Vergleich·Akustik-Trennwände

Warum der Handel bei Stellwänden fürs Büro eine amerikanische Kennzahl nennt

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Von Lena MoritzFachredaktion Möbel und Einrichtung

Zuletzt geprüft am 29. August 2026

6 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Bei freistehenden Stellwänden gibt es Zahlen — nur die falschen. Von fünf Modellen nennen **zwei einen NRC-Wert** (Jan Nowak „bis 0,85", Beliani „0,8"), und **drei sagen gar nichts**. Den bewerteten Schallabsorptionsgrad **αw nach DIN EN ISO 11654 — die in Deutschland maßgebliche Größe — nennt keines.** Das ist mehr als eine Formalie: NRC ist das arithmetische Mittel bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz nach amerikanischer Norm; αw entsteht aus einer verschobenen Bezugskurve über 250 bis 4000 Hz. Beide „lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen", und bei Materialien mit starker Hochtonabsorption fällt NRC **höher** aus. **NRC 0,8 ist also nicht Absorberklasse B.** Wer trotzdem vergleichen will, nimmt Fläche mal Materialstärke — bei Stellwänden mit dem Vorbehalt, dass Rahmen und Füße mitwiegen.

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Bei den Tischtrennwänden war das Problem, dass niemand eine Zahl nennt. Hier ist es umgekehrt: Es gibt Zahlen. Sie stammen nur aus drei verschiedenen Systemen, und keines davon ist das, welches in Deutschland gilt.

Vergleich von 5 Modellen nach Ausstattung
ModellMaße B × HKennwertMaterialGewichtFlächengewicht, gerechnetFläche beidseitigSegment
Jan Nowak Akustik-Trennwand Büro Carbon Fog, 140 × 140 cm
Unsere EmpfehlungJan Nowak Carbon FogJan Nowak
140 × 140 cmNRC bis 0,85 — nicht αwrecyceltes PET, PET-Faserplatten21,8 kgrund 11,1 kg/m²3,92 m²PremiumAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
Beliani Akustik-Raumteiler SLIMMY, 3-teilig, 120 × 160 cm
AlternativeBeliani SLIMMYBeliani
120 × 160 cm, 3-teiligNRC 0,8 — nicht αwPET-Filz, Stahlgestell11,0 kgrund 5,7 kg/m²3,84 m²MittelklasseAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
MAUL Akustik-Stellwand MAULcocoon, 100 × 180 cm
MAUL MAULcocoonMAUL
100 × 180 cmkeine AngabeAlurahmen 44 mm, Akustikvlies 40 mm17,0 kg (Hersteller: 10,3 kg netto)9,4 kg/m² mit Rahmen — Vlies allein 4,03,60 m²PremiumAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
Ergotopia Focus Floor Akustik-Trennwand, 80 × 180 cm
Ergotopia Focus FloorErgotopia
80 × 180 cmkeine AngabePolyester10,2 kgrund 7,1 kg/m²2,88 m²PremiumAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
Mendler Akustik-Trennwand HWC-G77, 147 × 80 cm
Mendler HWC-G77Mendler
keine AngabeStoff9,02 kgrund 7,7 kg/m² (mit Fuß)2,35 m²MittelklasseAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)

Die farbig unterlegte Zeile ist unsere Empfehlung, die Begründung steht im Beitrag. Angaben laut Hersteller. Kein Preis und keine eigene Note — warum, steht in der Methodik. Die Links zu Amazon sind Partnerlinks.

Drei Zahlen, drei Systeme, keine Norm

Modell genannter Kennwert System
Jan Nowak Carbon Fog „NRC bis 0,85" ASTM C423 (USA)
Beliani SLIMMY „NRC-Wert von 0,8" ASTM C423 (USA)
MAUL MAULcocoon
Ergotopia Focus Floor
Mendler HWC-G77

Keines der fünf Angebote nennt den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw, und keines verweist auf DIN EN ISO 11654 — die Norm, aus der sich in Europa die Absorberklassen A bis E ergeben.

Warum NRC 0,8 nicht Klasse B ist

Der Unterschied klingt nach Buchhaltung und ist keiner.

Der NRC nach der amerikanischen Norm ASTM C423 ist „das arithmetische Mittel der Absorptionsgrade bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz", gerundet auf Vielfache von 0,05. Vier Messwerte, Durchschnitt, fertig.

Der αw nach ISO 11654 entsteht anders. Eine genormte Bezugskurve wird über den Bereich von 250 bis 4000 Hz so weit an die Messkurve herangeschoben, „bis die Summe der ungünstigen Abweichungen kleiner oder gleich 0,10 ist"; abgelesen wird dann bei 500 Hz. Das Verfahren bestraft Einbrüche in der Kurve — ein Material, das bei einer Frequenz stark abfällt, verliert, auch wenn der Durchschnitt stimmt.

Beide Werte „lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen". Und die Richtung der Abweichung ist bekannt: Bei Materialien mit ausgeprägter Hochtonabsorption, und dazu gehören dünne Vliese, fällt der NRC höher aus als der αw.

Für den Käufer heißt das: Eine 0,8 auf einer Stellwand ist keine 0,8 im Sinne der Absorberklassen. Wer eine Klasse braucht, weil eine Ausschreibung oder eine Gefährdungsbeurteilung sie verlangt, braucht einen αw mit Prüfbericht. Ein NRC ist dafür kein Ersatz, so gut er klingt.

Fairerweise: Ein NRC ist immer noch eine gemessene Größe aus einem definierten Verfahren. Zwischen „NRC 0,8" und gar nichts liegen Welten. Zwischen „NRC 0,8" und „Absorberklasse B" liegt ein Verfahren.

Und was ist mit 85 Prozent?

Das ist der dritte Fall, und er ist die schwächste Auskunft im Feld — obwohl er die größte Zahl nennt.

„Bis zu 85 % Geräuschdämmung" ist gleich zweifach unbelegbar. Erstens ist Dämmung die falsche Größe. Dämmung heißt: Schall kommt auf der anderen Seite nicht mehr an. Das leistet keine 2,3 Zentimeter dicke Vliesplatte, die oben und seitlich offen im Raum steht — Schall läuft schlicht darum herum. Gemeint sein dürfte Absorption.

Zweitens fehlt alles, was die Prozentzahl einordnen würde. Bei welcher Frequenz? Nach welchem Verfahren? In welchem Prüfaufbau? Ein Absorptionsgrad ist frequenzabhängig; fast jedes Vlies erreicht bei 4000 Hz Werte, die bei 250 Hz utopisch wären. Eine einzelne Prozentzahl ohne diese Angaben täuscht Genauigkeit vor, wo keine ist.

Das ist schlechter als gar keine Angabe. Wer nichts sagt, verleitet niemanden zu einem falschen Vergleich.

Was sich trotzdem rechnen lässt

Bleiben Fläche und Material — mit einem Vorbehalt, der bei Stellwänden schwerer wiegt als bei Tischtrennwänden.

Modell Maß Fläche beidseitig Gewicht Flächengewicht
Jan Nowak Carbon Fog 140 × 140 cm 3,92 m² 21,8 kg 11,1 kg/m²
MAUL MAULcocoon 100 × 180 cm 3,60 m² 17,0 kg 9,4 kg/m² · Rahmen
Mendler HWC-G77 147 × 80 cm 2,35 m² 9,02 kg 7,7 kg/m² · Fuß
Ergotopia Focus Floor 80 × 180 cm 2,88 m² 10,2 kg 7,1 kg/m²
Beliani SLIMMY 120 × 160 cm 3,84 m² 11,0 kg 5,7 kg/m² · Stahl

Der Vorbehalt: Bei einer freistehenden Wand wiegen Rahmen, Standfüße und Rollen mit, ohne einen Ton zu schlucken. Wie groß dieser Anteil ist, lässt sich ausnahmsweise beziffern — beim MAULcocoon. Der Hersteller gibt für dieselbe Wand ein Nettogewicht von 10,3 Kilogramm an, das Angebot 17; die Differenz ist Verpackung. Und er trennt die Bauteile sauber: Aluminiumprofil mit 44 Millimetern Stärke, darin ein Akustikvlies von 40 Millimetern mit 4.000 g/m².

Das ist die Zahl, auf die es ankommt: Der Absorber selbst wiegt 4 kg/m². Die 9,4 kg/m² aus der Tabelle sind zu mehr als der Hälfte Rahmen und Fuß.

Bei den Tischtrennwänden war das Flächengewicht ein brauchbarer Ersatz. Hier ist es ein grober Hinweis, und wo der Hersteller die Lagen trennt, sollte man seine Zahl nehmen. Wir führen die Spalte trotzdem, weil der Faktor zwei zwischen 5,7 und 11,1 kg/m² auch durch einen Rahmen nicht zu erklären ist.

Was eine Stellwand dem Raum bringt

Der Vorteil gegenüber der Tischtrennwand ist real und rechnet sich einfach: Eine freistehende Wand steht mit beiden Seiten frei im Raum, und sie ist größer.

Für die erstplatzierte Wand: 1,40 × 1,40 Meter sind 1,96 m² je Seite, also 3,92 m² wirksame Fläche. Bei einem angenommenen Absorptionsgrad von 0,7 wären das rund 2,7 m² äquivalente Absorptionsfläche — gegenüber rund 0,7 m² bei einer typischen Tischtrennwand.

Das ist der Faktor vier. Und die Anforderung bleibt dieselbe: Ein Mehrpersonenbüro von 150 Kubikmetern braucht für die von ASR A3.7 geforderte Nachhallzeit von 0,6 Sekunden rund 41 m² Absorptionsfläche.

Vier bis fünf große Stellwände ersetzen also keine akustische Ausstattung, aber sie sind, anders als Tischtrennwände, überhaupt in der richtigen Größenordnung, wenn man mehrere aufstellt. Fünfzehn davon wären rechnerisch die Hälfte des Bedarfs. Das ist der Punkt, an dem die Frage kippt: Ab einer bestimmten Anzahl ist Deckenabsorption billiger, wirksamer und steht niemandem im Weg.

Standsicherheit und Stellfläche

Zwei Dinge, die im Angebot meist fehlen und am Aufstellort entscheiden.

Die Fußtiefe. Eine hohe Wand auf schmalen Füßen ist ein Möbel, gegen das man laufen kann, und im Büro läuft man an Stellwänden entlang, nicht frontal auf sie zu, was die Sache eher schlimmer macht. Genau ein Angebot im Feld beziffert die Fußtiefe: die Mendler mit 39 Zentimetern bei 80 Zentimetern Höhe. Bei den beiden höchsten Wänden, 180 Zentimeter, fehlt die Angabe.

Die Stellfläche. Dieselben 39 Zentimeter sind Boden, der weg ist. Bei einer Wand, die einen Durchgang begrenzt, kommt die Fußtiefe zur Wandtiefe dazu, und aus einem 90 Zentimeter breiten Durchgang wird schnell ein Engpass.

Freistehend heißt hier: ohne Befestigung am Möbel

Der Vergleich behandelt freistehende Akustik-Stellwände ohne Befestigung am Möbel, lieferbar am Stichtag über die verlinkte Seite. Wände, die an der Tischkante geklemmt werden, stehen im Vergleich der Tischtrennwände; Wand- und Deckenelemente in einem eigenen Vergleich.

Alle fünf Angebote waren am 29.08.2026 lieferbar und bestellbar.

Wir ranken nach dem, was belegt ist. Auf den ersten beiden Plätzen stehen die beiden Wände mit einem Kennwert — auch wenn es der falsche ist —, dahinter die mit dem meisten nachweisbaren Material. Die Wand mit der größten Werbezahl steht letzter.

Ein Wort zur Datenlage. Drei der fünf Modelle hatten am Stichtag keine einzige Bewertung, die übrigen neun und siebzehn. Eine Rangfolge nach Sternen ließe sich hier nicht einmal bilden. Wir führen die Zahlen mit Abrufdatum und stützen keine Aussage darauf.

Vor der Bestellung

  1. Nachsehen, welche Größe genannt ist — und beim Hersteller gegenprüfen. αw heißt europäische Norm und lässt eine Klasse ablesen, NRC heißt amerikanisches Verfahren und lässt das nicht, eine Prozentzahl ohne Frequenz und Verfahren heißt gar nichts. Bei einem der fünf Modelle stand der Wert auch beim Hersteller; bei zwei anderen bestätigte sich dort, dass es keinen gibt. Beides ist eine Auskunft.
  2. Fläche mal zwei rechnen. Eine freistehende Wand wirkt beidseitig; das ist ihr eigentlicher Vorteil gegenüber der Tischtrennwand.
  3. Rahmen vom Gewicht abziehen — im Kopf. Wo „Aluminium" oder „Stahl" im Material steht, ist das Flächengewicht optimistisch.
  4. Fußtiefe und Durchgang messen. 39 Zentimeter Fuß sind 39 Zentimeter weniger Weg. Steht die Angabe nicht da, vor dem Kauf fragen.

Häufige Fragen

NRC oder αw — was ist der Unterschied, und bedeutet NRC 0,8 dann Klasse B?

Zwei Verfahren aus zwei Normwelten, und nein. Der NRC nach ASTM C423 ist „das arithmetische Mittel der Absorptionsgrade bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz", gerundet auf Vielfache von 0,05. Der bewertete Schallabsorptionsgrad αw nach ISO 11654 entsteht anders: Eine Bezugskurve wird über 250 bis 4000 Hz so weit verschoben, „bis die Summe der ungünstigen Abweichungen kleiner oder gleich 0,10 ist", und der Wert dann bei 500 Hz abgelesen. Beide „lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen", und für dasselbe Material fällt der NRC tendenziell höher aus. Weil die Absorberklassen A bis E ausschließlich am αw hängen, kann ein Produkt mit NRC 0,8 nach ISO durchaus in Klasse C landen. Wer eine Klasse braucht, etwa für eine Ausschreibung, braucht einen αw und einen Prüfbericht.

Was bedeutet „85 % Geräuschdämmung"?

Als Angabe nichts Überprüfbares, und die verwendete Größe ist zusätzlich die falsche. Dämmung heißt, dass Schall auf der anderen Seite nicht mehr ankommt. Das leistet eine 2,3 cm dicke Vliesplatte nicht, die oben und seitlich offen steht. Gemeint sein dürfte Absorption. Es fehlt außerdem alles, was eine Prozentzahl erst einordnen würde: bei welcher Frequenz, nach welchem Verfahren, in welchem Aufbau gemessen.

Wie viel bringt eine freistehende Stellwand gegenüber einer Tischtrennwand?

Deutlich mehr, weil beide Seiten frei stehen und die Fläche größer ist. Eine Stellwand von 140 × 140 cm hat 1,96 m² je Seite, also 3,92 m² wirksame Fläche — gegenüber rund 1 m² bei einer typischen Tischtrennwand. Bei einem angenommenen α von 0,7 sind das rund 2,7 m² äquivalente Absorptionsfläche statt 0,7. Der Bedarf eines Mehrpersonenbüros liegt trotzdem bei etwa 40 m².

Taugt das Gewicht als Ersatzindiz?

Bei Stellwänden schlechter als bei Tischtrennwänden. Rahmen, Standfüße und Rollen wiegen mit, ohne etwas zu absorbieren — eine Wand mit Aluminiumrahmen und schweren Füßen sieht in der Rechnung besser aus, als sie akustisch ist. Wir führen das Flächengewicht trotzdem, weil es grobe Unterschiede sichtbar macht, und schreiben den Vorbehalt jedes Mal dazu.

Worauf kommt es bei der Standsicherheit an?

Auf die Fußtiefe im Verhältnis zur Höhe und darauf, dass die Wand nicht in einem Laufweg steht. Eine 180 cm hohe Wand auf schmalen Füßen ist ein Möbel, gegen das man laufen kann. Der Vergleich führt die Fußtiefe, wo sie angegeben ist — bei einem Modell sind es 39 cm auf 80 cm Höhe, bei zweien fehlt die Angabe ganz.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Lena Moritz

Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Schreibt über Büromöbel, Ablagesysteme und Polstermöbel.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Einrichtungsprodukte, Möbel und Stauraum

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
29.08.2026
Geändert
29.08.2026
Geprüft
29.08.2026
Quellen
8

Belege

  1. [1]DIN EN ISO 11654 — Schallabsorber für die Anwendung in GebäudenInstitution oder Normdinmedia.deDie in Deutschland maßgebliche Norm: Sie definiert den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw und leitet daraus die Absorberklassen A bis E ab. Abgerufen am 29.08.2026.
  2. [2]Schallabsorptionsgrad: αs, αp, αw und NRC im VergleichQuelleacousticindex.comQuelle des Verfahrensunterschieds: Der NRC nach ASTM C423 ist „das arithmetische Mittel der Absorptionsgrade bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz", gerundet auf Vielfache von 0,05. Der αw entsteht aus einer Bezugskurve über 250 bis 4000 Hz, die verschoben wird, „bis die Summe der ungünstigen Abweichungen kleiner oder gleich 0,10 ist", und wird bei 500 Hz abgelesen. Ausdrücklich: „NRC und αw lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen." Bei Materialien mit ausgeprägter Hochtonabsorption fällt der NRC höher aus. Abgerufen am 29.08.2026.
  3. [3]Absorberklasse — Glossar Baunetz WissenQuellebaunetzwissen.deKlassengrenzen nach DIN EN ISO 11654: A 0,90 bis 1,0, B 0,80 bis 0,85, C 0,60 bis 0,75, D 0,30 bis 0,55, E 0,15 bis 0,25, darunter nicht klassifiziert. Die Klassen hängen am αw, nicht am NRC. Abgerufen am 29.08.2026.
  4. [4]ASR A3.7 „Lärm", Abschnitt 5Institution oder Normvorschriften.bgn-branchenwissen.deRaumakustische Anforderung für Mehrpersonenbüros: Nachhallzeit „T = 0,6 s"; ersatzweise „ein mittlerer Schallabsorptionsgrad von mindestens α = 0,3" oder „eine Schalldruckpegelabnahme je Abstandsverdopplung von mindestens 4 dB". Für Tätigkeitskategorie I soll „ein Beurteilungspegel von 55 dB(A) nicht überschritten werden". Abgerufen am 29.08.2026.
  5. [5]Jan Nowak, Akustik-Trennwand SADIE Carbon Fog — HerstellerseiteHerstellerangabejannowak.comGegenprobe beim Hersteller der erstplatzierten Reihe: Er nennt „der NRC-Wert von bis zu 0,85" und als Aufbau „PET-Polyesterfaserplatten" mit „OEKO-TEX-zertifizierte[m] Bezugsstoff", bei 18 mm Tiefe. Ein αw, eine Absorberklasse oder ein Verweis auf DIN EN ISO 11654 stehen auch dort nicht — der Hersteller beschränkt sich auf den NRC. Die Seite bezieht sich auf die 240er Ausführung derselben Reihe; die im Vergleich geführte 140er teilt Aufbau und Kennwert. Abgerufen am 29.08.2026.
  6. [6]Beliani Büro-Raumteiler SLIMMY — HerstellerseiteHerstellerangabebeliani.deEines der beiden Angebote mit einem Kennwert: „NRC-Wert von 0,8". Der Anbieter nennt dort 160 cm Höhe, 120 cm Breite und 2 cm Tiefe bei 11 kg und führt als Material PET-Filz — im Datenblatt der Angebotsseite steht dagegen nur „Stoff und Stahl". Eine Norm, eine Absorberklasse oder ein Prüfbericht werden auch beim Anbieter nicht genannt. Abgerufen am 29.08.2026.
  7. [7]MAUL Stellwandsystem MAULcocoon 9701095 — HerstellerangabenHerstellerangabemaul.nlDer Hersteller trennt die Bauteile, was das Flächengewicht einordnet: Aluminiumprofil mit 44 mm Stärke, darin ein Akustikvlies von 40 mm mit 4.000 g/m². Der Absorber selbst wiegt also rund 4 kg/m². Nettogewicht 10,3 kg gegen 17 kg im Angebot; Maße 100 × 35 × 182 cm, 2 cm Bodenfreiheit, Oberfläche „100% PES fibers (polyester fibers), 20% of which are recycled", OEKO-TEX Standard 100 Klasse 1, schwer entflammbar nach DIN 4102 (B1), fünf Jahre Garantie. Ein αw oder eine Absorberklasse stehen auch dort nicht. Abgerufen am 29.08.2026.
  8. [8]Ergotopia, Akustiklösungen — HerstellerseiteHerstellerangabeergotopia.deGegenprobe beim Hersteller der viertplatzierten Wand: Die Seite spricht von „schallabsorbierenden Materialien", nennt aber weder αw noch NRC noch eine Klasse oder Norm. Abgerufen am 29.08.2026.

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