quadratdezimeter — sind das 32 Kilogramm. Das ist keine Verbotsgrenze, sondern die Annahme, gegen die geprüft wird. Und sie ist knapper, als sie aussieht: Zehn volle Breitordner nebeneinander wiegen allein an Papier schon rund 30 Kilogramm.

Bei Schubladenschränken kommt eine vierte Frage dazu, und sie lässt sich nicht rechnen, nur lesen: Auszugssperre ja oder nein. Die DGUV Information 215-410 verlangt Standsicherheit „im ungünstigsten Fall, das heißt nur alle gleichzeitig herausziehbaren Elemente sind belastet". Eine Sperre sorgt dafür, dass dieser Fall gar nicht eintreten kann.

Was siebzehn Aktenschränke tatsächlich ausweisen

Sechs hohe Flügeltürschränke, sechs Hängeregisterschränke, fünf niedrige Schränke fürs Homeoffice: Siebzehn Angebote, jedes gegen die eigenen Angaben gehalten.

Frage im Angebot
Eine Norm genannt (EN 16121 oder EN 14073) 0 von 17
GS-Zeichen oder RAL-GZ 430/8 genannt 0 von 17
Eine Ordnerhöhe genannt 0 von 17
Eine Tragfähigkeit beziffert 5 von 17
Gewicht des Schranks genannt 14 von 17
Kippschutz beiliegend oder genannt 8 von 17
Auszugssperre genannt (von 6 Schubladenschränken) 3 von 6
Vierfach-Regel eingehalten (von 6 Flügeltürschränken) 6 von 6

Vier Befunde stechen heraus.

Die Norm fehlt vollständig. Nicht selten, nicht meistens — vollständig. Wir haben die Angebotstexte zusätzlich nach den Ziffernfolgen durchsucht; die wenigen Treffer waren Bestandteile von Bestellnummern, keine Normverweise.

Und das hat einen erkennbaren Grund. Im Nachbarsegment dieses Portals, bei den Waffenschränken, nennen fünf von sechs Angeboten eine Zertifizierungsstelle. Dort schreibt § 13 Absatz 10 AWaffV die Konformitätsbewertung durch eine akkreditierte Stelle vor. Für Büroschränke gibt es keine solche Pflicht. Dieselben Händler, dieselbe Plattform, oft dieselben Hersteller, und sobald keine Verordnung eine Angabe verlangt, steht sie nicht mehr da. Das ist der aufschlussreichste Befund dieses Clusters, und er sagt mehr über den Markt als über die Schränke.

Die Vierfach-Regel halten trotzdem alle ein. Alle sechs hohen Flügeltürschränke bleiben unter ihrem Grenzwert. Der knappste mit vier Zentimetern Abstand: 195 Zentimeter Höhe auf fünf Fächern setzen die oberste Ablage bei 156 Zentimetern an, erlaubt sind bei 40 Zentimetern Tiefe 160. Die Bauform stimmt also. Belegt wird sie nur nirgends.

Die Tragfähigkeit fehlt dort am häufigsten, wo sie am meisten trüge. Vier der fünf Angaben stehen bei den niedrigen Homeoffice-Schränken. Bei den sechs Hängeregisterschränken nennt keines eine Zahl — obwohl dort das Gewicht in der ausgezogenen Schublade hängt statt auf einem Boden zu liegen.

Der Nachtrag, der die Tabelle relativiert

Die Spalte oben heißt „im Angebot", und das ist wörtlich zu nehmen. Als wir zu jedem Modell die Seite des Herstellers aufgesucht haben, kam eine zweite Spalte zusammen — mit genau den Angaben, die oben fehlen:

Merkmal im Angebot beim Hersteller
Tragfähigkeit je Boden oder Schublade 5 von 17 fünf weitere: 45 bis 60 kg
Prüfzeichen 0 von 17 BISLEY DF4: „TÜV/GS zertifiziert"
Kippschutz beim BISLEY DF4 keine Angabe „Anti-Kipp-Funktion"
Auszugstyp beim BISLEY Light keine Angabe „Vollauszug (100%)"
Schubladenzahl beim Jan Nowak V003 3 und 5 eindeutig 3

Die Angaben existieren also. Sie kommen nur nicht an. Fünf Herstellerseiten nennen eine Tragfähigkeit zwischen 45 und 60 Kilogramm, eine nennt sogar ein Prüfzeichen — und keine einzige dieser Zahlen hat den Weg auf die Kaufseite gefunden. Bei vier Modellen weicht sogar das Eigengewicht zwischen Hersteller und Angebot ab, beim BISLEY DF4 um mehr als acht Kilogramm.

Zwei Schlüsse daraus, und beide sind praktisch:

Erstens: Bei einem Markengerät lohnt der Blick auf die Herstellerseite fast immer. Was im Angebot fehlt, ist dort oft zwei Klicks entfernt zu finden, und es ist die verlässlichere Quelle, weil sie vom Unternehmen stammt, das den Schrank baut.

Zweitens: Wer nur nach dem Angebotstext geht, unterschätzt die Markengeräte systematisch. Denn genau die haben eine Herstellerseite, auf der etwas steht. Die Plattformmarken in diesem Feld haben keine — und bei ihnen bleibt es tatsächlich bei dem, was in der ersten Tabelle steht.

Fächer, Schubladen, Sideboard

Abschließbare Aktenschränke aus Stahl

Das Massensegment: hohe Flügeltürschränke, 170 bis 195 Zentimeter, vier bis fünf Fächer. Hier entscheidet die Kippfrage, und der Vergleich rechnet die Vierfach-Regel für jedes der sechs Modelle durch — Sockeltiefe, Grenzwert, tatsächliche Höhe der obersten Ablage. Dazu Kippschutz, Schloss und die Frage, was ein Drehstangenverschluss gegenüber einem einfachen Zylinderschloss tatsächlich bringt.

Hängeregistraturschränke

Schubladenschränke für Hängemappen, vom Rollcontainer bis zum vierschubigen Stahlkorpus. Hier ist die Auszugssperre kein Komfortmerkmal, sondern das Bauteil, an dem die Standsicherheit hängt — drei von sechs nennen eine. Dazu Vollauszug gegen Teilauszug, Mappenformat und die Frage, ob die Mappenreihen in die Tiefe oder über die Breite laufen sollen: 62 Zentimeter Stellfläche und mehr Kapazität gegen 40 Zentimeter und weniger.

Aktenschränke fürs Homeoffice

Niedrige Schränke und Sideboards bis rund 140 Zentimeter, bei denen die Kippfrage entschärft ist. Dafür entscheidet die Ordnerrechnung, und sie geht bei drei von fünf Modellen nicht auf: Drei Fächer auf 90 Zentimetern Höhe sind rechnerisch 30 Zentimeter je Fach, ein Ordner braucht 32. Die Böden sind bei allen verstellbar, das ist also kein Baufehler. Nur eben etwas, das man vor dem Kauf wissen will.

Wo diese Zahlen herkommen

EN 16121 und die Vierfach-Regel — welche Norm heute gilt, was 2023 gewechselt hat und warum die Unfallversicherung in zwei ihrer eigenen Papiere auf zwei verschiedene Normstände verweist. Dazu das Gütezeichen „Das Goldene M" und was es über die Norm hinaus verlangt.

Aktenschrank kippsicher aufstellen — die Regel zum Nachmessen, die drei zugelassenen Wege der Sicherung, die Traglasten, die eine Gipskartonwand tatsächlich hergibt, und warum von unten nach oben einzuräumen die einzige Maßnahme ist, die nichts kostet.

Ordnerhöhen und Fachbodenlast. Die Maßlehre des Segments: was ein Ordner misst, warum dieselbe Quelle einmal 320 und einmal 360 Millimeter für eine Ordnerhöhe angibt, was ein Fachboden tragen soll und was eine volle Ordnerreihe wirklich wiegt.

Was ein Aktenschrank nicht ist

Ein abschließbarer Stahlschrank hält Papier in Ordnung, trocken und vor Blicken verborgen. Er ist kein Wertschutzschrank. Der Unterschied ist keine Frage der Blechstärke, sondern der Nachweisbarkeit: Wertschutzschränke sind nach EN 1143-1 oder EN 14450 klassifiziert, von ECB·S oder VdS zertifiziert und in öffentlichen Verzeichnissen nachschlagbar. Aktenschränke sind das nicht — keiner von siebzehn, und keiner behauptet es.

Wer Bargeld, Schmuck oder Waffen unterbringen will, ist deshalb im Bereich Wertschutzschränke richtig, nicht hier. Wer Ordner unterbringen will, ist hier richtig — und braucht dafür keinen Tresor.

Vom Inhalt zur Bauform

  1. Bauform nach Inhalt wählen. Ordner stehen in Fächern, Hängemappen hängen in Schubladen. Wer beides hat, braucht beides oder einen Kombischrank.
  2. Höhe durch Fächer teilen und mit 32 Zentimetern vergleichen — 36, wenn es bequem sein soll. Die Angabe „drei Fächer" sagt für sich genommen nichts, und die Fachbodenlast, wo keine dasteht, ergibt sich aus Fläche in Quadratdezimetern mal 1,0 Kilogramm.
  3. Tiefe mal vier rechnen. Liegt die oberste Ablage darüber, ist Verankern nicht optional, sondern die Bedingung, unter der die Bauform als standsicher gilt. Eingeräumt wird anschließend von unten nach oben.
  4. Bei Schubladen nach der Auszugssperre suchen. Steht sie nicht im Text, ist sie meist nicht verbaut, und der Kippschutz an der Wand ist die Ersatzlösung, die erst nach dem Bohren wirkt.

Was wir tun, wenn nichts dasteht

Wir kaufen die Schränke nicht und prüfen sie nicht im Labor. Was wir tun, ist etwas anderes und bei dieser Produktgruppe brauchbarer: Wir rechnen die Regeln der Unfallversicherung und der Norm gegen die Maße, die die Hersteller selbst angeben, und schreiben auf, wo eine Angabe fehlt, wo zwei sich widersprechen und wo eine Zahl etwas anderes bedeutet, als sie verspricht. Das ist eine Plausibilitätsprüfung, keine Prüfung nach Norm — und über die Standsicherheit eines konkreten Exemplars sagt sie nichts aus.

Beträge stehen auf keiner unserer Seiten; an ihrer Stelle steht ein Marktsegment. Fremde Bewertungszahlen führen wir mit Abrufdatum — als Signal, nicht als Rangfolge. Wo wir etwas nicht klären konnten, steht das im Text.

Und wo eine Angabe fehlt, schreiben wir „fehlt" — nicht „vermutlich vorhanden". In diesem Cluster war das die häufigste Zeile.

Häufige Fragen

Welche Norm gilt für Aktenschränke?

EN 16121 in der Fassung von 2023, in Deutschland DIN EN 16121:2024, zusammen mit den Prüfverfahren in EN 16122. Sie hat EN 14073-2, EN 14073-3 und EN 14074 ersetzt; DIN EN 14073-2 ist beim Normherausgeber als zurückgezogen geführt. In keinem der siebzehn Angebote unserer Vergleiche wird eine der beiden Nummern genannt.

Woran erkenne ich, ob ein Schrank kippsicher ist?

Am Zollstock. Der DGUV Grundsatz 315-410 nennt einen Schrank mit Flügeltüren standsicher, wenn die Höhe der obersten Ablage über der Standfläche höchstens das Vierfache der Sockel- oder Gestelltiefe beträgt; bei Regalen und Schiebetüren gilt das Fünffache. Bei 40 Zentimetern Tiefe sind das 160 Zentimeter. Wird der Wert überschritten, verlangt dasselbe Papier eine standsichere Verbindung mit anderen Schränken oder mit dem Bauwerk.

Wie viele Ordner passen in einen Schrank?

Gesamthöhe durch Zahl der Fächer teilen und mit 32 Zentimetern vergleichen — so hoch ist ein A4-Ordner. Für den Griffraum kommen einige Zentimeter dazu, weshalb ein Teil des Fachhandels mit 36 Zentimetern je Ordnerhöhe rechnet. Ein Schrank, der mit drei Fächern auf 90 Zentimetern Höhe wirbt, bietet rechnerisch 30 Zentimeter je Fach und damit zwei nutzbare Ordnerreihen, nicht drei.

Was ist bei Hängeregistraturschränken anders?

Dort hängt die Standsicherheit an der Auszugssperre. Die DGUV Information 215-410 verlangt Standsicherheit „im ungünstigsten Fall", also mit allen gleichzeitig herausziehbaren Elementen beladen. Eine Sperre lässt nur eine Schublade zugleich öffnen und verhindert genau diesen Fall. Von sechs Schränken in unserem Vergleich nennen drei eine.

Warum steht in den Angeboten so wenig?

Weil niemand es verlangt. Bei Waffenschränken schreibt § 13 Absatz 10 AWaffV die Konformitätsbewertung durch eine akkreditierte Stelle vor, und prompt nennen dort fünf von sechs Angeboten eine Stelle. Für Büroschränke gibt es keine vergleichbare Pflicht, und dann verschwindet die Angabe vollständig. Das ist kein Zufall, sondern das Muster.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Lena Moritz

Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Schreibt über Büromöbel, Ablagesysteme und Polstermöbel.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Einrichtungsprodukte, Möbel und Stauraum

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
29.08.2026
Geändert
29.08.2026
Geprüft
29.08.2026
Quellen
8

Belege

  1. [1]DIN EN 16121:2024 — Behältnismöbel für den Nicht-WohnbereichInstitution oder Normwebstore.ansi.orgDie geltende Norm: „Behältnismöbel für den Nicht-Wohnbereich - Anforderungen an die Sicherheit, Festigkeit, Dauerhaltbarkeit und Standsicherheit", deutsche Fassung EN 16121:2023. Abgerufen am 29.08.2026.
  2. [2]DIN EN 14073-2 — Büroschränke, sicherheitstechnische AnforderungenInstitution oder Normdinmedia.deBeim Normherausgeber als WITHDRAWN gekennzeichnet. Ausgabe November 2004. Abgerufen am 29.08.2026.
  3. [3]Prüfinstitut Catas zur Fassung EN 16121:2023Institution oder Normcatas.comEN 16121:2023 ersetzt EN 14073-2, EN 14073-3 und EN 14074 und weitet den Geltungsbereich auf Büromöbel aus. Flächenlast für Regale in Büro und Bibliothek „1.0 kg/dm²"; waagerechte Kippkraft „from 50 N to 50 N/m"; statische Auflast oben „from 750 N to 1000 N". Abgerufen am 29.08.2026.
  4. [4]DGUV Grundsatz 315-410: Sicherheitsanforderungen an BüromöbelInstitution oder Normpublikationen.dguv.deQuelle der Standsicherheitsregel: standsicher sind „Schränke mit Flügeltüren, wenn die Höhe der obersten Ablage über der Standfläche nicht mehr als das Vierfache der Sockel-/Gestelltiefe beträgt"; für Regale und Schiebetürenschränke gilt das Fünffache. Bei Überschreitung sind „geeignete Vorkehrungen für die standsichere Verbindung der Schränke miteinander oder mit Bauwerksteilen anzubringen". Abgerufen am 29.08.2026.
  5. [5]DGUV Information 215-410, Abschnitt 8.3.4 Schränke und BürocontainerInstitution oder Normvorschriften.bgn-branchenwissen.de„Bei Möbeln mit ausziehbaren Elementen muss die Standsicherheit im ungünstigsten Fall gewährleistet sein, das heißt nur alle gleichzeitig herausziehbaren Elemente sind belastet." Zählt zu den standsicheren Möbeln „Schränke und Bürocontainer mit Auszügen und Auszugsperren sowie gegebenenfalls Zusatzgewichten". Abgerufen am 29.08.2026.
  6. [6]RAL-GZ 430/8, Güte- und Prüfbestimmungen für Büro- und ObjektmöbelInstitution oder Normdas-goldene-m.deGrundlage des Gütezeichens „Das Goldene M". Verweist für Behältnismöbel auf DIN EN 16121 und DIN EN 16122, wiederholt die Standsicherheitsregel und prüft die Auszugssperre eigens mit „Zugkraft: 100 N (Schwelllast); Belastungshäufigkeit: 5.000". Ergänzt über die Norm hinaus: „Für Verschleißteile wird ein funktionsfähiger, kompatibler Ersatz über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren sichergestellt." Abgerufen am 29.08.2026.
  7. [7]Büromöbel-Lexikon: OrdnerhöheHändler- oder Marktdatenoffice-4-sale.de„Eine Ordnerhöhe beträgt ca. 320 mm und entspricht der Höhe eines DIN A4 genormten Ordners." Derselbe Anbieter nennt an anderer Stelle 36 cm. Die Einheit ist nicht normiert. Abgerufen am 29.08.2026.
  8. [8]§ 13 AWaffV — Aufbewahrung von Waffen oder MunitionInstitution oder Normlexmea.deZum Vergleich herangezogen: Absatz 10 verlangt für Waffenschränke die Konformitätsbewertung durch nach Verordnung (EG) Nr. 765/2008 akkreditierte Stellen. Eine vergleichbare Pflicht gibt es für Büroschränke nicht. Abgerufen am 29.08.2026.

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