Ratgeber·Akustik-Trennwände

Wie aus einer Messkurve die Absorberklasse A bis E wird

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Von Lena MoritzFachredaktion Möbel und Einrichtung

Zuletzt geprüft am 29. August 2026

7 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Hinter einer Absorberklasse steht ein dreistufiges Verfahren. **αs** ist der im Hallraum „pro Terzband gemessene Sabine-Absorptionsgrad nach ISO 354" — achtzehn Werte. **αp** ist „das Mittel von je drei Terzwerten pro Oktavband", also sechs Werte. **αw** ist daraus „eine einzige Zahl": Eine genormte Bezugskurve — 0,40 bei 250 Hz, 0,60 bei 500, 1000 und 2000 Hz, 0,50 bei 4000 Hz — wird „in Schritten von 0,05 so weit auf die Messkurve zubewegt, bis die Summe der ungünstigen Abweichungen kleiner oder gleich 0,10 ist", und der Wert bei 500 Hz abgelesen. Daraus folgen die **Klassen A bis E**. Weil der αw nur Vielfache von 0,05 annehmen kann, umfasst Klasse A genau drei mögliche Werte und Klasse B nur zwei. Was der eine Wert verschweigt, holen die **Formindikatoren L, M und H** teilweise zurück — und der amerikanische **NRC lässt sich nicht in einen αw umrechnen.**

Auf einem guten Datenblatt steht eine Zahl und ein Buchstabe: αw 0,90, Klasse A. Beides zusammen ist die kompakteste Auskunft, die es in der Raumakustik gibt — und beides zusammen ist das Ergebnis von achtzehn Messwerten, zwei Verdichtungsstufen und einem Verfahren, das man kennen sollte, bevor man zwei Produkte anhand dieser Zahl vergleicht.

Die drei Alphas

Was im Handel schlicht „Schallabsorptionsgrad" heißt, gibt es in drei Fassungen. Sie unterscheiden sich nicht im Ergebnis, sondern in der Auflösung.

αs — die Messung. „αs ist der pro Terzband gemessene Sabine-Absorptionsgrad nach ISO 354." Gemessen wird im Hallraum: Man bestimmt die Nachhallzeit des leeren Raums, legt die Probe hinein und misst erneut. Aus der Differenz folgt, wie viel die Probe geschluckt hat. Das Ergebnis ist eine Kurve über Terzbänder — üblicherweise achtzehn Werte.

αp — die Verdichtung auf Oktaven. „αp ist der praktische Absorptionsgrad, das Mittel von je drei Terzwerten pro Oktavband." Aus achtzehn Werten werden sechs.

αw — die eine Zahl. „αw ist der bewertete Schallabsorptionsgrad nach ISO 11654, eine einzige Zahl."

Mit jeder Stufe geht Information verloren. Das ist kein Mangel des Verfahrens, sondern sein Zweck: Man kann sechs Kurven nicht im Kopf vergleichen, zwei Zahlen schon. Wer die Wahl hat, sollte aber wissen, dass ein Datenblatt mit αs-Kurve mehr sagt als eines mit αw.

Wie aus der Kurve die Zahl wird

Das Verschiebeverfahren der ISO 11654 ist der interessanteste Teil, weil es erklärt, warum zwei Materialien mit demselben Durchschnitt verschiedene αw bekommen können.

Es gibt eine genormte Bezugskurve mit fünf Stützstellen:

Frequenz Bezugswert
250 Hz 0,40
500 Hz 0,60
1.000 Hz 0,60
2.000 Hz 0,60
4.000 Hz 0,50

Diese Kurve „wird in Schritten von 0,05 so weit auf die Messkurve zubewegt, bis die Summe der ungünstigen Abweichungen kleiner oder gleich 0,10 ist". Ungünstig heißt dabei: Die Messkurve liegt unter der Bezugskurve — das Material leistet an dieser Stelle weniger als gefordert.

„Der αw ist dann definiert als der Wert der verschobenen Bezugskurve bei 500 Hz."

Der entscheidende Punkt: Das Verfahren bestraft Einbrüche. Nur die ungünstigen Abweichungen zählen, und ihre Summe darf 0,10 nicht überschreiten. Ein Material, das bei fünf Frequenzen glänzt und bei einer einbricht, verliert. Ein Material, das überall gleichmäßig gut ist, gewinnt — auch wenn sein Durchschnitt niedriger liegt.

Das ist der wesentliche Unterschied zum amerikanischen NRC, der schlicht mittelt.

Warum ein αw nie 0,73 sein kann

Aus dem Verfahren folgt eine Eigenheit, die selten jemand erwähnt: Weil die Bezugskurve in Schritten von 0,05 verschoben wird, kann der αw nur Vielfache von 0,05 annehmen. Zwischen 0,00 und 1,00 sind das genau 21 mögliche Werte, und die Klassen teilen diese 21 Werte auf:

Klasse Beschreibung αw mögliche Werte
A höchst absorbierend 0,90 … 1,00 3
B höchst absorbierend 0,80 … 0,85 2
C hoch absorbierend 0,60 … 0,75 4
D absorbierend 0,30 … 0,55 6
E gering absorbierend 0,15 … 0,25 3
nicht klassifiziert 0,00 … 0,10 3

Zwei Beobachtungen dazu. Klasse B ist die schmalste Klasse überhaupt — sie enthält nur zwei mögliche Werte. Ein Produkt, das mit 0,85 knapp an Klasse A vorbeischrammt, und eines mit 0,80 tragen denselben Buchstaben.

Und A und B heißen beide „höchst absorbierend". Der Unterschied zwischen ihnen ist in der Beschreibung gar nicht abgebildet, obwohl er in der Praxis sichtbar ist — im Vergleich der Wandpaneele trennt genau diese Grenze zwei Modelle desselben Herstellers, die sich nur in der Dicke unterscheiden.

Was die eine Zahl verschweigt — und was L, M und H zurückholen

Der αw sagt nicht, wo ein Absorber gut ist. Zwei Materialien mit αw 0,75 können völlig verschiedene Kurven haben.

Dafür gibt es die Formindikatoren. Sie werden vergeben, wenn „der praktische Absorptionsgrad αp die verschobene Bezugskurve an mindestens einem Punkt um 0,25 oder mehr übertrifft":

  • L — Überschuss bei 250 Hz, also im Tiefton
  • M — bei 500 oder 1000 Hz, im Mittelton
  • H — bei 2000 oder 4000 Hz, im Hochton

Ein „αw 0,70 (H)" ist damit eine deutliche Warnung: Der Absorber ist im Hochton weit besser als die Zahl, und das bedeutet zugleich, dass er die Zahl im übrigen Bereich nicht hält. Für ein Büro, in dem Sprache das Problem ist, ist ein (H)-Absorber die falsche Wahl, selbst bei gutem αw.

Umgekehrt ist ein αw ohne Indikator die beste Nachricht: gleichmäßig über den ganzen Bereich.

Die Lücke, die keine Klasse abbildet

Die Bezugskurve beginnt bei 250 Hertz. Alles darunter geht in den αw überhaupt nicht ein.

Ein Absorber kann also Klasse A tragen und unterhalb von 250 Hz praktisch nichts tun — und das ist kein theoretischer Fall, sondern der Normalfall bei dünnen porösen Absorbern. Der Grund ist Geometrie: „Das erste Maximum der Schallschnelle befindet sich im Abstand von einer viertel Wellenlänge vor der Wand", und bei 125 Hz sind das rund 69 Zentimeter. Kein Wandpaneel ist so dick.

Für Büros ist das meist verschmerzbar, und zwar aus einem guten Grund: ASR A3.7 bewertet die Nachhallzeit ebenfalls erst ab 250 Hz, in den Oktavbändern bis 2000 Hz. Norm und Vorschrift beginnen an derselben Stelle. Wer dagegen einen Musikraum, eine Werkstatt oder ein Heimkino plant, muss unter die Klasse schauen — dort entscheidet die Kurve.

Drei Zahlensysteme, die nicht dasselbe messen

Im Handel begegnen einem drei Kennzahlen, und sie stammen aus zwei Normwelten.

Kennzahl Norm Verfahren
αw ISO 11654 (Europa) Bezugskurve verschieben, bei 500 Hz ablesen
NRC ASTM (Nordamerika) Mittel bei 250, 500, 1000, 2000 Hz, gerundet auf 0,05
SAA ASTM (Nordamerika) Mittel der zwölf Terzbänder 200 bis 2500 Hz, gerundet auf 0,01

NRC und αw „lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen." Das ist keine Feinheit für Akustiker, sondern hat eine handfeste Folge: Ein Produkt mit „NRC 0,8" darf nicht als Klasse B gelesen werden. Der NRC mittelt Einbrüche weg, die der αw bestraft — für dasselbe Material fällt er deshalb tendenziell höher aus.

Der SAA ist die feinere amerikanische Größe: zwölf Terzbänder statt vier Oktavwerte, gerundet auf 0,01 statt 0,05. Er kommt im deutschen Handel praktisch nicht vor, taugt aber als Hinweis, dass es der Genauigkeit nicht an Verfahren fehlt, sondern an der Bereitschaft, sie anzugeben.

Fünf Fragen an ein Datenblatt

Keine davon braucht ein Labor. Vier lassen sich am Text beantworten, die letzte am Zollstock.

Frage Was die Antwort bedeutet
Steht eine Norm dabei? „EN ISO 11654" heißt europäisches Verfahren, Klasse ableitbar. „NRC" heißt amerikanisches Verfahren, Klasse nicht ableitbar. Steht gar nichts, ist die Zahl eine Behauptung.
Steht ein Formindikator dabei? Ein (H) hinter dem αw verschiebt die Beurteilung erheblich — vor allem, wenn Sprache das Problem ist.
Ist die αs- oder αp-Kurve abgedruckt? Dann braucht es die Klasse gar nicht: Man sieht direkt, was das Material bei 250 und bei 500 Hz tut.
Wie wurde montiert? Mit Wandabstand misst derselbe Absorber besser als direkt auf der Wand. Ernsthafte Prüfberichte nennen die Montageart, Angebotsseiten praktisch nie.
Passt die Dicke zur Aufgabe? Die Klasse beschreibt den Bereich ab 250 Hz. Was darunter passiert, steht in keiner Klasse und hängt fast ausschließlich an der Materialstärke.

Was davon in echten Angeboten steht

Wir haben für diesen Bereich sechzehn Angebote geprüft — sechs Tischtrennwände, fünf Stellwände und fünf Wandpaneele.

Angabe gefunden
Absorberklasse und Norm 2 von 16
αw ohne Klasse 1 von 16
NRC statt αw 2 von 16
nur eine Prozentangabe ohne Verfahren 1 von 16
gar keine akustische Kennzahl 10 von 16
Formindikator L, M oder H 0 von 16
αs- oder αp-Kurve 0 von 16

Zwei von sechzehn. Beide stammen von demselben Anbieter, und beide stehen im Vergleich der Wandpaneele — dort trennt die Klassengrenze zwischen A und B zwei Modelle, die sich nur in der Dicke unterscheiden.

Kein einziges Angebot nennt einen Formindikator, und keines zeigt eine Kurve. Die Information, die man zum Vergleichen bräuchte, existiert also in den Prüfberichten — sie erreicht nur die Kaufseite nicht.

Die Klassen an echten Produkten

Wie sich die Klassen bei echten Produkten auswirken, steht im Vergleich der Wand- und Deckenpaneele — dort erreicht dasselbe Modell bei 11 Zentimetern Klasse A und bei 6 Zentimetern Klasse B. Warum ein NRC-Wert im deutschen Handel überhaupt auftaucht, im Vergleich der freistehenden Stellwände. Und wie man ohne jeden Kennwert weiterkommt, im Vergleich der Tischtrennwände.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen αs, αp und αw?

Drei Verdichtungsstufen derselben Messung. αs ist der pro Terzband gemessene Sabine-Absorptionsgrad nach ISO 354 — die feinste Auflösung, üblicherweise achtzehn Werte von 100 bis 5000 Hz. αp fasst je drei Terzwerte zu einem Oktavwert zusammen, es bleiben sechs. αw ist die Verdichtung auf eine einzige Zahl nach ISO 11654. Mit jeder Stufe geht Information verloren; ein Datenblatt, das die αs-Kurve zeigt, sagt deshalb mehr als eines mit nur einem αw.

Wie wird der αw genau bestimmt?

Über eine Bezugskurve mit den Werten 0,40 bei 250 Hz, 0,60 bei 500, 1000 und 2000 Hz und 0,50 bei 4000 Hz. Diese Kurve wird in Schritten von 0,05 so weit auf die Messkurve zubewegt, bis die Summe der ungünstigen Abweichungen kleiner oder gleich 0,10 ist — ungünstig heißt: die Messkurve liegt unter der Bezugskurve. Der αw ist dann der Wert der verschobenen Bezugskurve bei 500 Hz. Das Verfahren bestraft also Einbrüche und belohnt Gleichmäßigkeit.

Was bedeuten die Buchstaben L, M und H hinter dem αw?

Formindikatoren. Sie werden vergeben, wenn der praktische Absorptionsgrad die verschobene Bezugskurve an mindestens einem Punkt um 0,25 oder mehr übertrifft: L bei 250 Hz, M bei 500 oder 1000 Hz, H bei 2000 oder 4000 Hz. Ein „αw 0,75 (H)" heißt also: Der Absorber ist im Hochton deutlich besser, als die eine Zahl vermuten lässt, und im Umkehrschluss im Rest des Bereichs eben nicht.

Warum kann ein αw nicht 0,73 sein?

Weil die Bezugskurve in Schritten von 0,05 verschoben wird. Der αw kann deshalb nur Vielfache von 0,05 annehmen — zwischen 0,00 und 1,00 sind das genau 21 mögliche Werte. Die Klassen teilen diese 21 Werte auf: Klasse A umfasst drei (0,90, 0,95, 1,00), Klasse B nur zwei (0,80 und 0,85), Klasse C vier, Klasse D sechs, Klasse E drei, und die untersten drei gelten als nicht klassifiziert.

Ist NRC 0,8 dasselbe wie αw 0,8?

Nein, und beide lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen. Der NRC ist das arithmetische Mittel der Absorptionsgrade bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz, gerundet auf Vielfache von 0,05 — ein Durchschnitt, der Einbrüche wegmittelt. Der αw entsteht aus dem Verschiebeverfahren, das Einbrüche bestraft. Für dasselbe Material fällt der NRC deshalb tendenziell höher aus. Eine Absorberklasse lässt sich aus einem NRC nicht ableiten.

Was sagt die Klasse über die tiefen Frequenzen?

Wenig, und das ist ihre größte Schwäche. Die Bezugskurve beginnt bei 250 Hz; alles darunter geht in den αw gar nicht ein. Ein Absorber kann Klasse A tragen und unterhalb von 250 Hz praktisch nichts tun. Für Büros ist das meist verschmerzbar, weil ASR A3.7 die Nachhallzeit ebenfalls erst ab 250 Hz bewertet. Wer Musik oder Maschinenlärm im Blick hat, braucht die Kurve und nicht die Klasse.

Kann ein Schallabsorptionsgrad größer als 1,0 sein?

In der Rohmessung ja. Im Hallraum wird nach ISO 354 eine Fläche eingebracht und aus der Änderung der Nachhallzeit auf die Absorption zurückgerechnet; wegen der Beugung an den Rändern der Probe fällt das Ergebnis regelmäßig zu hoch aus, und Terzwerte über 1,00 sind bei dicken porösen Absorbern normal. Für den praktischen Schallabsorptionsgrad αp und damit für die Klassenbildung wird bei 1,00 gedeckelt. Wer in einem Prüfbericht Werte wie 1,12 sieht, hat also keinen Fehler vor sich — nur eine Zwischengröße, die es so in keine Klasse schafft.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Lena Moritz

Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Schreibt über Büromöbel, Ablagesysteme und Polstermöbel.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Einrichtungsprodukte, Möbel und Stauraum

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
29.08.2026
Geändert
29.08.2026
Geprüft
29.08.2026
Quellen
5

Belege

  1. [1]DIN EN ISO 11654 — Schallabsorber für die Anwendung in GebäudenInstitution oder Normdinmedia.deDie Norm, die den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw definiert und daraus die Absorberklassen ableitet. Abgerufen am 29.08.2026.
  2. [2]Schallabsorptionsgrad: αs, αp, αw, NRC und SAAQuelleacousticindex.comQuelle der Verfahrensbeschreibung. „αs ist der pro Terzband gemessene Sabine-Absorptionsgrad nach ISO 354." „αp ist der praktische Absorptionsgrad, das Mittel von je drei Terzwerten pro Oktavband." „αw ist der bewertete Schallabsorptionsgrad nach ISO 11654, eine einzige Zahl." Die Bezugskurve trägt „0,40 bei 250 Hz, 0,60 bei 500, 1000 und 2000 Hz sowie 0,50 bei 4000 Hz"; sie „wird in Schritten von 0,05 so weit auf die Messkurve zubewegt, bis die Summe der ungünstigen Abweichungen kleiner oder gleich 0,10 ist", und „der αw ist dann definiert als der Wert der verschobenen Bezugskurve bei 500 Hz". Formindikatoren werden vergeben, wenn „der praktische Absorptionsgrad αp die verschobene Bezugskurve an mindestens einem Punkt um 0,25 oder mehr übertrifft": „L steht für einen Überschuss bei 250 Hz (tief), M bei 500 oder 1000 Hz (mittel), H bei 2000 oder 4000 Hz (hoch)." Zum NRC: „Das arithmetische Mittel der Absorptionsgrade bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz, gerundet auf das nächste Vielfache von 0,05", zum SAA „das Mittel der zwölf Terzbänder von 200 Hz bis 2500 Hz, gerundet auf 0,01". Ausdrücklich: „NRC und αw lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen." Abgerufen am 29.08.2026.
  3. [3]Absorberklasse — Glossar Baunetz WissenQuellebaunetzwissen.deQuelle der Klassengrenzen: A „höchst absorbierend" 0,90 bis 1,0, B ebenfalls „höchst absorbierend" 0,80 bis 0,85, C „hoch absorbierend" 0,60 bis 0,75, D „absorbierend" 0,30 bis 0,55, E „gering absorbierend" 0,15 bis 0,25, darunter „nicht klassifiziert" 0,00 bis 0,10. Abgerufen am 29.08.2026.
  4. [4]ASR A3.7 „Lärm", Abschnitt 5Institution oder Normvorschriften.bgn-branchenwissen.deBewertet die Nachhallzeit in den Oktavbändern von 250 bis 2000 Hz; für Mehrpersonenbüros gilt „T = 0,6 s". Der bewertete Bereich beginnt damit an derselben Stelle wie die Bezugskurve der ISO 11654. Abgerufen am 29.08.2026.
  5. [5]Poröse Absorber — Wandabstand und SchallschnelleQuellehunecke.de„Das erste Maximum der Schallschnelle befindet sich im Abstand von einer viertel Wellenlänge vor der Wand." Erklärt, warum dünne Absorber im Tiefton wenig ausrichten — ein Teppich unter einem Zentimeter wirkt erst ab rund 1 kHz. Abgerufen am 29.08.2026.

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