Ratgeber·Rollregale

Rollregalanlage: Handschub endet bei 1.000 Kilogramm

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Von Lena MoritzFachredaktion Möbel und Einrichtung

Zuletzt geprüft am 5. Oktober 2026

36 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Eine Rollregalanlage schiebt Regale auf Bodenschienen zusammen, sodass nur dort ein Gang offen ist, wo gerade jemand arbeitet. Archivberatungen rechnen damit **9 statt 5 laufende Meter Akten je Quadratmeter** (Hessen), nach DIN 67700 8,8 statt 4,2. Seit der DGUV Information 208-061 von 2023 darf eine verfahrbare Einheit per Handschub höchstens **1.000 kg** Nutzlast tragen; die zurückgezogene Vorgängerregel erlaubte 2.000 kg. Ein Doppelregal mit sechs Fachböden je Seite erreicht die Grenze je nach Lagergut nach **1,1 bis 4,2 Metern** Länge. Darüber braucht die Anlage Kurbel oder Drehstern, über 5.000 kg einen Motor. Die Schienen dürfen sich nach RAL-RG 614 höchstens 1 mm je Meter neigen, und vor dem Aufstellen muss die Belastbarkeit des Bodens nachgewiesen sein.

Was eine Rollregalanlage ist und woher sie kommt

Das Prinzip ist älter als jede Vorschrift, die es heute regelt. Der Hersteller Bruynzeel, der die Marke Compactus führt, datiert die Anfänge auf das Jahr 1947: Damals habe der Schweizer Ingenieur Hans Ingold das Basisprinzip patentiert. Die Idee lässt sich in einem Satz sagen. Feste Regale brauchen zwischen jeder Reihe einen Gang, auch wenn dort stundenlang niemand steht. Stellt man die Regale auf Räder und Schienen, schiebt man sie zusammen und öffnet nur den einen Gang, der gerade gebraucht wird.

Für diese Bauform gibt es viele Namen: Rollregal, Fahrregal, Verschieberegal, Kompaktanlage, Kompaktmagazin. Das Regelwerk der Unfallversicherung spricht nüchtern von „verfahrbaren Regalen und Schränken" und zählt sie zu den Lagereinrichtungen. Die Gütebestimmung RAL-RG 614 beschreibt sie als Einrichtungen, die „keine ortsfesten Einrichtungen sind, sich in einer Horizontalebene bewegen lassen" und aus Bodenschienen, Fahrgestell, Antrieb, Steuerung, Sicherheitsvorrichtungen und Aufbauten bestehen.

Diese Aufzählung erklärt, warum es Rollregalanlagen nicht im Versandhandel gibt. Eine Suche nach „Rollregalanlage", „Fahrregalanlage" und „Verschieberegal Schiene Archiv" auf Amazon ergab am 5. Oktober 2026 kein einziges Angebot einer Anlage auf Schienen, nur Regale auf Lenkrollen, Küchenwagen und Hängeregistraturen. Eine Rollregalanlage wird für einen bestimmten Raum geplant, auf einen bestimmten Boden montiert und vom Hersteller oder Fachhändler übergeben. Sie ist ein Bauprojekt, kein Möbel.

Wer bisher Regale im Onlinehandel bestellt hat, wechselt damit die Welt. Statt eines Datenblatts mit Tragkraft und Maßen kommt ein Angebot mit Grundriss, Radlasten und Hinweisen auf bauseitige Maßnahmen. Statt eines Kartons kommt ein Montagetrupp. Und statt der Frage „was trägt das Regal?" stellt sich die Frage, was der Boden darunter trägt und wer die Anlage bewegen darf.

Dieser Ratgeber folgt der Geschichte der Bauform bis zu den Regeln, die heute gelten: wie viel Fläche der eine Gang tatsächlich spart, warum die Grenze für Handschub 2023 halbiert wurde, wie die Schienen liegen müssen und was ein Angebot enthalten sollte. Die Rollregale, die man fertig kaufen kann, stehen im Vergleich der Regale auf Lenkrollen — sie sind die kleinen Verwandten ohne Schiene.

Vom Standregal zur Kompaktanlage: wie viel Fläche der eine Gang spart

Wie viel eine Rollregalanlage gewinnt, hängt an zwei Maßen: der Tiefe der Regale und der Breite der Gänge. Die Bibliotheksbaunorm DIN 67700 nennt beide. Ein Bediengang im Magazin soll bei Regalen unter fünf Metern Länge 0,80 Meter breit sein, bei längeren Regalen oder wenn mehrere Personen gleichzeitig darin arbeiten 0,90 Meter. Für Rollregalanlagen setzt die Norm, so gibt sie der Archivberater Mario Glauert wieder, die Fachtiefe plus 0,55 Meter an, bei Regalen über fünf Meter Länge plus 0,65 Meter.

Mit Archivregalen von 0,40 Metern Fachtiefe, einem Maß, das die Archivberatungen von Brandenburg und Westfalen nennen, ergibt sich folgende Rechnung je Meter Regallänge. Ein Doppelregal ist 0,80 Meter tief und hat bei sechs Fachböden je Seite zwölf Fachmeter:

  • Standregale: jedes Doppelregal braucht seinen eigenen Gang. Achsabstand 0,80 plus 0,80 Meter, also 1,60 Meter für zwölf Fachmeter: 7,5 laufende Meter je Quadratmeter Regal- und Bediengangfläche.
  • Rollregalanlage: mehrere Doppelregale teilen sich einen Gang von 0,95 Meter.
Doppelregale je Gang Fläche je Meter Länge laufende Meter je m² Gewinn gegen Standregal
3 3,35 m² 10,7 43 %
4 4,15 m² 11,6 54 %
6 5,75 m² 12,5 67 %
10 8,95 m² 13,4 79 %
20 16,95 m² 14,2 89 %

Der Gewinn wächst mit jedem Regal, das sich den Gang teilt, erreicht aber nie 100 Prozent. Das liegt an der Geometrie des Standregals: Bei 0,80 Meter Regal und 0,80 Meter Gang ist genau die Hälfte seiner Fläche Gang. Eine Anlage, die den Gang ganz abschafft, könnte die Fläche höchstens verdoppeln — und jede Anlage braucht mindestens einen Gang. Rechnet man die 25 Millimeter Sicherheitsabstand zwischen den Einheiten mit, die das Regelwerk verlangt, sinkt der Gewinn um drei bis sechs Prozentpunkte.

Diese Rechnung zählt nur Regale und Bediengänge. Ein Raum braucht dazu Haupt- und Nebengänge, Abstände zu Wänden und Säulen. Die DIN 67700 erfasst das mit einem Faktor für die Erschließungsfläche, für Standregale im Magazin bei sechs Meter langen Reihen 1,30. Wendet man ihn auf beide Werte an — für die Rollregalanlage eine Annahme, die Norm nennt den Faktor für Standregale —, landet man bei 5,8 und 9,6 laufenden Metern je Quadratmeter. Das liegt nahe an den Faustwerten, mit denen die Archivberatungen arbeiten.

Fünf Prozentzahlen für denselben Gewinn

Wer Herstellerseiten liest, findet für den Flächengewinn fast jede Zahl. Die Formulierungen am Stichtag, wörtlich:

Anbieter Angabe
Bruynzeel (Seite Rollregale) „bis zu 50% mehr Platz"
Bruynzeel (Seite Compactus) „verdoppeln oder gar vervierfachen"
Zambelli „Platzbedarf um fast 50 Prozent", Kapazität „um mindestens 100 Prozent"
mauser „nahezu 100 % mehr Stauraum"
Mauser Regaltechnik „bis zu 100 % erhöhte Lagerkapazität oder bis zu 50 % Einsparung der verwendeten Fläche"
Forster „annähernd doppelt so viel Lagerplatz"
SSI Schäfer „40% weniger Fläche", „eine 85% größere Lagermenge"
ZIPPEL (Händler AWELA) „bis zu 90% Flächengewinn"
ZIPPEL (Händler Röhr) „bis zu 80 % Platz" sparen

Einige dieser Zahlen passen zueinander, andere nicht einmal innerhalb desselben Anbieters. Halbe Fläche und doppelte Kapazität sind dasselbe, von zwei Seiten betrachtet; Mauser Regaltechnik rechnet stimmig, bei Zambelli passt die Größenordnung, nur widersprechen sich „fast" und „mindestens". Bei SSI Schäfer gehen die beiden Zahlen nicht zusammen: 40 Prozent weniger Fläche für dieselbe Menge bedeuten 67 Prozent mehr Menge auf derselben Fläche, nicht 85. Wer 80 Prozent Platz spart, wie es bei einem ZIPPEL-Händler heißt, bräuchte nur ein Fünftel der Fläche — das wäre eine Verfünffachung, die keine Geometrie hergibt.

Die Achsrechnung aus dem vorigen Abschnitt zeigt, wo die Grenze liegt. Mit den Gangbreiten der DIN 67700 nähert sich eine Anlage der Verdopplung nur, wenn sehr viele Regale an einem einzigen Gang hängen. Mit sechs Doppelregalen sind es 67 Prozent, mit zwanzig 89. „Vervierfachen" lässt sich nur erklären, wenn man eine Rollregalanlage mit einem schlecht genutzten Altbestand vergleicht, etwa niedrigen Regalen mit breiten Gängen — dann kommt der Gewinn aber nicht vom Rollen, sondern von Höhe und Ordnung.

Die Herstellerzahlen sind deshalb nicht falsch, sondern Obergrenzen unter günstigen Annahmen. Für eine Planung taugen sie nicht. Wer wissen will, was ein bestimmter Raum gewinnt, braucht die Raummaße, die Regaltiefe, die Gangbreite und die Zahl der Regale, die sich einen Gang teilen. Mit diesen vier Zahlen lässt sich jede Werbeangabe in zwei Minuten prüfen.

Was die Archivberatungen rechnen: 5 gegen 9 laufende Meter

Unabhängig von den Herstellern rechnen die staatlichen Archivberatungen mit Faustwerten je Quadratmeter Raumfläche. Sie unterscheiden sich, und die Unterschiede erzählen etwas über die Annahmen dahinter.

Das Hessische Landesarchiv teilt in seiner Handreichung von 2022 den Bedarf an laufenden Metern bei Standregalen durch 5 und bei Rollregalen durch 9, um die nötige Fläche zu erhalten. Die Brandenburger Checkliste von 2005 nennt dieselben Werte und die Bedingungen dazu: Räume ab etwa 50 Quadratmetern, Regalhöhe rund 2.300 Millimeter, sechs belegbare Fachböden, kartonierte Akten. Das LWL-Archivamt in Westfalen rechnet in seinen Regalanforderungen von 2018 mit 5 und 8⅓. Und die DIN 67700 kommt, so zeigt es Glauert in seinen Folien zum Südwestdeutschen Archivtag 2018, für Akten liegend in Archivboxen auf 4,2 laufende Meter je Quadratmeter bei Standregalen und 8,8 bei Rollregalen.

Quelle Standregal Rollregal Gewinn
LWL-Archivamt 2018 5 lfm/m² 8⅓ lfm/m² 67 %
Hessisches Landesarchiv 2022 5 lfm/m² 9 lfm/m² 80 %
DIN 67700 nach Glauert 2018 4,2 lfm/m² 8,8 lfm/m² 110 %

Der höchste Wert stammt also aus der Norm, nicht aus einem Prospekt. Er kommt vor allem dadurch zustande, dass die Norm für Standregale weniger ansetzt als die Faustwerte — 4,2 statt 5. Warum, schlüsselt die Folie nicht auf; die einfache Achsrechnung kommt mit den Gangbreiten der Norm nicht über 100 Prozent.

Für eine erste Schätzung ist der hessische Wert eine brauchbare Mitte. Ein Bestand von 1.000 laufenden Metern braucht danach 200 Quadratmeter mit Standregalen oder gut 111 mit einer Rollregalanlage. Ob ein konkreter Raum das hergibt, entscheiden Säulen, Türen, Fenster und die Richtung, in der die Schienen laufen können — und die Decke, die das Gewicht tragen muss.

Die Bedingung „Räume ab etwa 50 Quadratmetern" ist dabei mehr als eine Fußnote. In kleinen Räumen fressen Hauptgang und Wandabstände einen größeren Anteil, und eine Anlage mit drei Doppelregalen gewinnt nach der Achsrechnung nur gut 40 Prozent. Für ein Büroarchiv in einem einzelnen Raum ist das ehrliche Ziel deshalb eher „anderthalbmal so viel" als „doppelt so viel".

Handschub, Kurbel, Motor: die Grenzen aus Abschnitt 4.3.5.9

Wie eine Rollregalanlage bewegt wird, ist keine Komfortfrage. Die DGUV Information 208-061 „Lagereinrichtungen und Ladungsträger" legt in Abschnitt 4.3.5.9 fest, welcher Antrieb ab welcher Last nötig ist. Maßstab ist die Nutzlast je verfahrbarer Einheit, also das, was auf einem Fahrwagen eingelagert werden darf:

  • bis 1.000 kg: Handschub zulässig. Dabei darf der gesamte Regalblock nur zwischen 0,75 und 1,00 Meter verfahrbar sein.
  • über 1.000 bis 5.000 kg: ein mechanisch unterstützender Antrieb, die Information nennt als Beispiel die Kurbel mit Kettentrieb, oder ein Kraftantrieb.
  • über 5.000 kg: Kraftantrieb.

Die Gütebestimmung RAL-RG 614 sortiert die Anlagen nach demselben Muster in drei Typen: A für Handantrieb ohne Kraftverstärkung, B für Handantrieb mit Kraftverstärkung, C für elektrischen Kraftantrieb. Dazu kommt eine Gewichtsklasse, allerdings je Meter Regaleinheit: leicht bis 600 Kilogramm, mittel bis 1.000, halbschwer bis 2.000, schwer darüber. Eine Kennzeichnung lautet dann zum Beispiel „RAL-RG 614 / 4 B mittel".

Rechtlich unterscheiden sich die Typen ebenfalls. Nicht kraftbetriebene Lagereinrichtungen fallen nach der DGUV-Information unter die allgemeinen Bestimmungen des Produktsicherheitsgesetzes. Kraftbetriebene gelten zusätzlich als Maschinen; für sie ist die Norm DIN EN 15095 maßgeblich, und der Hersteller erstellt eine Konformitätserklärung und bringt das CE-Zeichen an. Für handbetriebene Anlagen gibt es nach Darstellung der DGUV Information 208-043 von 2020 keine harmonisierte Norm.

Die Grenze von 1.000 Kilogramm klingt großzügig. Ein Fahrwagen ist aber kein einzelnes Regal, sondern ein ganzes Doppelregal über die volle Länge der Anlage. Wie schnell die Grenze erreicht ist, zeigt die Rechnung im nächsten Abschnitt. Und die 0,75 bis 1,00 Meter Verfahrweg bei Handschub haben eine Folge, die in der Planung oft übersehen wird: Ein breiterer Gang ist bei Handschubanlagen nicht vorgesehen, auch wenn die Bediengangbreite der DIN 67700 bei 0,40 Meter Fachtiefe und mehr als fünf Metern Regallänge bei 1,05 Metern läge.

Wie lang ein Regal per Handschub sein darf

Ein Doppelregal mit sechs Fachböden je Seite trägt je Meter Länge zwölf Fachmeter. Wie schwer ein Fachmeter ist, hängt am Lagergut, und dafür gibt es in den Quellen sehr unterschiedliche Werte. Die Rechnung zeigt sie nebeneinander:

Lagergut je Fachmeter Herkunft des Werts je Meter Doppelregal Handschub bis mechanisch bis
77 kg 1 lfm kartoniertes Archivgut, 26 × 35 × 100 cm, mal Papierwichte 850 kg/m³ 928 kg 1,08 m 5,39 m
62 kg Fachbodenbelastung laut LWL-Archivamt 744 kg 1,34 m 6,72 m
43,6 kg volle breite Ordner, Leitz 1080 523 kg 1,91 m 9,56 m
26 kg Bücher nach DIN 67700 312 kg 3,21 m 16,03 m
20–30 kg Archivschachteln laut Aktenlager-Durchschnitt 240–360 kg 2,78–4,17 m 13,9–20,8 m

Die erste Zeile ist die Obergrenze. Das Bundesarchiv definiert einen laufenden Meter kartonierten Archivguts mit 26 × 35 × 100 Zentimetern; die Brandenburger Checkliste setzt für geschichtetes Papier nach der alten DIN 1055 eine Wichte von 8,5 kN/m³ an, rund 850 Kilogramm je Kubikmeter. Das ergibt 77 Kilogramm je Meter — wenn der Karton bis in die Ecken mit Papier gefüllt ist. Ein Aktenlager-Dienstleister nennt für eine Archivschachtel 2,0 bis 2,5 Kilogramm und zehn bis zwölf Schachteln je Aktenmeter, also 20 bis 30 Kilogramm. Die Wahrheit eines konkreten Archivs liegt irgendwo dazwischen und lässt sich nur durch Wiegen klären.

Für die Planung zählt nicht das Mittel, sondern das, was der Fahrwagen tragen darf. Wer Fachböden mit 62 Kilogramm je Meter bestellt, plant für 744 Kilogramm je Meter Doppelregal, und bei Handschub ist dann nach 1,34 Metern Schluss. Ein Archivraum mit vier Meter langen Regalen braucht damit selbst bei leichtem Lagergut einen mechanischen Antrieb.

Die mechanische Grenze von 5.000 Kilogramm reicht bei Kartons für gut fünf bis sechseinhalb Meter. Mauser nennt für seine Rollregale Regallängen von einem bis zwölf Metern. Ein zwölf Meter langer Fahrwagen mit Archivkartons trüge nach der Obergrenze über elf Tonnen und gehört damit in die Klasse mit Kraftantrieb.

Das Ergebnis stellt eine verbreitete Vorstellung auf den Kopf. Handschub ist im Archiv nicht der Normalfall, sondern die Ausnahme für kurze Anlagen mit leichtem Lagergut. Für längere Regale bleibt nur Kurbel, Drehstern oder Motor, und so beschreiben die Hersteller ihre Archivanlagen auch: Zambelli öffnet seine Kompaktanlage „über einen Drehstern oder ein Handrad".

Eine Unschärfe bleibt: Die DGUV-Grenze bezieht sich auf die Nutzlast, das Eigengewicht des Wagens zählt nicht mit. Und sie gilt je Einheit, nicht je Meter. Wer zwei kurze Wagen statt eines langen plant, ändert an der Grenze nichts, wenn jeder Wagen für sich über 1.000 Kilogramm trägt.

Von 2.000 auf 1.000 Kilogramm: was sich 2023 geändert hat

Die Grenze für Handschub war nicht immer 1.000 Kilogramm. Die Vorgängerregel, die DGUV Regel 108-007 aus dem Oktober 1988, die 2006 nachgedruckt wurde, erlaubte Handschub bis 2.000 Kilogramm je Einheit; erst darüber, bis 5.000 Kilogramm, war ein mechanisch unterstützter Antrieb vorgeschrieben. Mit der DGUV Information 208-061, erschienen im November 2023 und aktualisiert im Juli 2024, wurde die Regel zurückgezogen und die Grenze halbiert.

Nicht alle haben das nachvollzogen. Die Gütebestimmung RAL-RG 614 in der Ausgabe vom November 2021 erlaubt für Typ A, Handantrieb ohne Kraftverstärkung, weiterhin eine Nutzlast bis 2.000 Kilogramm je Fahrgestell. Auch die Herstellerseiten folgen dem alten Wert: Mauser schreibt, Regalanlagen „mit einem Gewicht bis max. 2.000 kg pro Regaleinheit" ließen sich „bequem auch per Handschub bedienen". Der österreichische Hersteller Forster nennt „Handschub für Nutzlasten bis 2000 kg pro Fahrwagen", der Schweizer Hersteller unima Handschubwagen „bis zu einer Wagenbelastung von 2000 kg". Forster und unima sind Hersteller aus Österreich und der Schweiz; die DGUV-Information ist das Regelwerk der deutschen Unfallversicherung und für den Betrieb in Deutschland der Maßstab.

Die DGUV Information 208-043 „Sicherheit von Regalen" von 2020 verweist für nicht kraftbetriebene Regale noch auf die 108-007. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern Zeitgeschichte: Die 208-043 erschien drei Jahre vor der 208-061. Wer ältere Schriften liest, findet deshalb beide Grenzen nebeneinander.

Geändert haben sich 2023 auch andere Werte. Der Abstand verfahrbarer Einheiten zu ebenen Wänden durfte nach der alten Regel 120 bis 180 Millimeter betragen, heute sind es 50 bis 180. Und der zulässige Spalt zwischen Regalunterkante und Fußboden, höchstens 15 oder 30 Millimeter, hing früher an der Feldlast — bis 2.000 Kilogramm 15 Millimeter, darüber 30. Heute entscheidet die Art der Beladung: 15 Millimeter bei Beladung von Hand oder im Büro- und Archivbereich, 30 Millimeter nur bei mechanischer Beladung.

Für bestehende Anlagen nennen die Quellen dieses Ratgebers keine Übergangsregel. Ob eine Handschubanlage, die nach altem Stand mit 1.500 Kilogramm je Wagen gebaut wurde, nachgerüstet werden muss, ist eine Frage der Gefährdungsbeurteilung des Betreibers. Sie sollte bei der nächsten Prüfung gestellt werden, nicht erst nach einem Unfall.

Drehstern und Kurbel: was die Übersetzung leistet

Zwischen Handschub und Motor liegt der Antrieb, den die meisten Archive tatsächlich bedienen: ein Rad mit Griffen an der Stirnseite des Regals, als Drehstern, Sterngriff, Handrad oder Kurbel bezeichnet. Über eine Übersetzung und eine Kette oder ein Reibrad bewegt es den Fahrwagen.

Wie viel die Übersetzung ausmacht, nennt der Schweizer Hersteller unima. Sein Kurbelantrieb wird mit einer Untersetzung von 1:3 oder 1:6 geliefert; eine Umdrehung verschiebt den Fahrwagen um 17 oder 8,5 Zentimeter. Für einen Bediengang von 0,95 Metern sind das 5,6 oder 11,2 Umdrehungen. Die doppelte Untersetzung halbiert die Kraft und verdoppelt die Zahl der Umdrehungen.

SSI Schäfer beschreibt den Aufbau: Die Wagen werden mit einer Kurbel und „einer den Lasten angepassten Übersetzung" bewegt, ein Zahnrad greift in eine Kette, die in der Führungsschiene liegt. Forster nennt beim FOREG 2000 einen Drehsternantrieb „mit Bodenkette oder Reibradantrieb". Beim kleineren FOREG 2000-L sind Fahrwagen ab drei Feldern Länge nur mit Drehstern lieferbar.

Die Werbung dazu ist kühn. Mauser schreibt auf seiner Website, mit nur einem Finger könnten „bis zu 5.000 kg bewegt werden"; im Prospekt von 2022 sind es 4.500 Kilogramm. Im Katalog von 2007 stand ein anderes Bild: Der Sterngriff sei für Regalbreiten bis 9,5 Meter und ein Gesamtgewicht der zu verfahrenden Einheiten bis 30.000 Kilogramm geeignet, das Höchstgewicht auf einer Regalachse könne dabei bis zu 5.000 Kilogramm betragen.

Wie viel Kraft man tatsächlich braucht, nennt kein Hersteller in Newton. Die Bedienungsanleitung des Compactus Original XT von Bruynzeel gibt einen praktischen Hinweis: Man solle nur mäßige Kraft aufwenden und sie allmählich steigern, „(1-10 kg)", und keinen Schwung nutzen — „Do not use momentum!". Die RAL-Gütebestimmung setzt bei Handantrieb einen Verzögerungsweg von 0,05 Metern für die Standsicherheitsberechnung an: Ein Fahrwagen, der mit Schwung bewegt wird, kommt eben nicht auf fünf Zentimetern zum Stehen.

Ob ein Wagen nach dem Loslassen weiterrollt, hängt an Antrieb, Übersetzung und Schiene. Die RAL-Gütebestimmung verlangt dazu allgemein, im Betrieb auszuschließen, „dass sich die Anlage selbstständig in Bewegung setzt". Für die Sicherheit im Gang ist diese Anforderung wichtiger als jeder Prozentwert beim Platzgewinn.

Elektroantrieb: Not-Halt, Schaltleiste und 100 Millimeter Nachlauf

Über 5.000 Kilogramm je Einheit ist der Kraftantrieb Pflicht, darunter eine Option. Mit dem Motor ändert sich die Gefahr: Ein Knopfdruck bewegt Tonnen, und wer im Gang steht, hat keinen Kurbelgriff in der Hand, an dem er spürt, dass sich etwas bewegt. Die Anforderungen in Abschnitt 4.3.5.10 der DGUV Information 208-061 und in der Norm DIN EN 15095 richten sich gegen genau diesen Fall.

Gefordert sind ein Not-Halt mit Sicht auf die Zugänge und Schutzeinrichtungen im Fußbereich auf beiden Seiten der Wagen, Schaltleisten in Rot-Weiß oder berührungslos wirkende Sensoren. Nach dem Ansprechen darf ein Wagen höchstens 100 Millimeter nachlaufen, und er darf danach nicht selbsttätig wieder anlaufen. Die Schaltleisten enden höchstens 100 Millimeter vor den Stirnseiten. Für Anlagen mit Gängen unter 20 Metern Länge und Stopp-Tastern an jeder Einheit genügt nach dem zitierten Normauszug ein Not-Halt mit Überblick über den Block; bei Blockbreiten über 25 Metern kommen weitere hinzu.

Die RAL-Gütebestimmung ergänzt für elektrische Anlagen der Klassen leicht und mittel eine Regel für den engsten Moment: Schließt sich ein Gang und bleiben höchstens 500 Millimeter, muss die Anlage beim Auslösen der Sicherheitseinrichtung mindestens um die Länge ihres Nachlaufwegs zurückfahren. Schaltleisten an Vorsprüngen müssen mindestens zwei Meter hoch sein.

Eine Ausnahme ist für Büro und Archiv interessant: Verfahrbare Fachbodenregale, die sich mit einer Kraft von 500 Newton oder weniger stoppen lassen, sind von diesen Anforderungen ausgenommen. Ob ein bestimmter Wagen darunter bleibt, ist eine Frage an den Hersteller, keine Schätzung.

Ein Detail betrifft Anlagen mit beidem, Motor und Handkurbel für den Notbetrieb. Der Kraftantrieb darf die Handkurbel nicht mitdrehen, auch im Notbetrieb nicht — sonst wird die Kurbel selbst zur Gefahrenstelle.

Die Hersteller beschreiben ihre Lösungen unterschiedlich: Zambelli eine „sensorgesteuerte Stoppautomatik", Bruynzeel „eine permanente Antriebsüberwachung, die Widerstand wahr nimmt", Mauser einen Elektroantrieb mit Softstart, Softstopp und automatischem Kollisionsschutz. Welche Ausführung die Anforderungen erfüllt, belegt nicht die Werbung, sondern die Konformitätserklärung, die bei kraftbetriebenen Anlagen zur Übergabe gehört.

Schienen im Boden oder auf dem Podest

Eine Rollregalanlage fährt auf Lauf- und Führungsschienen, und wo diese Schienen liegen, entscheidet über Bauaufwand, Stolpergefahr und Raumhöhe. Die Hersteller unterscheiden zwei Grundformen, die Zambelli in einem Satz zusammenfasst: Das Schienensystem lasse sich „sowohl Unterflur, im Estrich, als auch auf einem vorhandenen Boden aufbringen".

Unterflur liegen die Schienen im Estrich oder in gefrästen Kanälen, ihre Oberkante schließt mit dem Boden ab. Mauser Regaltechnik beschreibt das als Regel: „Die Oberkante der Lauf- und Führungsschienen schließt bündig mit dem Lagerboden ab." Für die Rollregale von Mauser für Büro und Archiv heißt der erforderliche Bodenaufbau „Rohbetondecke mit Unterfütterung. Schienenkanäle im Fertigfußboden." Bei ZIPPEL liegen die Fahrschienen nach Angaben eines Händlers in einem Stahlbett, das unterflur direkt auf den Rohbeton oder auf eine Trägerkonstruktion montiert wird. Die Unterflur-Lösung ist die unauffälligste, setzt aber voraus, dass der Boden noch offen ist oder geöffnet werden darf.

Überflur liegen die Schienen auf dem fertigen Boden und werden von einem Podest umschlossen. Zambelli nennt dafür eine Bauhöhe von mindestens 35 Millimetern und Podestkanten aus Aluminium, die schräg abgeflacht sind und „als Auffahrrampe" dienen. Julius vom Hofe beschreibt dasselbe Prinzip. Beim FOREG 2000-L von Arbitec-Forster steht das Schienenpodest ohne Bodenbefestigung, der Fahrwagen ist 80 Millimeter hoch. Mauser bietet in seinem Prospekt von 2022 zusätzlich ein Holzpodest an.

Dazwischen gibt es Anlagen ganz ohne Schiene. Mauser beschreibt für die Reihe elegant move ein „ohne Verankerung flach auf dem Boden ruhendes Fahrpodest", SSI Schäfer ein „schienenloses" System, bei dem die Kraft „direkt von den Laufrollen auf den Fußboden" übertragen wird. Dexion wirbt mit „Direktmontage auf Bestandsböden", unima mit Montage „auf Rohbeton, in Bodenausfräsungen oder auf bestehenden Böden".

Für die Sicherheit setzt Abschnitt 4.3.5.2 der DGUV Information 208-061 den Rahmen: Schienen müssen fußbodenbündig liegen, oder es muss im gesamten Regalbereich ein entsprechend hoher Ausgleichsboden eingebaut sein. Die entstehenden Absätze müssen angeschrägt oder deutlich gekennzeichnet sein, etwa durch einen Farbkontrast. Endstopper müssen ebenfalls bodenbündig liegen oder durch Kennzeichnung und Beleuchtung deutlich erkennbar sein. Die RAL-Gütebestimmung erlaubt Schienen über dem Boden nur, wenn eine Rundung oder Schräge die Stolpergefahr vermeidet.

Was oft vergessen wird: Der Unterbau kostet Höhe. Forster gibt die Anlagenhöhe beim FOREG 2000 mit Rahmenhöhe plus 162 Millimetern an, ZIPPEL einen Fahrrahmen von 113 Millimetern. Die DIN 67700 begrenzt die Höhe des obersten belegten Fachbodens auf 2,15 Meter. Wer die Regalhöhe aus dem alten Standregal übernimmt, kann auf dem Fahrwagen darüber landen.

Ein Millimeter je Meter: wie eben die Schiene liegen muss

Eine Schiene, die sich neigt, zieht den Wagen bergab. Die Gütebestimmung RAL-RG 614 legt deshalb für verfahrbare Regale fest, dass die Neigung der Bodenschienen nicht mehr als einen Millimeter je laufenden Meter betragen darf, in Schienenrichtung und quer dazu. Örtlich, an beliebiger Stelle, dürfen auf einem Meter Messabstand höchstens zwei Millimeter Höhenabweichung auftreten. Und im Betrieb muss ausgeschlossen sein, dass sich die Anlage selbstständig in Bewegung setzt.

In Zahlen übersetzt: Eine zehn Meter lange Schiene darf von einem Ende zum anderen höchstens zehn Millimeter fallen. Quer über einen 0,80 Meter tiefen Fahrwagen sind es 0,8 Millimeter. Solche Werte erreicht kein gewöhnlicher Estrich zufällig, sie werden eingemessen. Zambelli wirbt mit „Präzise Verlegung mittels optischer Nivelliergeräte nach RAL RG 614".

Die Zahlenwerte der Norm DIN EN 15095 zu Schienentoleranzen stehen in einem informativen Anhang C, der Torsion, vertikale Toleranzen, Neigung, Geradheit und unebenen Boden behandelt. Der Normtext ist kostenpflichtig; für diesen Ratgeber wurde nur das Inhaltsverzeichnis eingesehen. Eine Ebenheitstoleranz für den Fußboden nach DIN 18202 nennt keiner der für diesen Ratgeber gelesenen Hersteller, ebenso wenig einen zulässigen Raddruck auf dem Boden.

Wie ernst die Frage werden kann, zeigt ein Fall aus der Praxis, den ein Beitrag von Kruse 2019 in einem Sammelband zum Archivmagazin schildert: Im Staatsarchiv Landshut hatte der Estrich breite Risse; er musste herausgestemmt und die Schienen der Rollregalanlage neu verlegt werden. Ein Boden, der unter der Punktlast der Räder nachgibt oder reißt, macht aus einer eingemessenen Schiene eine Rampe.

Für den Betrieb steht in Abschnitt 4.3.5.3 der DGUV Information 208-061 ein schlichter Satz: „Bodenunebenheiten müssen ausgeglichen sein." Die Brandenburger Checkliste für Archivmagazine verlangt einen ebenen, hoch belastbaren Fußbodenbelag ohne Abrieb. Zwischen den Schienen soll die Auffüllung nach RAL „auf Oberkante der Bodenschiene glatt abzuziehen" sein — wer den Gang betritt, soll nicht merken, wo die Schiene liegt.

Die praktische Prüfung braucht kein Labor. Ein langes Richtscheit und ein Messkeil zeigen örtliche Abweichungen, eine Wasserwaage auf der Schiene die Neigung. Wer beim Abnahmetermin mitgeht, sollte beides dabeihaben und fragen, ob es ein Messprotokoll der Verlegung gibt. Ein Wagen, der nach dem Loslassen von selbst in eine Richtung läuft, ist ein Fall für die Reklamation.

Was die Anlage auf den Boden bringt

Eine Rollregalanlage konzentriert Gewicht. Wo vorher Gänge die Last auf die Fläche verteilten, stehen jetzt Regale dicht an dicht, und ihre Last läuft über wenige Räder in wenige Schienen. Abschnitt 4.1.2.6 der DGUV Information 208-061 verlangt deshalb, dass die Belastbarkeit der Aufstellfläche vor dem Aufstellen nachgewiesen ist. Die RAL-Gütebestimmung verpflichtet den Hersteller, sich die ausreichende Beschaffenheit der Aufstellfläche vom Betreiber bestätigen zu lassen, und verlangt eine Systemberechnung der Radlasten unter Volllast und bei ungünstiger Lastverteilung.

Die Planungswerte der Archivberatungen für Rollregalanlagen liegen deutlich über dem, was eine Bürodecke trägt:

Quelle Rollregalanlage Standregal
LWL-Archivamt 1.000 kg/m² 500 kg/m²
Brandenburg 2005, LVR 2022 12,5–15 kN/m² 7,5–12,5 kN/m²
Hessen 2022 1.250–1.560 kg/m² 750–1.250 kg/m²
Glauert 2019, Erfahrungswert im Kontext der DIN 67700 mindestens 9,0–12,5 kN/m² 6,0 kN/m²

Zum Vergleich: Die Nutzlasttabelle des Eurocode setzt für Büroflächen der Kategorie B1 2,0 kN/m² an, für allgemeine Lagerflächen einschließlich Bibliotheken 6,0 kN/m² als Mindestwert. Ein Kilonewton je Quadratmeter entspricht rund 100 Kilogramm. Eine Rollregalanlage braucht also das Vier- bis Achtfache einer Bürodecke. Für Kompaktmagazine nennt die Handreichung zu Bau und Ausstattung Öffentlicher Bibliotheken keinen Wert, sondern verlangt einen Einzelnachweis.

Die Hersteller sagen dazu wenig. Arbitec-Forster schreibt immerhin, die Regallasten müssten „mit den zulässigen Deckenbelastungen abgestimmt werden"; ein Wiener Fachhändler nennt die Freigabe durch den Baustatiker. Mauser gab in einem Katalog von 2007 die Tragfähigkeit der Lauf- und Spurrollen mit 1.000 Kilogramm je Rolle an — eine Zahl, die zeigt, mit welchen Punktlasten der Boden unter einer Anlage rechnen muss.

Wie man die Flächenlast für einen konkreten Bestand ausrechnet, mit Gewicht je laufendem Meter, Regaltiefe und Gangbreite, und warum ein Archiv mit Ordnern leichter ist als eines mit Kartons, behandelt der Ratgeber zur Bodenbelastung von Regalen ausführlich. Für die Planung einer Anlage genügt an dieser Stelle die Reihenfolge: zuerst der Statiker, dann das Angebot.

Fachböden im Kompaktmagazin: 62, 80 oder 130 Kilogramm

Wie viel ein Fachboden tragen soll, beantworten die Quellen mit erstaunlich unterschiedlichen Zahlen. Bezogen auf einen Meter Fachlänge:

Quelle Angabe je Meter Fachlänge
LWL-Archivamt 2018 62 kg/lfdm bei 0,40 m Tiefe 62 kg
LWL 2007 Bleche mindestens 70 kg, Fächer 90 bis 120 cm breit 58–78 kg
Brandenburger Checkliste 2005 mindestens 80 kg/lfm bei 400 mm, 120–150 kg/lfm bei 600 mm Tiefe 80 kg
Steiermärkisches Landesarchiv 1998 90 kg je Fach bis 1.200 mm, verstärkt 150 und 190 kg 75 kg
Forster FOREG 2000 130 kg bei 900 mm bis 100 kg bei 1.200 mm Feldbreite 83–144 kg
Zambelli Standard 100 kg, verstärkt 200 kg; Spezifikation „bis 130 kg" —
ZIPPEL (Händlerangabe) „Fachlasten: bis 90 kg" —
Arbitec-Forster FOREG 2000-L „Fachlast: bis 50 kg" —

Gegen das Lagergut gerechnet, wird der Unterschied sichtbar. Ein laufender Meter dicht gefülltes Archivgut wiegt nach der Papierwichte bis zu 77 Kilogramm; ein Meter voller breiter Ordner 43,6; ein Meter Bücher nach der DIN 67700 im Mittel 26, wie der Vergleich der Bücherwagen herleitet. Die Brandenburger 80 Kilogramm decken auch den dichtesten Fall, die 62 des LWL nicht ganz. Für Ordner reichen alle Werte; bei den 50 Kilogramm der leichten Büroanlage darf das Fach allerdings nicht länger als 1,15 Meter sein.

Die Höhe der Fächer folgt aus der Norm. Die DIN 67700 empfiehlt für Archivmagazine Regalhöhen von 2,05 bis 2,25 Metern, höchstens 2,40, mit dem obersten belegten Fachboden auf höchstens 2,15 und dem untersten auf mindestens 0,15 Metern. Zwischen 0,15 und 2,15 Metern liegen zwei Meter. Bei Fächern von 40 Zentimetern Höhe, wie sie das LWL-Archivamt 2007 nannte, sind das fünf Zwischenräume und damit sechs belegbare Böden — genau die Zahl, mit der die Faustwerte für die Fläche rechnen.

Eine Besonderheit von Bruynzeel zeigt, wie Prüfzeichen die Zahlen verschieben. Die Bedienungsanleitung des Compactus Original XT nennt als Höchstlast je Feld 375 Kilogramm, in Klammern „GS: 290 kg". Für die Ausführung mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit gilt offenbar eine niedrigere Feldlast. Wer ein Angebot mit Prüfzeichen bekommt, sollte die Last ablesen, die für die geprüfte Ausführung gilt, nicht die im Prospekt.

Der Fachboden ist das einzige Bauteil einer Rollregalanlage, das der Nutzer täglich belastet und überlasten kann. Abschnitt 5.1.2 der DGUV Information 208-061 hält fest, dass die vom Hersteller vorgegebene zulässige Belastung nicht überschritten werden darf. Die Zahl dafür steht auf dem Belastungsschild, um das es weiter unten geht. Weitere Zusammenhänge zwischen Ordnermaß und Fachlast behandelt der Ratgeber zu Ordnerhöhen und Fachbodenlast.

Feldlast, Wagenlast, Meterlast: drei Angaben, die nicht dasselbe sagen

Fachböden haben eine Fachlast, aber für den Antrieb und den Boden zählt, was ein ganzer Fahrwagen trägt. Die Hersteller geben das in drei verschiedenen Größen an, und keine lässt sich ohne Zusatzangaben in die andere umrechnen:

  • Feldlast, also die Last eines Regalfelds zwischen zwei Rahmen. Mauser nennt für seine Rollregale im Büro und Archiv „350 kg (superleicht), 600 kg (leicht), 1.000 kg (schwer)", ZIPPEL nach Angaben eines Händlers 600, 1.000 oder 2.000 Kilogramm je Regalfeld, Bruynzeel beim Compactus Original XT 375 Kilogramm.
  • Last je Meter Wagen. Die RAL-Gewichtsklassen sind so definiert: leicht bis 600, mittel bis 1.000, halbschwer bis 2.000 Kilogramm je Meter verfahrbarer Regaleinheit. unima nennt beim Typ 12 „bis zu 1000 kg pro Meter Wagen", Mauser nannte 2007 600 und 1.000 Kilogramm „pro m Wagenbreite".
  • Wagenlast, also die Nutzlast eines ganzen Fahrwagens. Nach ihr richtet sich der Antrieb in der DGUV Information 208-061. ZIPPEL gibt sie bei einem Händler mit „bis zu 10000 kg" an, Dexion beim Verschieberegal Hi280 mit „bis zu 15 Tonnen pro Fahrwagen".

Die Umrechnung braucht die Wagenlänge. Ein Wagen der RAL-Klasse „mittel" mit 1.000 Kilogramm je Meter erreicht die Handschubgrenze schon bei einem Meter Länge. Ein Compactus Original XT mit der maximalen Länge von 6.000 Millimetern aus sechs Feldern zu 375 Kilogramm trüge 2.250 Kilogramm, mit GS-Wert 1.740 — beides über 1.000 und damit ein Fall für den Kurbelantrieb, mit dem diese Reihe auch ausgestattet ist.

Bei Dexion passt eine Angabe nicht zum deutschen Regelwerk. Der Hersteller nennt als maximale Tragkraft einer manuell bewegten Regalreihe 40 Tonnen und erklärt sie als Block aus 20 Feldern zu je 2.000 Kilogramm; als Bedienung nennt er „Manuelle Bedienung per Handrad oder optionale elektrische Unterstützung". Die DGUV Information 208-061 verlangt über 5.000 Kilogramm je Einheit einen Kraftantrieb. Auf derselben Seite stehen außerdem 15 Tonnen je Fahrwagen als Reihenlast. Wer eine solche Anlage für Deutschland plant, sollte sich vom Anbieter erklären lassen, wie Antrieb und Last zu Abschnitt 4.3.5.9 passen.

Für den Käufer folgt daraus eine einfache Regel: Im Angebot sollten alle drei Größen stehen, Fachlast, Feldlast und Wagenlast, dazu die Wagenlänge. Fehlt die Wagenlast, lässt sich weder der Antrieb prüfen noch die Last, die der Boden aufnehmen muss.

Kippen, Quetschen, Einklemmen: die Maße aus Abschnitt 4.3.5

Die Gefahren einer Rollregalanlage sind andere als die eines festen Regals. Ein Regal, das fährt, kann kippen, wenn es ruckartig hält, und zwei Regale, die sich aufeinander zubewegen, können einklemmen, was dazwischen ist. Abschnitt 4.3.5 der DGUV Information 208-061 übersetzt das in Maße, die sich mit dem Zollstock prüfen lassen:

Was Maß Abschnitt
Kippsicherung nötig, wenn oberste Ablage höher als 5 × Radachsenabstand 4.3.5.1
Abstand Regalunterkante zum Boden, Hand- oder Archivbeladung höchstens 15 mm 4.3.5.3
Abstand fester Kanten zwischen Einheiten mindestens 25 mm 4.3.5.5
Abstand zu ebenen Wänden 50 bis 180 mm 4.3.5.8
Abstand zu Wandvorsprüngen und Nachbarregalen mindestens 0,5 m 4.3.5.8
Abstand zur Decke bei Quetschgefahr mindestens 100 mm 4.3.5.8

Die Kippregel ist die interessanteste, weil sie sich rechnen lässt. Bis zum Fünffachen des Radachsenabstands gilt die Standsicherheit „im Allgemeinen" als gegeben; darüber sind Sicherungen nötig, die das Kippmoment mit mindestens zweifacher Sicherheit aufnehmen. Bei 2,15 Metern Höhe der obersten Ablage, dem Höchstwert der DIN 67700, braucht ein Wagen ohne Kippsicherung mindestens 0,43 Meter Radachsenabstand. Ein einseitiges Wandregal mit 0,40 Metern Tiefe liegt darunter, schon bevor man berücksichtigt, dass die Räder innen sitzen. Ein Doppelregal mit 0,80 Metern hat Spielraum. Der Ratgeber zum kippsicheren Aufstellen von Aktenschränken erklärt dieselbe Logik für feste Möbel.

Beim Wandabstand gibt es eine Unter- und eine Obergrenze, 50 und 180 Millimeter; die Wand dahinter muss mindestens zwei Meter hoch und nicht nachgiebig sein. Die RAL-Gütebestimmung lässt alternativ einen Abstand von mehr als 500 Millimetern zu und verlangt innerhalb der Anlage eine Gangbreite von mindestens 750 Millimetern sowie Abdeckungen am Fahrwagen, die eine Einzellast von 100 Kilogramm aushalten und Quetschstellen zwischen Radachsen und Fußboden abdecken.

Gegen das Einklemmen im Gang bieten die Hersteller Zubehör an. SSI Schäfer nennt eine „Rücklaufsperre" als Gangsicherung gegen unbeabsichtigtes Verschieben, einen „Gangverschluss" und eine Kippsicherung „bei ungünstigen Tiefen-/Höhenverhältnissen". Mauser nannte 2007 Blockbegrenzung, Kupplungsverschlüsse und Kippsicherung, heute einen optionalen Zentralverschluss. Bruynzeel beschreibt beim Original XT eine Sperre, die das Handrad blockiert.

Eine ausdrückliche Pflicht zu einer solchen Gangsperre bei Handanlagen findet sich weder in der DGUV-Information noch in der RAL-Gütebestimmung. Verlangt ist, dass sich die Anlage nicht selbstständig bewegt, und dass niemand sie bewegt, solange jemand im Gang steht. Wie das im Alltag gesichert wird, ist eine Frage der Organisation — und der Ausstattung, die man im Angebot ankreuzt.

Wer die Anlage bewegen darf: Betriebsregeln und Belastungsschild

Eine Rollregalanlage ist ein Arbeitsmittel, und Abschnitt 5.2.2 der DGUV Information 208-061 regelt ihre Bedienung in vier Sätzen. In Gang setzen dürfen sie nur beauftragte, unterwiesene und eingewiesene Personen. Bewegt werden darf sie erst, wenn festgestellt ist, dass sich niemand in den zu schließenden Gängen befindet. Be- und entladen wird erst, wenn der Gang ganz aufgefahren ist. Und mit anderen Mitteln als dem vorgesehenen Antrieb, etwa mit Gewalt am Regal, darf sie nur im Störfall verschoben werden, mit Schutz gegen Einquetschen.

Der dritte Satz klingt selbstverständlich und hat eine Folge für die Planung. Weil immer nur ein Gang offen ist, können zwei Personen nicht gleichzeitig an zwei verschiedenen Stellen der Anlage arbeiten, ohne sich abzustimmen. Wo mehrere Personen ständig im Magazin arbeiten, braucht es mehrere Blöcke oder Regeln dafür, wer wann fährt.

Zur Anlage gehören Unterlagen. Für Regale muss eine Aufbau- und Betriebsanleitung vorliegen. Bei kraftbetriebenen Anlagen müssen die wichtigsten Punkte der Betriebsanleitung dauerhaft am Regal stehen, als Piktogramme oder Kurztexte. Und an ortsfesten wie verfahrbaren Regalen gehört nach Abschnitt 4.2.7.1 ein dauerhaftes Belastungsschild mit Hersteller, Typ, Baujahr oder Kommissionsnummer, zulässigen Fach- und Feldlasten und gegebenenfalls elektrischen Kenndaten.

Darauf verzichtet werden darf bei handbeladenen Regalen mit einer Fachlast unter 200 Kilogramm oder einer Feldlast unter 1.000 Kilogramm; die DGUV-Information nennt Büroregale als Beispiel. Eine Büroanlage mit Fachlasten unter 200 Kilogramm kann damit formal unter die Ausnahme fallen. Die RAL-Gütebestimmung ist strenger: Gütegesicherte verfahrbare Regale tragen den Hersteller, das Baujahr, den Regaltyp, die zulässige Belastung je Fach oder Feld und Wagen und die elektrischen Daten.

Für den Betreiber lohnt sich das Schild auch ohne Pflicht. Wer in zehn Jahren eine Anlage erweitert, verlagert oder prüfen lässt, braucht genau diese Zahlen, und sie stehen sonst nur in einem Angebot, das niemand mehr findet. Bei der Übergabe verlangt die RAL-Bestimmung außerdem ein Typenschild, eine Bedienungsanleitung mit Bedienungsreihenfolge, Sicherheitseinrichtungen und Verhalten bei Störungen sowie eine Wartungsanleitung.

Prüfen lassen: was nach der Montage und danach gilt

Eine Rollregalanlage wird nicht nur einmal abgenommen. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt in § 14 Absatz 1 für Arbeitsmittel, deren Sicherheit von den Montagebedingungen abhängt, eine Prüfung durch eine zur Prüfung befähigte Person — und zwar „vor jeder Inbetriebnahme nach einer Montage". Für eine Anlage, deren Schienen im Boden liegen und deren Wagen auf diesen Schienen eingemessen werden, ist das der Normalfall.

Wiederkehrende Prüfungen verlangt § 14 Absatz 2 bei Arbeitsmitteln, die schädigenden Einflüssen ausgesetzt sind. Art, Umfang und Fristen legt der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung fest. Eine feste Frist in Monaten nennt die DGUV Information 208-061 nicht. Sie hält aber fest, dass bei kraftbetriebenen Regalen immer mit schädigenden Einflüssen zu rechnen ist, auch bei Handbeladung. Für handbeladene Regale hält die ältere DGUV Information 208-043 einen Verzicht auf regelmäßige Prüfungen in der Regel für möglich.

Als Anhaltspunkt nennt die Technische Regel TRBS 1201 für Regale, ausdrücklich auch kraftbetriebene, eine Prüffrist von einmal pro Jahr als bewährt. Die Norm DIN EN 15635 sieht laut DGUV 208-043 eine Experteninspektion mindestens alle 12 Monate vor, dazu wöchentliche Sichtkontrollen. Ob diese Norm, die vor allem für statische Lagersysteme geschrieben ist, eine manuelle Rollregalanlage im Büro vollständig erfasst, ist offen; sie enthält aber ein Beispiel für ein Belastungsschild an verfahrbaren Fachbodenregalen.

Mauser schreibt auf seiner Website, der Gesetzgeber schreibe Regalinspektionen nach Betriebssicherheitsverordnung und DIN EN 15635 vor, „die alle 12 Monate durchzuführen sind". So eindeutig steht das in keiner der hier gelesenen Vorschriften. Die zwölf Monate sind eine bewährte Praxis, keine Zahl aus dem Gesetz.

Was die Prüfung umfasst, wer prüfen darf und wie das Protokoll aussehen muss, behandelt der Ratgeber zur Prüfung von Rollregalen. Für die Planung genügt: Die Prüfung nach der Montage gehört in den Auftrag, und die Frist für die wiederkehrende Prüfung sollte feststehen, bevor die Anlage in Betrieb geht. Das Ergebnis jeder Prüfung ist nach § 14 Absatz 7 aufzuzeichnen und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.

Was im Angebot stehen muss: Unterlagen nach RAL-RG 614

„Ausschreibung Rollregalanlage" gehört zu den Ergänzungen, die die Suche vorschlägt, und keine der gelesenen Herstellerseiten beantwortet sie. Die RAL-Gütebestimmung tut es zumindest für den Teil, den der Anbieter liefern muss. Bei Angebotsabgabe gehören dazu mindestens:

  1. ein Grundriss der gesamten Anlage mit eingezeichneten, bemaßten Bodenschienen,
  2. die Radlasten, ihre Abstände und die Spurweite,
  3. Hinweise auf bauseitige Maßnahmen.

Danach werden die Bemaßung der Schienen im Raum, die Abstände zu den Gebäudegrenzen und zu vorhandenen Einbauten festgelegt. Bei der Übergabe kommen Typenschild, Bedienungsanleitung, Wartungsanleitung und bei kraftbetriebenen Anlagen EG-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung hinzu.

Aus den übrigen Abschnitten dieses Ratgebers lässt sich ergänzen, was in einer Anfrage stehen sollte, damit die Angebote vergleichbar werden:

  • Bestand in laufenden Metern und Lagergut, also Ordner, Kartons oder Bücher, möglichst mit gewogenen Stichproben.
  • Fachlast, Feldlast, Wagenlast und Wagenlänge als Zahlen, nicht als Klassenname.
  • Antriebsart passend zur Wagenlast nach Abschnitt 4.3.5.9 der DGUV Information 208-061.
  • Bodenaufbau: unterflur, Podest oder schienenlos, mit Bauhöhe und Rampenkanten.
  • Sicherheitsausstattung: Kippsicherung, Gangsicherung, bei Kraftantrieb Schutzeinrichtungen nach DIN EN 15095.
  • Prüfung vor Inbetriebnahme durch eine befähigte Person, mit Protokoll.
  • Belastungsschild mit den zulässigen Lasten, auch wenn die Ausnahme für Büroregale greifen würde.

Den Nachweis der Deckentragfähigkeit liefert nicht der Anbieter, sondern der Betreiber, meist über einen Statiker. Die RAL-Bestimmung sieht ausdrücklich vor, dass sich der Hersteller die ausreichende Beschaffenheit der Aufstellfläche bestätigen lässt. Wer diese Bestätigung unterschreibt, sollte die Radlasten aus dem Angebot vorher an den Statiker weitergegeben haben.

Ein Hinweis zu Prüfzeichen: Das RAL-Gütezeichen und das GS-Zeichen sind freiwillige Nachweise. Die GS-Angabe bei Bruynzeel zeigt, dass ein Zeichen die zulässige Last senken kann. Ein Angebot sollte deshalb sagen, für welche Ausführung das Zeichen gilt und welche Lasten dann gelten.

Rollregalanlage gebraucht kaufen

Zur Suche nach Rollregalanlagen schlägt die Suchmaschine auch „gebraucht" vor, und Gebrauchtbörsen führen Inserate. Eine gebrauchte Anlage ist aber nicht wie ein gebrauchtes Regal. Ein Teil von ihr gehört zum Boden, auf dem sie stand.

Unterflur verlegte Schienen liegen im Estrich; ob sie sich ausbauen und wiederverwenden lassen, ist eine Frage an den Hersteller. Wer eine solche Anlage kauft, kauft unter Umständen Fahrwagen und Regale ohne passenden Schienenstrang und muss Schienen beschaffen, die zu Spurweite und Rädern passen. Ein Podest ohne Bodenbefestigung, wie es Arbitec-Forster für den FOREG 2000-L beschreibt, ist weniger mit dem alten Raum verbunden. In beiden Fällen gilt am neuen Ort dasselbe wie bei einer neuen Anlage: Nachweis der Aufstellfläche, Verlegung innerhalb der Toleranzen, Prüfung vor der Inbetriebnahme nach der Montage.

Wichtig sind die Unterlagen. Ohne Typenschild und Belastungsangaben weiß niemand, welche Fach-, Feld- und Wagenlasten die Anlage verträgt, und ohne Aufbau- und Betriebsanleitung fehlt eine Unterlage, die für Regale vorliegen muss. Eine Anlage, die nach altem Stand mit Handschub bis 2.000 Kilogramm je Wagen gebaut wurde, überschreitet bei voller Beladung die heutige Grenze von 1.000 Kilogramm. Ob sie mit weniger Last betrieben oder nachgerüstet wird, gehört in die Gefährdungsbeurteilung, bevor sie aufgebaut wird.

Bei kraftbetriebenen Anlagen kommt die Elektrik hinzu. Steuerung, Schutzeinrichtungen und Not-Halt müssen zum Aufstellort passen; die Konformitätserklärung gilt für die Anlage, wie sie geliefert wurde. Wer sie umbaut, verlängert oder mit Teilen anderer Hersteller kombiniert, verändert das, worauf sich die Erklärung bezieht.

Eine gebrauchte Anlage kann trotzdem sinnvoll sein, etwa wenn ein Archiv innerhalb desselben Gebäudes umzieht und der Hersteller den Umbau begleitet. Bei einer Anlage unbekannter Herkunft aus einem Inserat sind die offenen Fragen dagegen größer als die Ersparnis an Regalteilen.

Wann sich eine Rollregalanlage nicht lohnt

In kleinen Räumen. Die Faustwerte der Archivberatungen gelten für Räume ab etwa 50 Quadratmetern. Mit drei Doppelregalen an einem Gang gewinnt eine Anlage nach der Achsrechnung gut 40 Prozent, und Wandabstände, Rampen und Hauptgang nehmen davon noch etwas weg.

Auf Bürodecken ohne Reserve. Eine Decke, die für Büroflächen mit 2,0 kN/m² bemessen ist, trägt nur einen Bruchteil dessen, was die Archivberatungen für Rollregalanlagen ansetzen. Eine Anlage ohne statischen Nachweis widerspricht außerdem der DGUV-Information, die den Nachweis vor dem Aufstellen verlangt.

Bei vielen gleichzeitigen Nutzern. Weil immer nur ein Gang offen ist, eignet sich eine Anlage schlecht für Bereiche, in denen mehrere Personen ständig an verschiedenen Stellen greifen müssen, etwa eine Freihandaufstellung mit Publikum.

Für Bestände, die wandern. Wer Akten täglich zwischen Räumen bewegt, braucht zusätzlich Wagen. Der Aktenwagen-Vergleich zeigt, was ein Wagen für Ordner und Hängemappen tragen muss.

Für ein paar Meter Ordner im Büro. Für einen Bestand, der in zwei oder drei Regale passt, sind Standregale oder Regale auf Lenkrollen die einfachere Lösung, ohne Schienen, Statik und Prüfpflicht nach der Montage. Die Regale auf Rollen aus dem Fachhandel und dem Versand haben eigene Grenzen, vor allem bei der Tragkraft, sobald sie rollen — die fertigen Angebote vergleicht die Übersicht zu Rollregalen und Wagen.

Rollregalanlage planen in sechs Schritten

Aus den Regeln und Zahlen dieses Ratgebers ergibt sich eine Reihenfolge, die Fehlplanungen früh sichtbar macht:

  1. Bestand messen. Laufende Meter heute und erwarteter Zuwachs, getrennt nach Ordnern, Kartons und Büchern. Ein paar Stichproben wiegen.
  2. Fläche schätzen. Laufende Meter durch 9 für eine Rollregalanlage, durch 5 für Standregale, nach dem hessischen Faustwert. Dann mit den Raummaßen abgleichen: Wie viele Doppelregale teilen sich einen Gang?
  3. Last je Meter Wagen rechnen. Zwölf Fachmeter je Meter Doppelregal mal Gewicht je Fachmeter. Daraus ergibt sich mit der Wagenlänge die Wagenlast.
  4. Antrieb wählen. Bis 1.000 Kilogramm je Wagen Handschub, bis 5.000 Kurbel oder Drehstern, darüber Motor.
  5. Decke prüfen lassen. Mit den Radlasten aus dem ersten Angebot zum Statiker, bevor die Aufstellfläche bestätigt wird.
  6. Angebot vollständig verlangen. Grundriss mit bemaßten Schienen, Radlasten, bauseitige Maßnahmen, Lastangaben, Sicherheitsausstattung, Prüfung nach der Montage.

Ein Beispiel: Ein Büroarchiv mit 600 laufenden Metern Ordnern braucht nach dem hessischen Faustwert rund 67 Quadratmeter für eine Rollregalanlage statt 120 für Standregale. Ein Meter Doppelregal voller breiter Ordner wiegt 523 Kilogramm, ein vier Meter langer Fahrwagen also rund 2.090 — doppelt so viel, wie Handschub erlaubt. Die Anlage braucht einen Drehstern oder eine Kurbel, und der Statiker bekommt die Radlasten für Wagen, die je über zwei Tonnen tragen. Wären es Archivkartons, bemessen mit den 62 Kilogramm des LWL je Fachmeter, trüge derselbe Wagen 2.976 Kilogramm; der Antrieb bliebe derselbe, die Nutzlast je Wagen stiege um gut 40 Prozent.

Wer diese sechs Schritte geht, hat am Ende eine Zahl für jede Frage, die im Gespräch mit dem Anbieter offen bleiben könnte. Die Prozentzahlen aus der Werbung braucht er dann nicht mehr.

Häufige Fragen

Was ist eine Rollregalanlage?

Eine Anlage aus Regalen auf Fahrwagen, die auf Bodenschienen oder einem Podest zusammengeschoben werden. Statt zwischen jeder Regalreihe einen festen Gang freizuhalten, öffnet man nur den Gang, in dem gerade gearbeitet wird. Der Hersteller Bruynzeel datiert das Prinzip auf ein Patent des Schweizer Ingenieurs Hans Ingold von 1947. Das Regelwerk der Unfallversicherung spricht von verfahrbaren Regalen und Schränken.

Wie viel Platz spart eine Rollregalanlage?

Archivberatungen rechnen mit 9 statt 5 laufenden Metern Akten je Quadratmeter (Hessen), mit 8⅓ statt 5 (LWL) oder nach DIN 67700 mit 8,8 statt 4,2. Das sind 67 bis 110 Prozent mehr. Die einfache Rechnung mit 0,80 Meter tiefen Doppelregalen und den Gangbreiten der DIN 67700 ergibt 43 Prozent bei drei Regalen je Gang, 67 Prozent bei sechs und 89 Prozent bei zwanzig.

Ab welchem Gewicht braucht eine Rollregalanlage eine Kurbel oder einen Motor?

Nach Abschnitt 4.3.5.9 der DGUV Information 208-061 ist Handschub nur bis 1.000 kg Nutzlast je verfahrbarer Einheit zulässig. Von über 1.000 bis 5.000 kg braucht die Anlage einen mechanisch unterstützenden Antrieb wie Kurbel oder Drehstern, über 5.000 kg einen Kraftantrieb. Ein Doppelregal mit sechs Fachböden je Seite erreicht 1.000 kg je nach Lagergut nach 1,1 bis 4,2 Metern Länge.

Welche Bodenbelastung braucht eine Rollregalanlage?

Die Archivberatungen setzen für Rollregalanlagen 1.000 kg/m² (LWL), 12,5 bis 15 kN/m² (Brandenburg, LVR) oder 1.250 bis 1.560 kg/m² (Hessen) an. Eine Bürofläche ist nach Eurocode für 2,0 kN/m² bemessen, also rund 200 kg/m². Die DGUV Information 208-061 verlangt, dass die Belastbarkeit der Aufstellfläche vor dem Aufstellen nachgewiesen ist; für Kompaktmagazine ist ein Einzelnachweis durch einen Statiker nötig.

Wie breit ist der Gang in einer Rollregalanlage?

Die RAL-Gütebestimmung verlangt innerhalb verfahrbarer Regale mindestens 750 mm. Bei Handschub darf der Regalblock nach DGUV Information 208-061 nur zwischen 0,75 und 1,00 m verfahrbar sein. Die DIN 67700 setzt für Bediengänge in Rollregalanlagen die Fachtiefe plus 0,55 m an, bei Regalen über fünf Meter Länge plus 0,65 m; bei 0,40 m Fachtiefe sind das 0,95 und 1,05 m.

Kann man eine Rollregalanlage ohne Schienen im Boden aufstellen?

Ja. Neben Schienen im Estrich gibt es Schienen in einem Podest auf dem vorhandenen Boden, bei Zambelli mit mindestens 35 mm Bauhöhe und abgeschrägten Kanten als Rampe, und schienenlose Systeme mit einem Fahrpodest oder Laufrollen direkt auf dem Boden. Absätze müssen nach DGUV Information 208-061 angeschrägt oder deutlich gekennzeichnet sein, und auch ein Podest verändert nichts an der Last, die der Boden tragen muss.

Muss eine Rollregalanlage geprüft werden?

Nach der Montage ja: Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt für Arbeitsmittel, deren Sicherheit von der Montage abhängt, eine Prüfung durch eine befähigte Person vor jeder Inbetriebnahme. Für wiederkehrende Prüfungen legt der Arbeitgeber die Frist in der Gefährdungsbeurteilung fest. Die TRBS 1201 nennt für Regale, auch kraftbetriebene, einmal jährlich als bewährt; bei kraftbetriebenen Anlagen ist nach DGUV Information 208-061 immer mit schädigenden Einflüssen zu rechnen.

Was muss in einem Angebot für eine Rollregalanlage stehen?

Nach der Gütebestimmung RAL-RG 614 mindestens ein Grundriss mit bemaßten Bodenschienen, die Radlasten mit Abständen und Spurweite und Hinweise auf bauseitige Maßnahmen. Für einen Vergleich der Angebote gehören außerdem Fach-, Feld- und Wagenlast, Wagenlänge, Antriebsart, Bodenaufbau, Sicherheitsausstattung und die Prüfung nach der Montage dazu.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Lena Moritz

Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Schreibt über Büromöbel, Ablagesysteme und Polstermöbel.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Einrichtungsprodukte, Möbel und Stauraum

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
05.10.2026
Geändert
05.10.2026
Geprüft
05.10.2026
Quellen
37

Änderungsverlauf

  • 05.10.2026 — Erstveröffentlichung.
  • 05.10.2026 — Verweise auf die Ratgeber zur Bodenbelastung und zur Prüfung verlinkt.

Belege

  1. [1]DGUV Information 208-061: Lagereinrichtungen und Ladungsträger, Ausgabe November 2023, aktualisiert Juli 2024Institution oder Normpublikationen.dguv.deAbschnitt 4.3.5.9: Handschub bis 1.000 kg Nutzlast je Einheit, Regalblock nur zwischen 0,75 und 1,00 m verfahrbar; über 1.000 bis 5.000 kg mechanisch unterstützter Antrieb oder Kraftantrieb; über 5.000 kg Kraftantrieb. Außerdem 4.1.2.6 Nachweis der Aufstellfläche, 4.2.7.1 Belastungsschild, 4.3.5.1 bis 4.3.5.10 Kippsicherung, Abstände, Not-Halt, 5.2.2 Bedienung, 6.1 Prüffristen. Abgerufen am 05.10.2026.
  2. [2]DGUV Publikationen: Produktseite DGUV Information 208-061Institution oder Normpublikationen.dguv.deDie 208-061 ist aus der DGUV Regel 108-007 entstanden; die 108-007 wurde zurückgezogen. Abgerufen am 05.10.2026.
  3. [3]DGUV Regel 108-007 (Oktober 1988, Nachdruck September 2006), Kopie beim Hersteller BITOInstitution oder Normbito.comZurückgezogene Vorgängerregel: Handschub bis 2.000 kg, mechanisch über 2.000 bis 5.000 kg; Wandabstand 120 bis 180 mm; Bodenabstand nach Feldlast. Nur als historische Fundstelle verwendet. Abgerufen am 05.10.2026.
  4. [4]RAL-RG 614: Güte- und Prüfbestimmungen Lager- und Betriebseinrichtungen, Ausgabe November 2021, Teil 614/4 verfahrbare RegaleInstitution oder Normral-rg614.deTypen A, B, C; Gewichtsklassen leicht bis 600, mittel bis 1.000, halbschwer bis 2.000 kg je Meter Regaleinheit; Typ A bis 2.000 kg je Fahrgestell; Angebotsunterlagen mit bemaßten Bodenschienen und Radlasten; Schienenneigung höchstens 1 mm je Meter, örtlich 2 mm auf 1 m; Gang mindestens 750 mm; Verzögerungsweg Handantrieb 0,05 m; Durchtrittsicherheit 100 kg. Privatrechtliche Gütebestimmung. Abgerufen am 05.10.2026.
  5. [5]DGUV Information 208-043: Sicherheit von Regalen, Juni 2020Institution oder Normpublikationen.dguv.deKeine harmonisierte Norm für handbetriebene Regale (Stand 2020); DIN EN 15635: Experteninspektion mindestens alle 12 Monate, Sichtkontrollen wöchentlich; bei handbeladenen Regalen in der Regel Verzicht auf wiederkehrende Prüfung möglich. Abgerufen am 05.10.2026.
  6. [6]Betriebssicherheitsverordnung, § 14 Prüfung von ArbeitsmittelnInstitution oder Normgesetze-im-internet.deAbsatz 1: Prüfung „vor jeder Inbetriebnahme nach einer Montage"; Absatz 2: wiederkehrende Prüfung bei schädigenden Einflüssen; Absatz 7: Aufzeichnung bis zur nächsten Prüfung. Abgerufen am 05.10.2026.
  7. [7]TRBS 1201: Prüfungen und Kontrollen von Arbeitsmitteln, Anhang 4Institution oder Normbaua.deTabelle 1, lfd. Nr. 14: „Regale (auch kraftbetrieben)", Prüffrist einmal pro Jahr als bewährt. Abgerufen am 05.10.2026.
  8. [8]Hessisches Landesarchiv: Handreichung zur Aufbewahrung von Archivgut (2022)Institution oder Normarchivberatung.hessen.deFlächenbedarf: laufende Meter durch 5 bei Standregalen, durch 9 bei Rollregalen; Last bei Rollregalen ca. 1.250 bis 1.560 kg/m², bei Standregalen ca. 750 bis 1.250 kg/m². Abgerufen am 05.10.2026.
  9. [9]LWL-Archivamt: Anforderungen an archivgerechte Regalanlagen, Stand 02.07.2018Institution oder Normlwl-archivamt.deRollregale 8 1/3 lfdm/m², Standregale 5 lfdm/m²; Statik über 1.000 kg/m² bzw. über 500 kg/m²; Regalböden 62 kg/lfdm bei 0,40 m Tiefe. Abgerufen am 05.10.2026.
  10. [10]Kießling: Anforderungen an Archivbauten, in: Texte und Untersuchungen zur Archivpflege 20, LWL-Archivamt 2007Institution oder Normlwl.orgFächer 90, 100 oder 120 cm breit, 40 cm hoch und tief; Bleche mindestens 70 kg Tragfähigkeit. Abgerufen am 05.10.2026.
  11. [11]Glauert: Anforderungen an ein Archivmagazin. Eine Checkliste (Potsdam 2005)Institution oder Normfh-potsdam.de5 bzw. 9 lfm je m² bei Räumen ab ca. 50 m², Regalhöhe rund 2.300 mm, sechs Fachböden; Papierwichte 8,5 kN/m³; Fachböden mindestens 80 kg/lfm bei 400 mm Tiefe; Deckenlast Rollregale ca. 12,5 bis 15 kN/m²; ebener Fußboden ohne Abrieb. Abgerufen am 05.10.2026.
  12. [12]Glauert: Neue Normen für die Planung von Archivmagazinen, Folien zum 78. Südwestdeutschen Archivtag, Augsburg 2018Institution oder Normlandesarchiv-bw.deNach DIN 67700: Rollregalanlage 8,8 lfm/m², Standregalanlage 4,2 lfm/m²; Bediengänge in Rollregalanlagen Fachtiefe + 0,55 m (+ 0,65 m bei über 5 m Regallänge); Regalhöhe höchstens 2,40 m, oberster belegter Fachboden höchstens 2,15 m, unterster mindestens 0,15 m. Abgerufen am 05.10.2026.
  13. [13]Das Archivmagazin, Vorträge des 78. Südwestdeutschen Archivtags (Kohlhammer 2019)Institution oder Normlandesarchiv-bw.deGlauert, S. 33 und 36: Rollregalanlagen nach Erfahrungswerten mindestens 9,0 bis 12,5 kN/m², DIN 67700 Standregale 6,0 kN/m². Kruse, S. 24: Staatsarchiv Landshut, Estrich mit breiten Rissen herausgestemmt, Rollregalschienen neu verlegt. Abgerufen am 05.10.2026.
  14. [14]LVR-AFZ: Allgemeine Anforderungen an Archivbauten und -räumlichkeiten, November 2022Institution oder Normafz.lvr.deStatik: Standregale ca. 7,5 bis 12,5 kN/m², Rollregale ca. 12,5 bis 15 kN/m². Abgerufen am 05.10.2026.
  15. [15]BIB-Checkliste 35: Bauplanung von Firmenbibliotheken in Zahlen, 2. AuflageQuellebib-info.deNach DIN 67700, Tab. 16: Bediengang im Magazin 0,80 m (unter 5 m Regallänge), 0,90 m (über 5 m oder mehrere Personen); Faktor Erschließungsfläche Standregale im Magazin bei 6 m Reihenlänge 1,30. Tabellen als Bild im PDF. Abgerufen am 05.10.2026.
  16. [16]Handreichung zu Bau und Ausstattung Öffentlicher Bibliotheken, Komplettversion 2024Institution oder Normbibliotheksportal.deAbschnitt 5.2: Kompaktmagazin Einzelnachweis erforderlich; Magazin und Freihandbereich 6,0 kN/m², Büroräume 2,0 kN/m². Abgerufen am 05.10.2026.
  17. [17]DIN-Handbuch Eurocode 1, Band 1, Leseprobe: DIN EN 1991-1-1/NA, Tabelle 6.1DEInstitution oder Normapi.pageplace.deBüroflächen B1 2,0 kN/m²; allgemeine Lagerflächen einschließlich Bibliotheken E1.2 6,0 kN/m² als Mindestwert. Abgerufen am 05.10.2026.
  18. [18]Bundesarchiv, invenio-Glossar: Laufender MeterInstitution oder Norminvenio.bundesarchiv.deRichtwert für 1 lfm fachgerecht kartoniertes Archivgut DIN A4: 26 × 35 × 100 cm. Abgerufen am 05.10.2026.
  19. [19]Akten-Archiv Rhein-Ruhr: DurchschnittswerteQuelleaktenarchiv-rheinruhr.deEin Aktenmeter = 12 breite Ordner oder 10 bis 12 Archivschachteln; Ordner ca. 2,2 kg, Archivschachtel 2,0 bis 2,5 kg. Dienstleisterangabe. Abgerufen am 05.10.2026.
  20. [20]Bruynzeel: Compactus, Produktfamilie und GeschichteHerstellerangabebruynzeel.deAnfänge 1947, erfunden und patentiert von Hans Ingold in der Schweiz; „verdoppeln oder gar vervierfachen". Abgerufen am 05.10.2026.
  21. [21]Bruynzeel: RollregaleHerstellerangabebruynzeel.de„bis zu 50% mehr Platz"; permanente Antriebsüberwachung bei elektrischen Anlagen. Abgerufen am 05.10.2026.
  22. [22]Bruynzeel Compactus Original XT, Bedienungsanleitung (beim Händler gehostet)Herstellerangabecfnygroup.comMaximale Länge 6.000 mm; „Maximum load per bay: 375 kg (GS: 290 kg)"; Bedienkraft „(1-10 kg)", „Do not use momentum!"; Handradsperre. Abgerufen am 05.10.2026.
  23. [23]Zambelli: Archiv-Broschüre ZRSHerstellerangabezambelli.comUnterflur oder auf vorhandenem Boden; Podest mindestens 35 mm, Aluminiumkanten als Auffahrrampe; Verlegung nach RAL RG 614; Drehstern oder Handrad; Fachböden 100 kg, verstärkt 200 kg, Spezifikation bis 130 kg; Platzbedarf „um fast 50 Prozent" geringer, Kapazität „um mindestens 100 Prozent" höher. Abgerufen am 05.10.2026.
  24. [24]Forster: FOREG 2000, ProspektHerstellerangabeforster.atHandschub bis 2.000 kg je Fahrwagen, Drehstern bis 5.000 kg mit Bodenkette oder Reibrad, Elektro darüber; Fachböden 130 kg bei 900 mm bis 100 kg bei 1.200 mm; Anlagenhöhe Rahmenhöhe + 162 mm; „annähernd doppelt so viel Lagerplatz". Abgerufen am 05.10.2026.
  25. [25]Arbitec-Forster: FOREG 2000-L, Prospekt (beim Händler Grohmann gehostet)Herstellerangabegrohmann-archive.deFachlast bis 50 kg, Feldlast bis 600 kg; Wagenhöhe 80 mm; Schienenpodest ohne Bodenbefestigung; ab drei Feldern nur mit Drehstern; Regallasten „mit den zulässigen Deckenbelastungen abgestimmt". Abgerufen am 05.10.2026.
  26. [26]mauser: Rollregal RR 409 für Büro und ArchivHerstellerangabemauser-moebel.deFeldbelastungen 350, 600, 1.000 kg; Bodenaufbau Rohbetondecke mit Unterfütterung, Schienenkanäle im Fertigfußboden; Regalinspektion „alle 12 Monate"; optional Elektroantrieb und Zentralverschluss. Abgerufen am 05.10.2026.
  27. [27]mauser: Prospekt Das Regalsystem mauser 409 (10/2022)Herstellerangabemauser-moebel.deSternrad „bis zu 4.500 kg", Handschub bis 2.000 kg je Regaleinheit; Bodenaufbau auch mit Holzpodest; elegant move mit Fahrpodest statt Fahrschienen; Regallängen 1 bis 12 m. Abgerufen am 05.10.2026.
  28. [28]mauser: Ratgeber FlächeneffizienzHerstellerangabemauser-moebel.deSternrad „bis zu 5.000 kg", Handschub „bis max. 2.000 kg pro Regaleinheit", „nahezu 100 % mehr Stauraum". Abgerufen am 05.10.2026.
  29. [29]mauser: Katalog Rollregale RR 409 und BRR, 08/2007 (beim Händler gehostet)Herstellerangabecubus.itSterngriff für Regalbreiten bis 9,5 m und 30.000 kg Gesamtgewicht, bis 5.000 kg je Regalachse; Lauf- und Spurrollen 1.000 kg je Rolle; 600 und 1.000 kg je Meter Wagenbreite; Blockbegrenzung, Kupplungsverschlüsse, Kippsicherung. Abgerufen am 05.10.2026.
  30. [30]Mauser Regaltechnik: RollregaleHerstellerangabemauser-regaltechnik.deSchienen bündig mit dem Lagerboden; „bis zu 100 % erhöhte Lagerkapazität oder bis zu 50 % Einsparung der verwendeten Fläche". Abgerufen am 05.10.2026.
  31. [31]unima: Rollregalanlage Typ 12Herstellerangabeunima-regalsysteme.chBis 1.000 kg je Meter Wagen; Handschubwagen bis 2.000 kg; Kurbel 1:3 oder 1:6, 17 bzw. 8,5 cm je Umdrehung; Montage auf Rohbeton, in Fräsungen oder Bestandsböden. Abgerufen am 05.10.2026.
  32. [32]SSI Schäfer: Verschieberegale für leichte und mittlere Fachlasten, BroschüreHerstellerangabessi-schaefer.comKurbel mit lastabhängiger Übersetzung, Kette in der Führungsschiene; schienenloses System; Rücklaufsperre, Kippsicherung, Gangverschluss; „40% weniger Fläche", „eine 85% größere Lagermenge". Abgerufen am 05.10.2026.
  33. [33]Dexion: Verschieberegalsystem Hi280Herstellerangabedexion.deReihenlasten bis 15 t je Fahrwagen; manuell bewegte Regalreihe bis 40 t (20 Felder × 2.000 kg); Handrad oder optionale elektrische Unterstützung; Direktmontage auf Bestandsböden. Abgerufen am 05.10.2026.
  34. [34]AWELA: ZIPPEL Rollregalanlage, HändlerangabenHändler- oder Marktdatenawela-shop.deFachlasten bis 90 kg, Feldlasten bis 1.000 kg (Doppelregal), Wagenlast bis 10.000 kg, Fahrrahmen 113 mm, „bis zu 90% Flächengewinn". Abgerufen am 05.10.2026.
  35. [35]Röhr: ZIPPEL Rollregalanlagen, HändlerangabenHändler- oder Marktdatenroehr-vertrieb.deBeladung je Regalfeld 600, 1.000 und 2.000 kg; Fahrschienen im Stahlbett, unterflur oder überflur mit Podest; „bis zu 80 % Platz" gespart. Abgerufen am 05.10.2026.
  36. [36]Julius vom Hofe: Verfahrbare RegaleHerstellerangabehofe24.deAbgeflachte und schräge Podestkanten als Auffahrrampe und Stolperschutz. Abgerufen am 05.10.2026.
  37. [37]lagerconsulting: RollregaleHändler- oder Marktdatenlagerconsulting.atÜberprüfung der Bodenlasten und Freigabe nach statischer Prüfung durch Baustatiker, Baumeister oder Architekten. Abgerufen am 05.10.2026.

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