Vergleich·Monitorarme
Monitor-Wandhalterungen und der Zug am oberen Dübel
Von Matthias KönigFachredaktion Bürotechnik
Zuletzt geprüft am 31. Oktober 2026
25 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf
Eine Monitor-Wandhalterung belastet die Wand nicht mit dem Gewicht des Bildschirms, sondern mit dessen **Moment**: Masse mal Abstand von der Wand, geteilt durch den senkrechten Abstand der Schraubenreihen an der Wandplatte. Ein 8-Kilo-Monitor in 50,8 Zentimetern Auslage zieht an einer Platte mit 10 Zentimetern Lochabstand mit **46 Kilogramm** an den oberen Schrauben, ein 16-Kilo-Monitor in 76,2 Zentimetern mit mehr als **120**. In Beton reichen dafür wenige Zentimeter Lochabstand; in einlagigem Gipskarton bräuchte schon der 8-Kilo-Fall rund **12 Zentimeter** — und liegt dann noch außerhalb dessen, wofür Knauf seine Dübelwerte angibt. Keiner der sechs Hersteller nennt den Lochabstand seiner Wandplatte; nachmessen lässt er sich, bevor das erste Loch gebohrt ist.
Hinweis: Dieser Beitrag enthält Partnerlinks. Kommt darüber ein Kauf zustande, erhalten wir eine Provision — für dich ohne Mehrkosten. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Auf Reihenfolge und Einordnung hat das keinen Einfluss. Details
Acht Kilogramm Bildschirm, 50,8 Zentimeter vor der Wand, eine Wandplatte mit zehn Zentimetern zwischen oberer und unterer Schraubenreihe: An den oberen Schrauben ziehen 46 Kilogramm. Nicht nach unten, wo der Bildschirm hängt, sondern waagerecht aus der Wand heraus.
Diese Zahl steht in keinem Angebot. Sie folgt aus zwei Angaben, die der Hersteller veröffentlicht oder eben nicht — Traglast und Wandabstand — und aus einer dritten, die keiner der sechs Hersteller in diesem Vergleich nennt: dem Lochabstand der Wandplatte. Diese dritte lässt sich messen, bevor gebohrt wird. Wie groß sie sein muss, hängt von der Wand ab, und darum geht es hier: sechs Monitor-Wandhalterungen, gerechnet an der Kraft, mit der sie an ihrem oberen Befestigungspunkt ziehen.
Was am oberen Dübel zieht
Eine Wandplatte mit Arm ist ein Hebel mit zwei Auflagern. Der Bildschirm hängt in einigem Abstand vor der Wand und will die Platte nach vorn kippen. Die Platte stützt sich dabei unten gegen die Wand ab und wird oben aus ihr herausgezogen. Die untere Kante arbeitet auf Druck, die oberen Schrauben auf Zug. Das Gleichgewicht verlangt, dass beide Momente gleich groß sind:
Zug an der oberen Reihe = (Masse × Abstand von der Wand) ÷ Lochabstand.
Masse mal Abstand ist das Moment, in Kilogramm-Zentimetern. Der Lochabstand ist der senkrechte Abstand zwischen der oberen und der unteren Schraubenreihe der Wandplatte. Teilt man das Moment durch diesen Abstand, erhält man die Kraft an der oberen Reihe in Kilogramm. Die Erdbeschleunigung kürzt sich heraus, solange alle Werte in Kilogramm angegeben werden; wo ein Dübel in Kilonewton beziffert ist, entspricht 1 kN rund 102 Kilogramm.
Die Rechnung beruht auf fünf Vereinfachungen, und alle fünf sind so gewählt, dass sie den Leser nicht in falscher Sicherheit wiegen:
- Kippkante an der unteren Schraubenreihe. Drückt sich die Platte tatsächlich weiter unten an die Wand, wird der Hebel länger und die Zugkraft kleiner. Die Rechnung liegt damit auf der ungünstigen Seite.
- Last im Mittelpunkt der VESA-Platte, bei größter Auslage. Der Schwerpunkt eines Panels liegt noch einige Zentimeter vor der VESA-Platte. An dieser Stelle ist die Rechnung eher knapp als großzügig.
- Armgewicht in halber Auslage. Wo der Hersteller das Gewicht des Arms nennt, geht es mit dem halben Wandabstand ein; wo nicht, fehlt es, und das Ergebnis ist ein Mindestwert.
- Gleichmäßige Verteilung. Die Zugkraft verteilt sich auf die Schrauben der oberen Reihe zu gleichen Teilen. Wie viele es sind, sagt die Wandplatte, nicht das Datenblatt; gerechnet wird mit zwei.
- Senkrechte Last getrennt. Das Gewicht von Bildschirm und Arm wirkt zusätzlich nach unten und verteilt sich auf alle Schrauben. Es ist bei einem Wandarm der kleinere Teil der Belastung und wird hier nicht addiert.
Am Beispiel des ONKRON G150-B, für den der Hersteller alle Eingangswerte nennt: 8 Kilogramm in 50,8 Zentimetern ergeben 406,4 kg·cm. Der Arm selbst ist nur mit dem Bruttogewicht von 2,2 Kilogramm samt Verpackung veröffentlicht; in halber Auslage angesetzt, kommen 55,9 kg·cm hinzu. Zusammen sind es 462 kg·cm. Bei 10 Zentimetern Lochabstand zieht die obere Reihe mit 46,2 Kilogramm, bei zwei Schrauben mit 23,1 Kilogramm je Schraube. Nach unten wirken währenddessen 10,2 Kilogramm, verteilt auf alle Schrauben.
Zwei Folgerungen stecken in der Formel und tragen den Rest dieses Beitrags. Erstens: Der Lochabstand steht im Nenner. Halbiert er sich, verdoppelt sich die Kraft. Eine Wandplatte mit fünf statt zehn Zentimetern zwischen den Schraubenreihen zieht beim selben Monitor mit 92 statt 46 Kilogramm. Zweitens: Der Wandabstand steht im Zähler und ist keine feste Größe. Der ONKRON eingefahren, mit der VESA-Platte 90 Millimeter vor der Wand, kommt bei 8 Kilogramm auf 72 kg·cm — nicht einmal ein Fünftel der 406 kg·cm in voller Auslage. Die Wand sieht also nicht den Bildschirm, sondern die Stellung, in der er gerade steht.
| Modell | Bauart | Traglast | Bildschirm | VESA | Wandabstand | Höhenverstellung | Eigengewicht | Untergrund laut Hersteller | Moment bei Volllast | Zug obere Reihe bei 10 cm Lochabstand | Segment | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
ONKRON G150-BONKRON | Gasdruck-Wandarm | 1–8 kg | 13–34 Zoll | 75×75, 100×100 | 90–508 mm | 280 mm | keine Angabe (Bruttogewicht mit Verpackung 2,2 kg) | keine Angabe auf der Produktseite | 462 kg·cm | 46 kg | Mittelklasse | Ansehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab) |
Hama 00220802Hama | flache Neigeplatte | bis 30 kg | 10–26 Zoll | 75×75, 100×100 | 35 mm, fest | keine (Neigung +10° / −15°) | keine Angabe | fischer-Dübel für Voll-, Hohl- und Plattenbaustoffe | 105 kg·cm | 10,5 kg | Einsteiger | Ansehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab) |
Digitus DA-90425DIGITUS | Gasdruck-Wandarm mit Schwenkarm | bis 9 kg | 15–32 Zoll | 75×75, 100×100 | keine Angabe (Länge laut Datenblatt 47,5 cm) | keine Angabe | 1,64 kg | Fachwerk, Beton, Stein | 466 kg·cm (Länge als Auslage) | 47 kg | Einsteiger | Ansehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab) |
PUTORSEN 49 ZollPUTORSEN | Gasdruck-Wandarm, Schwerlast | bis 20 kg | 17–49 Zoll | 75×75, 100×100 | 105–573 mm | 288 mm | keine Angabe | Holz, Beton, Ziegel; nicht Gipskarton | mindestens 1.146 kg·cm | mindestens 115 kg | Mittelklasse | Ansehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab) |
PUTORSEN Extra LongPUTORSEN | Gasdruck-Wandarm, dreiteilig | bis 16 kg | bis 45 Zoll | 75×75, 100×100, 100×200, 200×100, 200×200 | 91–762 mm | keine Angabe | keine Angabe | Holzständer, Beton, Ziegel; nicht Gipskarton allein | mindestens 1.219 kg·cm | mindestens 122 kg | Mittelklasse | Ansehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab) |
Digitus DA-90396DIGITUS | Gasdruck-Wandarm | bis 8 kg | 17–32 Zoll | 75×75, 100×100 | keine Angabe | 280 mm | 1,6 kg | Fachwerk, Beton, Stein | nicht rechenbar, je 10 cm Auslage 80 kg·cm | nicht rechenbar | Einsteiger | Ansehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab) |
Die farbig unterlegte Zeile ist unsere Empfehlung, die Begründung steht im Beitrag. Angaben laut Hersteller. Kein Preis in der Tabelle und keine eigene Note — warum, steht in der Methodik. Den aktuellen Preis zeigt die Produktkarte live von Amazon, mit Datum und Uhrzeit. Die Links zu Amazon sind Partnerlinks.
Fünf Dinge, die Wandhalterung heißen
Der Begriff deckt Bauteile ab, deren Moment sich um mehr als eine Größenordnung unterscheidet. Für die Wand ist das die wichtigste Unterscheidung, wichtiger als Marke oder Mechanik.
Die feste Platte. Eine VESA-Platte, direkt auf eine Wandplatte geschraubt. Der Bildschirm hängt so nah an der Wand, wie die Konstruktion es zulässt, und bewegt sich nicht. Der Abstand von der Wand ist das einzige, was in die Rechnung eingeht, und er ist klein.
Die Neigeplatte. Dieselbe Idee mit einem Gelenk, das den Bildschirm nach vorn oder hinten kippen lässt. Die Hama 00220802 in diesem Vergleich gehört hierher: Wandabstand 3,5 Zentimeter, Neigung +10 bis −15 Grad, keine Höhenverstellung. Der Hersteller nennt sie TV-Wandhalterung, gebaut ist sie für Bildschirme von 10 bis 26 Zoll mit VESA 75×75 und 100×100 — also für das, was am Schreibtisch steht.
Der Gelenkarm ohne Feder. Zwei oder drei Armglieder, schwenk- und ausziehbar, aber ohne Gewichtsausgleich. Die Höhe wird an der Wand festgelegt; der Arm bringt den Bildschirm nach vorn und zur Seite. Für die Wand verhält er sich wie ein Gasdruckarm gleicher Reichweite.
Der Gasdruck-Wandarm. Ein Arm mit Gasfeder, der den Bildschirm in jeder Höhe hält und ihn ausziehen lässt. Fünf der sechs Modelle in diesem Vergleich sind so gebaut. Ihr Wandabstand reicht von 90 bis 105 Millimetern eingefahren bis 508, 573 und 762 Millimetern ausgezogen, soweit die Hersteller ihn nennen.
Die Wandschiene. Eine waagerechte Schiene an der Wand, in die mehrere Arme, eine Tastaturablage oder Halter eingehängt werden. Ergotron beschreibt sein LX Pro Wall Mount System als zwei unabhängige Arme auf einer Schiene, die sich in Ruhestellung „within inches of the wall" verstauen lassen; der Auszug reicht bis 64 Zentimeter. Für die Wand ist die Schiene ein eigener Fall, weil sie die Last über ihre ganze Länge auf mehrere Befestigungspunkte verteilt.
Die erste Unterscheidung entscheidet über alles Weitere. An einer festen oder neigbaren Platte beträgt das Moment eines 8-Kilo-Monitors 28 kg·cm (8 Kilogramm in 3,5 Zentimetern), am voll ausgezogenen ONKRON ohne Armgewicht 406 kg·cm. Das ist der Faktor 14,5, und er bestimmt, welche Wand überhaupt in Frage kommt.
Daraus folgt, wann die einfachere Lösung reicht: wenn der Bildschirm nicht bewegt werden muss und der Tisch fest an der Wand steht. Dann bringt ein Arm nur Moment, keine Funktion. Die Bedingung ist streng. Sie gilt nicht für einen Steh-Sitz-Tisch, dessen Platte sich gegenüber der Wand bewegt, und nicht für einen Arbeitsplatz, an dem der Bildschirm zum Lesen herangezogen wird. Für alle anderen Fälle ist die Neigeplatte die Halterung mit dem kleinsten Anspruch an die Wand.
Die Zugkraft je Modell
Für fünf der sechs Modelle nennt der Hersteller einen Wandabstand oder wenigstens eine Länge, aus der er sich abschätzen lässt. Den Lochabstand der Wandplatte nennt er für keines — weder auf der Produktseite noch im Datenblatt. Hama veröffentlicht als einziger die Größe der Platte (4,5 mal 8 Zentimeter), woraus sich wenigstens eine Obergrenze ergibt. Grundgesamtheit dieser Auszählung sind die Produktseiten und Datenblätter der sechs Modelle, abgerufen am 31.10.2026.
Weil der Lochabstand fehlt, rechnet die folgende Tabelle in zwei Richtungen. Die vorletzte Spalte zeigt die Zugkraft an der oberen Reihe für eine angenommene Platte mit 10 Zentimetern Lochabstand. Die drei rechten Spalten drehen die Rechnung um: Sie geben an, wie groß der Lochabstand mindestens sein muss, damit zwei obere Dübel unter ihrer Lastangabe bleiben — 20 Kilogramm für einen Knauf-Hohlraumdübel in einlagiger 12,5-mm-Gipsplatte, 63 Kilogramm für einen fischer DuoPower 8×40 in Vollziegel, 112 Kilogramm für denselben Dübel in Beton.
| Modell | Last | Auslage | Moment | Zug bei 10 cm | Gipskarton | Vollziegel | Beton |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ONKRON G150-B | 8 kg | 50,8 cm | 462 kg·cm | 46 kg | 11,6 cm | 3,7 cm | 2,1 cm |
| Digitus DA-90425 | 9 kg | 47,5 cm | 466 kg·cm | 47 kg | 11,7 cm | 3,7 cm | 2,1 cm |
| PUTORSEN 49 Zoll | 20 kg | 57,3 cm | ≥ 1.146 kg·cm | ≥ 115 kg | ≥ 28,7 cm | ≥ 9,1 cm | ≥ 5,1 cm |
| PUTORSEN Extra Long | 16 kg | 76,2 cm | ≥ 1.219 kg·cm | ≥ 122 kg | ≥ 30,5 cm | ≥ 9,7 cm | ≥ 5,4 cm |
| Hama 00220802 | 30 kg | 3,5 cm | 105 kg·cm | 10,5 kg | 2,6 cm | 0,8 cm | 0,5 cm |
| Digitus DA-90396 | 8 kg | keine Angabe | — | — | — | — | — |
Moment und Lochabstände eigene Rechnung aus Herstellerangaben (Abruf 31.10.2026); zwei obere Dübel; Dübelwerte Knauf und fischer, siehe Quellen. „≥": ohne Armgewicht, das der Hersteller nicht nennt.
Drei Gruppen fallen auf.
Die beiden Arme bis 9 Kilogramm liegen gleichauf. ONKRON und Digitus DA-90425 kommen auf 462 und 466 kg·cm. In Beton und Vollziegel ist das unkritisch: Selbst eine Wandplatte mit nur vier Zentimetern Lochabstand hält zwei obere Dübel unter ihrer Lastangabe. In einlagigem Gipskarton bräuchte die Platte knapp 12 Zentimeter — und wäre damit noch nicht im grünen Bereich, wie der Abschnitt zum Trockenbau zeigt.
Die beiden PUTORSEN-Arme liegen bei mehr als dem Doppelten. Mit 20 Kilogramm in 57,3 Zentimetern und 16 Kilogramm in 76,2 Zentimetern erreichen sie mindestens 1.146 und 1.219 kg·cm, ohne ihr eigenes Gewicht. Hier wird auch Vollziegel zur Rechenfrage: Bei 10 Zentimetern Lochabstand zögen zwei Dübel am Extra Long je 61 Kilogramm, knapp unter den 63, die fischer für den DuoPower 8×40 in Vollziegel empfiehlt. Gipskarton ist mit 29 bis 31 Zentimetern Lochabstand außer Reichweite jeder Wandplatte; der Hersteller schließt ihn bei beiden Armen selbst aus.
Die flache Platte ist ein anderer Fall. Hama kommt bei voller Traglast von 30 Kilogramm auf 105 kg·cm, bei einem 8-Kilo-Monitor auf 28. Die Befestigungsplatte ist 8 Zentimeter lang, und mehr als 2,6 Zentimeter Lochabstand braucht es selbst in Gipskarton nicht.
Und ein Arm lässt sich nicht rechnen. Für den Digitus DA-90396 nennt das Datenblatt Traglast, Eigengewicht und Höhenverstellung, aber keine Reichweite. Das Moment lässt sich nur in Schritten angeben: Jede 10 Zentimeter Auslage bringen bei 8 Kilogramm 80 kg·cm. Wer diesen Arm wählt, misst die Auslage nach dem Auspacken und rechnet selbst.
Wer einen dieser Arme an einer einlagigen Gipskartonwand ohne erreichbaren Ständer oder Traverse befestigen will, sollte ihn nicht kaufen. Das ist keine Vorsicht, sondern die Rechnung, und zwei der Hersteller sagen dasselbe. Die Alternative ist entweder die flache Platte, wenn der Bildschirm still stehen darf, oder ein Arm am Tisch — wie der befestigt wird und was die Platte dafür hergeben muss, steht im Ratgeber zu Klemme, Tülle und Durchschraubung.
Wie viel ein Dübel tragen darf, und in welcher Wand
Die rechte Seite der Rechnung ist die Lastangabe des Dübels, und sie hängt nicht vom Dübel allein ab, sondern vom Untergrund. Derselbe Spreizdübel trägt in Beton fast das Doppelte dessen, was er in Vollziegel trägt.
In Beton und Mauerwerk. Für den fischer DuoPower 8×40 nennt der Fachhandel diese empfohlenen Lasten: 1,10 Kilonewton in Beton, 0,62 Kilonewton in Vollziegel, 0,25 Kilonewton in Gipsbauplatten. In Kilogramm sind das rund 112, 63 und 25. „Gipsbauplatten" meint dabei massive Gips-Wandbauplatten, nicht Gipskarton; das fischer-Produktblatt führt beide als getrennte Baustoffe.
In Gipskarton. Hier wechselt der Dübel die Bauart. Ein Spreizdübel spreizt in einer hohlen Platte ins Leere; tragen kann nur, was sich hinter der Platte abstützt — ein Kipp-, Klapp- oder Hohlraumdübel. fischer gibt für seinen Kippdübel DuoTec empfohlene Höchstlasten von 20 bis 51 Kilogramm an, je nach Plattenmaterial und Plattenstärke. Knauf nennt für den Hohlraumdübel Hartmut in einer einlagigen 12,5-Millimeter-Gipsplatte 20 Kilogramm. Die Tabelle oben rechnet mit diesen 20, weil sie für die verbreitetste Trockenbauwand gelten.
In Lochziegel und Porenbeton. Für diese Baustoffe nennt die zitierte Händlerangabe zum DuoPower keinen Wert, und die Tabelle führt deshalb keinen. Lochziegel und Porenbeton verlangen Dübel, die für sie ausgelegt sind; die Lastangabe steht dann in der Tabelle des jeweiligen Dübels. Warum ein normaler Spreizdübel in Porenbeton ausreißt, steht im Abschnitt zur Wandmontage des Befestigungs-Ratgebers.
Zwei Einschränkungen gehören zu diesen Zahlen. Erstens sind es empfohlene Lasten, keine Bruchlasten. Der Hersteller hat einen Sicherheitsabstand eingerechnet; wer die Zahl erreicht, ist nicht an der Grenze des Dübels, sondern an der Grenze dessen, was der Hersteller noch empfiehlt. Zweitens sagt eine einzelne Zahl nichts über die Lastrichtung. Der obere Dübel einer Wandplatte wird vor allem auf Zug beansprucht, also in Richtung seiner Achse aus der Wand heraus, und zusätzlich mit einem Teil des Gewichts quer dazu. Für welche Richtung eine Angabe gilt, steht in der Lastentabelle des Dübels, nicht in der Kurzangabe beim Händler.
Was die Tabelle trotzdem leistet: Sie zeigt die Größenordnung. Zwischen Beton und Gipskarton liegt bei diesen Werten mehr als der Faktor fünf. Ein Arm, der in Beton mit zwei Zentimetern Lochabstand auskommt, braucht in Gipskarton zwölf.
Trockenbau: Ständerraster und Konsollast
Für Trockenbauwände gibt es eine Regel, die auf den ersten Blick großzügig klingt. Knauf schreibt in seinem Detailblatt zu Metallständerwänden: „Nach DIN 18183-1 dürfen Ständerwände an beliebiger Stelle durch Konsollasten (z. B. Fernsehgeräte, Hängeschränke) belastet werden." Zulässig sind bis 0,4 Kilonewton je Meter Wandlänge bei einer Beplankung ab 12,5 Millimetern, bis 0,7 Kilonewton bei 15 Millimetern Diamant oder 18 Millimetern Gipsplatte.
Dieselbe Seite nennt die Bedingungen, unter denen das gilt:
- ein Hebelarm, angegeben als Schrankhöhe, von mindestens 300 Millimetern;
- eine Exzentrizität von höchstens 300 Millimetern bei einer Schranktiefe bis 600 Millimeter;
- mindestens zwei Hohlraumdübel, mit einem Abstand von mindestens 75 Millimetern nach DIN 18183-1; die volle Tragfähigkeit setzt Knauf erst ab 250 Millimetern Dübelabstand an.
Beide Maße sind die Größen der Rechnung oben. Die Exzentrizität ist der Abstand der Last von der Wand, der Hebelarm der Abstand zwischen oberem und unterem Kraftangriff — beim Schrank seine Höhe, bei der Monitorhalterung der Lochabstand der Wandplatte.
Ein Vergleich macht den Unterschied greifbar. Für einen Hängeschrank von 400 Millimetern Breite und 600 Millimetern Tiefe nennt die Knauf-Tabelle bei 0,4 kN/m ein zulässiges Gewicht von 16 Kilogramm. Sein Schwerpunkt liegt 300 Millimeter vor der Wand, das Moment beträgt 480 kg·cm. Der ONKRON bei Volllast erzeugt 462 kg·cm — fast dasselbe. Der Unterschied liegt nicht im Moment, sondern im Nenner: Der Schrank verteilt es auf mindestens 30 Zentimeter Höhe, die obere Befestigung zieht mit höchstens 16 Kilogramm. Eine Wandplatte mit 10 Zentimetern Lochabstand zieht beim selben Moment mit 46.
Daraus ergibt sich für die Arme in diesem Vergleich ein klares Bild. Keiner der vier Wandarme mit bezifferter Auslage erfüllt die Exzentrizitätsgrenze: ONKRON 508, Digitus DA-90425 475, PUTORSEN 573 und 762 Millimeter. Und keine Wandplatte, die in den Datenblättern beschrieben ist, erreicht 300 Millimeter Höhe. Ein Gasdruck-Wandarm an einer Gipskartonwand liegt damit außerhalb des Rahmens, für den Knauf seine Dübelwerte überhaupt angibt — nicht knapp, sondern mit beiden Größen. Die Hama-Platte mit 35 Millimetern Wandabstand liegt innerhalb.
Was bleibt, ist das Ständerwerk. Metallständerwände stehen nach den Knauf-Tabellen in einem Achsabstand von 625 Millimetern. Eine Wandplatte, die einige Zentimeter breit ist, trifft davon höchstens einen Ständer, und nur dann, wenn sie genau darauf gesetzt wird. Für Lasten über 0,4 oder 0,7 kN/m nennt Knauf unter anderem Tragständer, Traversen zwischen den Ständern und eine Wandeinlage aus Multiplex oder Gipsfaser hinter der Beplankung. Diese Wege setzen voraus, dass sie beim Bau der Wand eingeplant wurden oder die Wand dafür geöffnet wird. Wo das nicht geht, ist eine Monitorhalterung mit Arm an dieser Wand nicht zu rechnen.
Die Wand in einer Minute bestimmen
Bevor eine Zahl aus der Tabelle gilt, muss feststehen, welche Wand es ist. Das geht ohne Werkzeug schneller, als es klingt, und mit einem Bohrer endgültig.
Klopfen. Mit dem Fingerknöchel an mehreren Stellen auf Höhe der geplanten Platte. Ein dumpfer, voller Klang deutet auf Beton oder Mauerwerk. Ein heller, hohler Klang auf eine Platte mit Hohlraum dahinter. Wird der Klang auf einer schmalen senkrechten Linie dumpfer, sitzt dort ein Ständer.
Schraubenköpfe suchen. Die Beplankung einer Ständerwand ist auf die Profile geschraubt. Unter Spachtel und Farbe liegen die Schraubenköpfe in senkrechten Reihen. Ein Magnet, der an der Wand entlanggeführt wird, bleibt an ihnen hängen. Ist ein Ständer gefunden, liegt der nächste im Regelfall 625 Millimeter daneben; Knauf nennt für bestimmte Ausführungen auch 312,5.
Probebohren an der späteren Stelle. Ein dünner Bohrer an der Position einer der oberen Schrauben. Das Bohrmehl verrät den Baustoff: grau und schwer bei Beton, rötlich bei Ziegel, weiß und fein bei Porenbeton, weiß mit Papierfasern bei Gipskarton. Gipskarton gibt außerdem nach wenigen Millimetern nach; der Bohrer fällt in den Hohlraum. Die Tiefe bis zu diesem Punkt ist die Plattenstärke — 12,5 Millimeter bei einlagiger, rund 25 bei zweilagiger Beplankung.
Den Ziegel prüfen. Fällt der Bohrer in Mauerwerk mehrmals kurz ins Leere, ist es ein Lochziegel. Für ihn gilt der Vollziegel-Wert aus der Tabelle oben nicht.
Die Wandplatte messen. Sobald die Halterung ausgepackt ist: senkrechter Abstand zwischen oberer und unterer Schraubenreihe, Zahl der Löcher je Reihe, waagerechter Abstand der oberen Löcher. Der erste Wert gehört in die Rechnung, der letzte entscheidet in Gipskarton darüber, ob die 75 Millimeter Dübelabstand aus der DIN 18183-1 eingehalten sind.
Erst mit diesen Angaben lässt sich die Zeile in der Tabelle oben lesen. Wer sie vor dem Kauf haben will, kann die Wand bestimmen; den Lochabstand der Platte kennt er erst nach dem Auspacken.
Wo hinter dem Schreibtisch keine Leitung liegen darf
Das zweite Risiko einer Wandmontage ist nicht die Last, sondern die Leitung hinter dem Putz. Die DIN 18015-3 legt fest, wo in Wohngebäuden unsichtbar verlegte Leitungen verlaufen sollen, damit spätere Montagearbeiten sie nicht treffen. Die Fachzeitschrift „de" hat die Fassung 2007-09 so zusammengefasst:
- waagerecht oben: 15 bis 45 Zentimeter unter der Deckenbekleidung;
- waagerecht unten: 15 bis 45 Zentimeter über dem fertigen Fußboden;
- waagerecht in der Mitte: „in Räumen mit Arbeitsflächen vor den Wänden" 100 bis 130 Zentimeter über dem Fertigfußboden;
- senkrecht: 10 bis 30 Zentimeter neben Türen, Fenstern und Wandecken.
Waagerechte Zonen sind höchstens 30 Zentimeter breit, senkrechte höchstens 20. In Ständerwänden gelten dieselben Zonen.
Die mittlere Zone ist die, die eine Monitorhalterung betrifft. Ein fester Schreibtisch ist nach der DGUV Information 215-410 740 Millimeter hoch, mit 20 Millimetern Toleranz. Die mittlere Installationszone beginnt damit 26 Zentimeter über der Tischplatte und endet 56 Zentimeter darüber — genau in dem Band, in dem ein Bildschirm vor der Wand hängt. Ob in einem Arbeitszimmer eine Leitung in dieser Zone liegt, hängt davon ab, ob der Raum als einer mit Arbeitsflächen vor der Wand geplant wurde. Bei einer Küche ist das der Normalfall, bei einem Zimmer, das später zum Büro wurde, nicht.
Drei Folgerungen für die Montage:
Die Zone ist eine Erlaubnis, keine Garantie. Sie sagt, wo Leitungen liegen dürfen, nicht, wo sie liegen. Gebäude, die vor 2007 installiert wurden, folgen früheren Fassungen der Norm, und ob sich der Elektriker an die Zonen gehalten hat, sieht man der Wand nicht an. Ein Leitungssucher vor dem Bohren ersetzt keine dieser Unsicherheiten, aber er verringert sie.
Senkrecht über einer Steckdose ist der riskanteste Punkt. Liegt ein Schalter oder eine Steckdose außerhalb der Zonen, lässt die Norm eine senkrechte Zuleitung aus der nächstliegenden waagerechten Zone zu. Wer die Wandplatte direkt über eine Steckdose setzt, bohrt dort, wo der Zuleitungsweg am wahrscheinlichsten ist.
Die Höhenverstellung des Arms kann Spielraum verschaffen. Ein Verstellbereich von 280 Millimetern hilft, die Platte neben das 30 Zentimeter breite Band zu setzen und den Bildschirm trotzdem auf die richtige Höhe zu bringen. Ob das gelingt, hängt davon ab, wo der Verstellbereich relativ zur Wandplatte liegt, ob nach oben, nach unten oder um sie herum. Das steht in keinem der sechs Datenblätter und zeigt erst der Arm in der Hand.
Was die Hersteller statt eines Dübels liefern
Eine Halterung, die an verschiedenste Wände soll, kann nicht für jede den passenden Dübel mitbringen. Was die sechs Hersteller an seine Stelle setzen, ist aufschlussreich, weil es zeigt, wer die Frage überhaupt stellt.
Hama nennt den Dübel. Im Lieferumfang steht „Montagematerial inkl. Fischer-Dübel", und der Sicherheitshinweis präzisiert, dass diese Dübel „für Voll-, Hohl- und Plattenbaustoffe zugelassen" sind. Derselbe Text schränkt ein: „Bei der Vielfalt der auf dem Markt erhältlichen Endgeräte und Wandkonstruktionen kann der beigelegte Montagesatz nicht alle Möglichkeiten abdecken." Das ist der ehrlichste Satz im Feld, und er steht beim Modell mit dem kleinsten Moment.
PUTORSEN nennt die Wände. Beide Arme sind für Holzständer, Beton und Ziegel beschrieben; der 49-Zoll-Arm ist „not suitable for plasterboard", der Extra Long „not intended for drywall-only installation". Was im Beutel liegt, nennt die Produktseite nicht.
Digitus nennt die Wände und einen Vorbehalt. Laut Datenblatt kann das Produkt „auf Wänden mit Fachwerk, massiven Beton- oder Steinwänden montiert werden", und die Montage „sollte nur von Fachleuten durchgeführt werden". Gipskarton steht nicht in der Aufzählung.
ONKRON nennt auf der Produktseite weder Wände noch Dübel. Ein Handbuch ist verlinkt, liegt aber als PDF ohne durchsuchbaren Text vor; was darin zur Wand steht, erschließt sich erst beim Durchblättern.
Zwei Hersteller verlangen außerdem, die Montage regelmäßig zu prüfen: Digitus „am besten alle drei Monate", Hama „mindestens vierteljährlich". Das ist mehr als eine Floskel: An einem Wandarm, der täglich ausgezogen wird, wechselt der Zug am oberen Dübel mit jeder Bewegung, und genau dafür ist eine wiederkehrende Prüfung gedacht. Wer die Schrauben der Wandplatte im Abstand von Monaten auf Spiel prüft, folgt der Anweisung zweier Hersteller, auch wenn sein eigener sie nicht gibt.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Der mitgelieferte Beutel ist ein Angebot für den häufigsten Fall, keine Freigabe für die eigene Wand. Der Dübel wird nach der Wand gekauft, und die Lastangabe steht auf seiner Packung, nicht auf der der Halterung.
Was in denselben Unterlagen nicht zusammenpasst
Drei Stellen, an denen ein Hersteller sich selbst oder seinem Anspruch widerspricht, und eine, an der eine Zahl richtig ist und trotzdem in die Irre führt.
„Nur die mitgelieferten Einbauschrauben" für drei Wandarten. Digitus erlaubt in beiden Datenblättern Fachwerk, Beton und Stein und verlangt im selben Absatz, nur die mitgelieferten Schrauben zu verwenden. Eine Schraube, die ohne Dübel in einen Holzständer gedreht wird, und eine, die in einem Betondübel sitzt, sind verschiedene Teile. Entweder liegt beides bei, oder die Anweisung ist für eine der drei Wände nicht zu befolgen. Das Datenblatt sagt nicht, welcher Fall vorliegt.
49 Zoll, aber VESA 100×100. PUTORSEN beschreibt den 20-Kilo-Arm als geeignet für „flat, ultra-wide or curved monitors from 17 to 49 inches" und nennt als Lochbilder 75×75 und 100×100. Große Ultrawides tragen häufig 200×100, wie der Vergleich der Tischarme für Bildschirme ab 32 Zoll zeigt. Kein Widerspruch im Wortsinn, aber eine Lücke zwischen Zollangabe und Lochbild, die vor dem Bohren auffallen sollte. Ob der eigene Bildschirm passt, zeigt das Lochbild auf seiner Rückseite.
Reichweite als Komfort, Reichweite als Last. PUTORSEN bewirbt die 762 Millimeter des Extra Long als Lösung für tiefe Schreibtische. Für die Wand ist dieselbe Zahl der größte Faktor im Moment. Beides steht auf derselben Seite, die Verbindung nirgends.
30 Kilogramm an der Platte, nicht an der Wand. Hama nennt für eine Halterung, die für Bildschirme bis 26 Zoll gedacht ist, eine Traglast von 30 Kilogramm. Die Zahl ist nicht falsch. Sie beschreibt, was die Platte trägt, und bei 3,5 Zentimetern Wandabstand ist das wenig Moment. Gelesen wird sie aber leicht als Aussage über die Wand, und das ist sie nicht: Was die Wand trägt, entscheidet der Dübel im Untergrund.
Die Bohrhöhe ist die Bildschirmhöhe
Die DGUV Information 215-410 formuliert die Höhe eines Bildschirms als Ausschluss: „Die oberste Zeile auf dem Bildschirm soll keinesfalls oberhalb der horizontalen Sehachse liegen." An einem Tischarm lässt sich das nachträglich einstellen. An der Wand entscheidet es der Bohrer, und wie viel Korrektur danach noch möglich ist, steht im Verstellbereich der Halterung.
Die feste oder neigbare Platte hat keinen. Bei der Hama 00220802 bleibt die Neigung von +10 bis −15 Grad. Die Höhe der Bildschirmmitte ist die Höhe der Wandplatte, und die wird einmal festgelegt.
Die Arme haben 280 bis 288 Millimeter, soweit beziffert. ONKRON nennt 280 Millimeter, Digitus für den DA-90396 28 Zentimeter, PUTORSEN für den 49-Zoll-Arm 288 Millimeter. Für den DA-90425 und den Extra Long steht kein Wert in den Unterlagen.
Wie viel davon gebraucht wird, zeigt eine Rechnung mit den DGUV-Werten für Tische fester Höhe: sitzend 740 Millimeter, stehend 1.050 Millimeter, jeweils mit 20 Millimetern Toleranz. Zwischen beiden liegen 310 Millimeter. Wer an einem Steh-Sitz-Tisch vor einer Wand arbeitet und den Bildschirm im selben Verhältnis zur Arbeitsfläche halten will, braucht mindestens diesen Verstellweg. Das ist eine Annahme: Gemessen wird nicht am Auge, sondern an der Tischhöhe, die die DGUV für Sitzen und Stehen ansetzt.
| Modell | Verstellbereich | gegen 310 mm |
|---|---|---|
| PUTORSEN 49 Zoll | 288 mm | 22 mm zu wenig |
| ONKRON G150-B | 280 mm | 30 mm zu wenig |
| Digitus DA-90396 | 280 mm | 30 mm zu wenig |
| Hama 00220802 | 0 mm | 310 mm zu wenig |
| Digitus DA-90425 | keine Angabe | nicht prüfbar |
| PUTORSEN Extra Long | keine Angabe | nicht prüfbar |
Die Toleranzen verschieben das Ergebnis in beide Richtungen. Im günstigsten Fall — Sitztisch 760, Stehtisch 1.030 Millimeter — beträgt der Unterschied 270 Millimeter, und alle drei bezifferten Arme reichen. Im ungünstigsten Fall, 720 gegen 1.070, sind es 350, und keiner reicht. Am Steh-Sitz-Tisch ist der Wandarm also eine Halterung, die den Wechsel fast mitgeht. Wer den letzten Zentimeter will, legt die Wandplatte so, dass die Sitzposition an die untere Grenze des Verstellbereichs fällt: Im Stehen darf der Bildschirm eher etwas zu tief stehen als zu hoch.
Die übrigen Fragen der Bildschirmposition — wie weit weg, wie stark geneigt, was es mit dem verbreiteten 70-Zentimeter-Satz auf sich hat — sind von der Halterung unabhängig. Sie stehen im Ratgeber zu Monitorhöhe, Neigung und Abstand.
Kabel an der Wand
Ein Bildschirm am Tischarm hat seine Kabel auf dem Tisch. An der Wand müssen sie von dort, wo Strom und Signal herkommen, bis zum Bildschirm reichen, und zwar in der Stellung, die am meisten Kabel verbraucht.
Die Länge wird ausgezogen gemessen. Ein Kabel, das beim eingefahrenen Arm locker hängt, muss beim ausgezogenen die ganze Auslage mitgehen: 508 Millimeter beim ONKRON, 573 beim 49-Zoll-PUTORSEN, 762 beim Extra Long. Dazu kommt der Weg von der Steckdose oder vom Rechner bis zur Wandplatte. Nach der DIN 18015-3 liegen Steckdosen in der unteren Installationszone bevorzugt 30 Zentimeter über dem Boden, über Arbeitsflächen bei 115 Zentimetern. Wer die untere Steckdose nutzt, braucht für den senkrechten Weg allein mehr als einen halben Meter, bevor der Arm beginnt.
Die Kabelführung im Arm ist kein Kabelkanal. Digitus und PUTORSEN nennen eine integrierte Kabelführung. Sie hält die Kabel am Arm, nicht an der Wand; zwischen Steckdose und Wandplatte hängen sie frei, solange kein Aufputzkanal sie aufnimmt.
Ein Aufputzkanal braucht eigene Schrauben. Wer ihn senkrecht unter die Wandplatte setzt, bohrt genau dort, wo nach der Norm Leitungen zur Steckdose verlaufen dürfen. Klebebefestigung oder ein Kanal, der seitlich versetzt verläuft, umgeht das Problem.
Am Steh-Sitz-Tisch verlängert sich der Weg. Läuft das Signal vom Rechner auf der Tischplatte zum Bildschirm an der Wand, muss das Kabel den Hub der Platte mitmachen. Bei einem Tisch, der nach DGUV zwischen 650 und 1.250 Millimetern verfahren werden kann, sind das bis zu 600 Millimeter, die das Kabel als Schlaufe vorhalten muss — zusätzlich zur Auslage des Arms.
Ein einfacher Prüfschritt vor dem Bohren: Kabel einmal in voller Länge vom Anschluss über die geplante Wandplatte bis zur VESA-Platte in größter Auslage führen, mit einem Maßband als Ersatz für den Arm. Fehlt dort Länge, fehlt sie auch nach der Montage.
Acht Montagefehler an der Wand
Die Rechnung zeigt, wo die Grenze liegt. Diese acht Fehler verschieben sie nach unten, und jeder ist mit einer der Zahlen oben verbunden.
- Der Dübel kommt aus dem Beutel, nicht aus der Wand. Der Montagesatz ist für den häufigsten Fall gedacht. In Lochziegel, Porenbeton oder Gipskarton trägt ein Spreizdübel nicht, was seine Angabe für Beton verspricht.
- Gipskarton ohne Ständer, Arm mit voller Auslage. Außerhalb der 300-Millimeter-Grenzen von Knauf gibt es keine Dübelangabe, auf die sich die Montage stützen könnte.
- Dübel in Gipskarton zu dicht beieinander. Unter 75 Millimetern Dübelabstand ist die Vorgabe der DIN 18183-1 unterschritten; die volle Tragfähigkeit setzt Knauf erst ab 250 Millimetern an. Ob die oberen Löcher der eigenen Wandplatte so weit auseinanderliegen, zeigt das Maßband.
- Nur zwei von vier Löchern benutzt. Fehlen die unteren Schrauben, tragen die oberen das ganze Gewicht zusätzlich zum Zug, und die Platte liegt unten nur noch an.
- Gebohrt ohne Leitungssuche. Die mittlere Installationszone von 100 bis 130 Zentimetern liegt genau hinter dem Bildschirm.
- Der Bildschirm parkt dauerhaft ausgezogen. Das Moment wandert mit der Stellung. Am ONKRON liegt zwischen ganz eingefahren und ganz ausgezogen mehr als der Faktor fünf, am PUTORSEN Extra Long mehr als der Faktor acht.
- Die Schrauben werden nie nachgezogen. Zwei Hersteller verlangen eine Prüfung im Abstand von drei Monaten. Ein Dübel, der sich unter wechselndem Zug gesetzt hat, zeigt sich zuerst als Spiel an der Wandplatte.
- Das Kabel ist auf die Ruhestellung bemessen. Beim ersten Ausziehen zieht es am Stecker oder an der Wandplatte, und die Kraft kommt zur Rechnung dazu.
Unsere Empfehlung
ONKRON G150-B vollbewegliche Wandhalterung für Monitore von 13 bis 34 Zoll
ONKRON
ONKRON gibt als einziger Hersteller im Feld die Traglast als Fenster an — 1 bis 8 Kilogramm — und den Wandabstand als Spanne: 90 Millimeter eingefahren, 508 Millimeter ausgezogen. Mehr braucht die Rechnung nicht. Acht Kilogramm in 50,8 Zentimetern ergeben 406 kg·cm; dazu kommt der Arm, für den nur das Bruttogewicht von 2,2 Kilogramm mit Verpackung veröffentlicht ist. In halber Auslage angesetzt, sind das weitere 56 kg·cm, zusammen 462. An einer Wandplatte mit 10 Zentimetern Abstand zwischen den Schraubenreihen ziehen damit 46 Kilogramm an der oberen Reihe, 23 je Schraube, wenn es zwei sind. Eingefahren schrumpft das Moment des Bildschirms auf weniger als ein Fünftel: 8 Kilogramm in 9 Zentimetern sind 72 kg·cm. Die Höhenverstellung von 280 Millimetern reicht für den Wechsel zwischen den DGUV-Tischhöhen für Sitzen und Stehen nicht ganz; dazu fehlen 30 Millimeter. Was die Produktseite nicht nennt: welche Wände zulässig sind und was im Montagesatz liegt. Das Handbuch ist als PDF hinterlegt, aber ohne durchsuchbaren Text.
- Bauart
- Gasdruck-Wandarm
- Traglast
- 1–8 kg
- Bildschirm
- 13–34 Zoll
- VESA
- 75×75, 100×100
- Wandabstand
- 90–508 mm
- Höhenverstellung
- 280 mm
- Eigengewicht
- keine Angabe (Bruttogewicht mit Verpackung 2,2 kg)
- Untergrund laut Hersteller
- keine Angabe auf der Produktseite
- Moment bei Volllast
- 462 kg·cm
- Zug obere Reihe bei 10 cm Lochabstand
- 46 kg
Spricht dafür
- Traglast mit Untergrenze, 1 bis 8 kg
- Wandabstand als Spanne beziffert, 90 bis 508 mm
- Höhenverstellung beziffert, 280 mm
- Handbuch und Produktblatt direkt beim Hersteller verlinkt
Spricht dagegen
- Kein Eigengewicht des Arms, nur Bruttogewicht
- Keine Angabe zu zulässigen Wänden auf der Produktseite
- Lochabstand der Wandplatte nicht genannt
- Passt zu
- Einen Bildschirm bis 8 Kilogramm an Beton oder Vollziegel, wenn er zwischen Wandnähe und gut einem halben Meter Auslage wechseln soll.
- Passt nicht zu
- Einlagige Gipskartonwände ohne erreichbaren Ständer oder Traverse — dort liegt schon die halbe Auslage über dem, was Knauf seinen Dübelwerten zugrunde legt.
Hama TV-Wandhalterung, neigbar, 66 cm (26 Zoll), bis 30 kg (00220802)
Hama
Keine Bewegung, kein Hebel. Hama nennt den Wandabstand mit 3,5 Zentimetern als Mindest- und Höchstwert zugleich, und genau darin liegt der Unterschied zu jedem Arm: Ein 8-Kilo-Monitor erzeugt hier 28 kg·cm, ausgezogen am ONKRON wären es 406 — mehr als das Vierzehnfache. Selbst die volle Traglast von 30 Kilogramm kommt nur auf 105 kg·cm. Die Befestigungsplatte misst laut Hersteller 4,5 mal 8 Zentimeter; mehr als 8 Zentimeter Lochabstand kann sie also nicht haben, und für 105 kg·cm brauchen zwei Dübel mit je 20 Kilogramm nur 2,6 Zentimeter. Hama ist zudem der einzige Hersteller, der die Dübel beim Namen nennt: fischer, laut Sicherheitshinweis „für Voll-, Hohl- und Plattenbaustoffe zugelassen". Derselbe Hinweis räumt ein, dass der Montagesatz „nicht alle Möglichkeiten abdecken" kann, und verlangt eine Prüfung „mindestens vierteljährlich". Der Preis der Ruhe ist die Höhe: Die Platte neigt um +10 und −15 Grad und sonst nichts. Wo gebohrt wird, steht der Bildschirm.
- Bauart
- flache Neigeplatte
- Traglast
- bis 30 kg
- Bildschirm
- 10–26 Zoll
- VESA
- 75×75, 100×100
- Wandabstand
- 35 mm, fest
- Höhenverstellung
- keine (Neigung +10° / −15°)
- Eigengewicht
- keine Angabe
- Untergrund laut Hersteller
- fischer-Dübel für Voll-, Hohl- und Plattenbaustoffe
- Moment bei Volllast
- 105 kg·cm
- Zug obere Reihe bei 10 cm Lochabstand
- 10,5 kg
Spricht dafür
- Fester Wandabstand von 35 mm, kleinstes Moment im Feld
- Dübelmarke und zugelassene Baustoffe genannt
- Maße der Befestigungsplatte veröffentlicht
Spricht dagegen
- Keine Höhenverstellung, die Bohrhöhe ist endgültig
- Als TV-Halterung bezeichnet; 30 kg sind die Plattenlast, nicht die Wandlast
- Passt zu
- Einen Monitor bis 26 Zoll an einem fest an der Wand stehenden Tisch, auch an Gipskarton, wenn die Bohrhöhe vorher feststeht.
- Passt nicht zu
- Steh-Sitz-Tische und alle, die den Bildschirm heranziehen oder schwenken wollen — hier bewegt sich nur der Neigungswinkel.
DIGITUS DA-90425 Monitor-Wandhalterung mit Gasdruckfeder und Schwenkarm, bis 32 Zoll
DIGITUS
Das Datenblatt nennt keine Reichweite, wohl aber eine Länge: 47,5 Zentimeter. Als Auslage angesetzt, ergibt das bei 9 Kilogramm 427,5 kg·cm, dazu 39 kg·cm für den 1,64 Kilogramm schweren Arm in halber Länge — 466 kg·cm, praktisch derselbe Wert wie beim ONKRON. Die Annahme ist eher knapp als großzügig: Die Länge umfasst Wandplatte und VESA-Kopf, der Schwerpunkt eines Panels liegt noch einige Zentimeter vor der VESA-Platte. Auffällig sind die Sicherheitshinweise im selben Datenblatt. Montiert werden darf „auf Wänden mit Fachwerk, massiven Beton- oder Steinwänden", zugleich sollen „nur die mitgelieferten Einbauschrauben" verwendet werden — ein Schraubensatz für Holz, Beton und Stein. Gipskarton kommt in der Aufzählung nicht vor. Eine Höhenverstellung wird anders als beim Schwestermodell DA-90396 nicht beziffert, und die Montage soll „nur von Fachleuten durchgeführt werden".
- Bauart
- Gasdruck-Wandarm mit Schwenkarm
- Traglast
- bis 9 kg
- Bildschirm
- 15–32 Zoll
- VESA
- 75×75, 100×100
- Wandabstand
- keine Angabe (Länge laut Datenblatt 47,5 cm)
- Höhenverstellung
- keine Angabe
- Eigengewicht
- 1,64 kg
- Untergrund laut Hersteller
- Fachwerk, Beton, Stein
- Moment bei Volllast
- 466 kg·cm (Länge als Auslage)
- Zug obere Reihe bei 10 cm Lochabstand
- 47 kg
Spricht dafür
- Eigengewicht beziffert, 1,64 kg
- Zulässige Wandarten ausdrücklich genannt
- Datenblatt mit Abmessungen frei abrufbar
Spricht dagegen
- Keine Reichweite, nur eine Gesamtlänge
- Kein Höhenverstellbereich
- „Nur mitgelieferte Schrauben" für drei verschiedene Wandarten
- Passt zu
- Einen Monitor bis 9 Kilogramm an Beton oder Mauerwerk, wenn ein Schwenkarm zur Seite gebraucht wird.
- Passt nicht zu
- Trockenbauwände: Der Hersteller lässt sie in seiner Aufzählung weg, und die Rechnung gibt ihm recht.
PUTORSEN Monitor-Wandhalterung für 17 bis 49 Zoll, bis 20 kg
PUTORSEN
Zwanzig Kilogramm in 57,3 Zentimetern: 1.146 kg·cm ohne den Arm selbst, dessen Gewicht PUTORSEN nicht nennt. Das ist das Zweieinhalbfache des ONKRON, und es verschiebt die Frage von der Wandart zur Wandplatte. In Beton genügen rechnerisch 5,1 Zentimeter Lochabstand, damit zwei obere Dübel unter je 112 Kilogramm bleiben; in Vollziegel sind es 9,1 Zentimeter. Gipskarton schließt der Hersteller selbst aus: Montagematerial liege „for wood, concrete or brick walls" bei, „not suitable for plasterboard". Die Höhenverstellung von 288 Millimetern ist die größte bezifferte im Feld und reicht für den Sitz-Steh-Wechsel nach DGUV trotzdem nicht ganz. Eine Lücke liegt beim Lochbild: Der Arm ist für Bildschirme bis 49 Zoll beschrieben, nimmt aber nur VESA 75×75 und 100×100 auf. Große Panels tragen häufig 200×100; wer einen solchen Bildschirm hat, prüft das vor dem Bohren.
- Bauart
- Gasdruck-Wandarm, Schwerlast
- Traglast
- bis 20 kg
- Bildschirm
- 17–49 Zoll
- VESA
- 75×75, 100×100
- Wandabstand
- 105–573 mm
- Höhenverstellung
- 288 mm
- Eigengewicht
- keine Angabe
- Untergrund laut Hersteller
- Holz, Beton, Ziegel; nicht Gipskarton
- Moment bei Volllast
- mindestens 1.146 kg·cm
- Zug obere Reihe bei 10 cm Lochabstand
- mindestens 115 kg
Spricht dafür
- Wandabstand eingefahren und ausgezogen beziffert, 105 bis 573 mm
- Größte bezifferte Höhenverstellung im Feld, 288 mm
- Schließt Gipskarton ausdrücklich aus
Spricht dagegen
- Mindestens 1.146 kg·cm bei Volllast
- Kein Eigengewicht des Arms
- VESA nur bis 100×100 trotz 49 Zoll
- Passt zu
- Schwere Bildschirme bis 20 Kilogramm mit VESA 100×100 an Beton, wenn der Arm weit aus der Wand kommen soll.
- Passt nicht zu
- Gipskarton und Lochziegel ohne passende Dübeltabelle, und jedes Panel mit VESA 200×100.
PUTORSEN Extra Long Monitor-Wandhalterung bis 45 Zoll, 762 mm Reichweite, bis 16 kg
PUTORSEN
Die größte Reichweite im Vergleich und damit das größte Moment: 16 Kilogramm in 76,2 Zentimetern sind 1.219 kg·cm, ohne Armgewicht. Bei 10 Zentimetern Lochabstand zögen zwei obere Dübel je 61 Kilogramm — knapp unter den 63 Kilogramm, die fischer für einen DuoPower 8×40 in Vollziegel empfiehlt, und weit über allem, was eine Gipsplatte trägt. PUTORSEN beschreibt den Arm als Lösung für tiefe Schreibtische und Ecken; dieselbe Reichweite ist an der Wand eine Lastangabe. Eingefahren sitzt die VESA-Platte 91 Millimeter vor der Wand, und das Moment fällt auf 146 kg·cm, knapp ein Achtel. Der Hersteller nennt drei zulässige Wände — Holzständer, Beton, Ziegel — und schreibt: „Not intended for drywall-only installation." Eine Höhenverstellung beziffert die Produktseite nicht; beim Lochbild ist der Arm der einzige Wandarm im Feld mit 200×100 und 200×200, über mitgelieferte Verlängerungen.
- Bauart
- Gasdruck-Wandarm, dreiteilig
- Traglast
- bis 16 kg
- Bildschirm
- bis 45 Zoll
- VESA
- 75×75, 100×100, 100×200, 200×100, 200×200
- Wandabstand
- 91–762 mm
- Höhenverstellung
- keine Angabe
- Eigengewicht
- keine Angabe
- Untergrund laut Hersteller
- Holzständer, Beton, Ziegel; nicht Gipskarton allein
- Moment bei Volllast
- mindestens 1.219 kg·cm
- Zug obere Reihe bei 10 cm Lochabstand
- mindestens 122 kg
Spricht dafür
- Größte Reichweite im Feld, 762 mm
- Einziger Wandarm mit VESA 200×100 und 200×200
- Wandabstand eingefahren beziffert, 91 mm
- Zulässige Wände ausdrücklich genannt
Spricht dagegen
- Mindestens 1.219 kg·cm bei Volllast, größtes Moment im Feld
- Weder Eigengewicht noch Höhenverstellung beziffert
- Passt zu
- Tiefe Eck- oder Steh-Sitz-Arbeitsplätze an einer Betonwand, an denen der Bildschirm weit in den Raum reichen muss.
- Passt nicht zu
- Jede Wand, deren Dübel keine Lastangabe von gut 60 Kilogramm je Stück trägt, und alle, die die volle Reichweite gar nicht brauchen.
DIGITUS DA-90396 Monitor-Wandhalterung mit Gasdruckfeder, 17 bis 32 Zoll
DIGITUS
Der Arm, an dem die Rechnung scheitert. Das Datenblatt nennt Traglast (8 Kilogramm), Eigengewicht (1,6 Kilogramm), Höhenverstellung (28 Zentimeter) und Abmessungen von 30,7 mal 11,4 mal 30,1 Zentimetern — aber keinen Wandabstand und keine Reichweite. Ohne diese Zahl lässt sich das Moment nur in Schritten angeben: Jede 10 Zentimeter Auslage bringen bei Volllast 80 kg·cm, bei 50 Zentimetern wären es 400 wie beim ONKRON. Die Sicherheitshinweise sind wortgleich mit denen des DA-90425: „Fachwerk, massive Beton- oder Steinwände", „nur die mitgelieferten Einbauschrauben", Prüfung „alle drei Monate". Die Höhenverstellung entspricht mit 280 Millimetern der des ONKRON, und auch hier fehlen für den Wechsel zwischen den DGUV-Tischhöhen für Sitzen und Stehen 30 Millimeter. Wer den Arm kaufen will, misst nach dem Auspacken die Auslage und die Wandplatte, bevor er bohrt.
- Bauart
- Gasdruck-Wandarm
- Traglast
- bis 8 kg
- Bildschirm
- 17–32 Zoll
- VESA
- 75×75, 100×100
- Wandabstand
- keine Angabe
- Höhenverstellung
- 280 mm
- Eigengewicht
- 1,6 kg
- Untergrund laut Hersteller
- Fachwerk, Beton, Stein
- Moment bei Volllast
- nicht rechenbar, je 10 cm Auslage 80 kg·cm
- Zug obere Reihe bei 10 cm Lochabstand
- nicht rechenbar
Spricht dafür
- Eigengewicht und Höhenverstellung beziffert
- Zulässige Wandarten genannt
Spricht dagegen
- Keine Reichweite, kein Wandabstand
- Moment vor dem Kauf nicht rechenbar
- Ein Schraubensatz für drei Wandarten
- Passt zu
- Einen Monitor bis 8 Kilogramm an Beton oder Mauerwerk, wenn Auslage und Wandplatte vor der Montage nachgemessen werden.
- Passt nicht zu
- Wer die Wandlast vor dem Kauf rechnen will — dafür fehlt die Reichweite.
Die Wandarme, die hier nicht stehen
Drei Halterungen kamen in die engere Auswahl und fielen heraus, jede aus einem anderen Grund.
Ergotron LX Pro Wandhalterung (45-683-292). Lieferbar und im Premiumsegment. Auf der Herstellerseite war am 31.10.2026 kein Datenblatt zum Einzel-Wandarm abrufbar. Das Ergotron-Produktblatt, das sich finden ließ, beschreibt das LX Pro Wall Mount System mit Schiene und zwei Armen, ein anderes Produkt. Händlerangaben nennen für den Einzelarm eine Traglast, aber keine Reichweite. Ohne Reichweite gibt es keine Rechnung, und ohne Rechnung keinen Platz in diesem Vergleich. Der Vergleich kommt dadurch ohne Premiummodell aus; das ist ein Befund über die Datenlage, nicht über das Produkt.
WALI 1330LM. Lieferbar. Die Herstellerseite war am 31.10.2026 nicht erreichbar. Ohne Unterlage außerhalb des Marktplatzes lassen sich weder Wandabstand noch zulässige Wände belegen.
Ein lieferbarer HUANUO-Wandarm. Er ließ sich keinem Modell auf der Herstellerseite zuordnen; HUANUO führt dort Wandarme für 17 bis 32 und für 22 bis 35 Zoll mit eigenen Produktseiten. Welche Reichweite und welche Wandplatte zum lieferbaren Arm gehören, bleibt damit offen.
Nicht in die Auswahl kamen außerdem Fernseh-Wandhalterungen, deren Lochbilder erst bei 200×200 beginnen, und Wandschienen-Systeme, deren Last sich über mehrere Befestigungspunkte verteilt und die deshalb eine eigene Rechnung brauchen.
Wer statt der Wand den Tisch nutzen will, findet die Traglastfenster mit Unter- und Obergrenze im Vergleich der Einzelarme bis 27 Zoll, und die Übersicht zu Monitorarmen führt zu allen Seiten dieses Bereichs. Wie Lasten in Beton und Mauerwerk verankert werden, wenn es um mehr als einen Bildschirm geht, beschreibt der Beitrag zur Verankerung von Tresoren in Boden und Wand.
Häufige Fragen
Hält eine Monitor-Wandhalterung an einer Rigipswand?
Eine flache Platte ja, ein Wandarm in der Regel nicht ohne Ständer oder Traverse. Knauf nennt für seinen Hohlraumdübel Hartmut in einer einlagigen 12,5-Millimeter-Platte 20 Kilogramm, setzt dabei aber höchstens 30 Zentimeter Exzentrizität und mindestens 30 Zentimeter Hebelhöhe voraus. Die Wandarme in diesem Vergleich reichen, soweit beziffert, 47,5 bis 76,2 Zentimeter aus der Wand. PUTORSEN schließt Gipskarton bei beiden Armen selbst aus, Digitus lässt ihn in der Aufzählung zulässiger Wände weg.
Welche Dübel brauche ich für eine Monitor-Wandhalterung?
Die, deren Lastangabe für Ihre Wand über der Zugkraft am oberen Befestigungspunkt liegt. Für den fischer DuoPower 8×40 nennt der Fachhandel als empfohlene Last 1,10 kN in Beton und 0,62 kN in Vollziegel, also rund 112 und 63 Kilogramm. Für Gipskarton gibt fischer den Kippdübel DuoTec mit 20 bis 51 Kilogramm an, je nach Plattenmaterial und -stärke. Die mitgelieferten Dübel sind nur bei Hama benannt.
Wie hoch hängt man einen Monitor an die Wand?
So, dass die oberste Bildschirmzeile nicht über der horizontalen Sehachse liegt; so formuliert es die DGUV Information 215-410. Bei einer flachen Platte ist die Bohrhöhe damit endgültig. Ein Wandarm verschafft Spielraum in Höhe seines Verstellbereichs, 280 bis 288 Millimeter bei den Modellen, die ihn beziffern. Zwischen 100 und 130 Zentimetern über dem Boden liegt in Räumen mit Arbeitsflächen vor der Wand eine Installationszone für Leitungen.
Ist eine Wandhalterung stabiler als ein Tischarm?
Sie ist unabhängig vom Tisch: Stöße beim Tippen und das Wackeln eines Steh-Sitz-Gestells kommen nicht am Bildschirm an. Stabiler im Sinne der Last ist sie nur so weit, wie die Wand trägt. Ein Tischarm hebelt an der Platte, ein Wandarm an der Wand, und das Moment ist bei gleicher Auslage dasselbe.
Kann ich eine TV-Wandhalterung für einen Monitor nehmen?
Wenn sie das Lochbild des Monitors aufnimmt und für seine Größe ausgelegt ist, ja. Die Hama 00220802 in diesem Vergleich heißt TV-Wandhalterung, ist aber für 10 bis 26 Zoll und VESA 75×75 und 100×100 gebaut. Entscheidend sind Lochbild und Größenangabe, nicht die Bezeichnung.
Wie weit steht der Monitor mit Wandarm von der Wand ab?
Eingefahren 9 bis 10,5 Zentimeter bei den Modellen, die es angeben, ausgezogen 50,8 bis 76,2 Zentimeter. Die eingefahrene Stellung ist für die Wand die günstigste: Beim ONKRON G150-B sinken die 406 kg·cm eines 8-Kilo-Monitors in voller Auslage eingefahren auf 72 kg·cm.
Wer diesen Beitrag verantwortet

Fachredaktion Bürotechnik
Schreibt über Monitorarme, Konferenzaudio und Dokumentenkameras.
Technik-Redakteur mit Schwerpunkt Consumer Electronics und Audio
Wie wir einordnen
Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:
- Eignung für den Zweck
- Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
- Belegte Spezifikationen
- Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
- Verarbeitung und Haltbarkeit
- Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
- Aufwand für Aufbau und Betrieb
- Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
- Transparenz des Anbieters
- Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.
Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun
Aktualisierung und Quellen
- Veröffentlicht
- 31.10.2026
- Geändert
- 31.10.2026
- Geprüft
- 31.10.2026
- Quellen
- 12
Änderungsverlauf
- 31.10.2026 — Erstveröffentlichung. Sechs Wandhalterungen per Creators API als lieferbar bestätigt; Traglast, Wandabstand, Eigengewicht und zulässige Wände aus Herstellerseiten und Datenblättern; Moment und Zug am oberen Befestigungspunkt je Modell gegen fischer- und Knauf-Werte gerechnet.
Belege
- [1]Knauf Detailblatt W11.ch Metallständerwände, Ausgabe 03.2026Herstellerangabeprd-media.crb.chBefestigungs- und Konsollasten: nach DIN 18183-1 Konsollasten an beliebiger Stelle; bis 0,4 kN/m Wandlänge ab 12,5 mm, bis 0,7 kN/m ab 15 mm Diamant bzw. 18 mm; Voraussetzung Hebelarm (Schrankhöhe) ≥ 300 mm und Exzentrizität ≤ 300 mm bei Schranktiefe ≤ 600 mm; mindestens zwei Hohlraumdübel; Dübelabstand ≥ 75 mm nach DIN 18183-1, volle Tragfähigkeit nach Knauf ab ≥ 250 mm. Tabelle: Schrankbreite 400 mm, Schranktiefe 600 mm, 0,4 kN/m → 16 kg. Hohlraumdübel Hartmut in 12,5 mm GKB: 20 kg (Tabelle und Rechenbeispiel). Darüber Tragständer, Traversen oder Wandeinlage. Ständerachsabstand 625 mm. Abgerufen am 31.10.2026.
- [2]Werner Baade: Neue Norm für elektrische Anlagen in Wohngebäuden, DIN 18015-3:2007-09, in: de 21/2007Unabhängiger Testelektro.netInstallationszonen: waagerecht oben 15–45 cm unter der Deckenbekleidung, unten 15–45 cm über dem fertigen Fußboden, mittlere Zone „in Räumen mit Arbeitsflächen vor den Wänden" 100–130 cm; senkrecht 10–30 cm neben Türen, Fenstern und Wandecken; waagerechte Zonen höchstens 30 cm, senkrechte höchstens 20 cm breit. In Ständerwänden gelten die Zonen ebenfalls. Steckdosen unten Vorzugshöhe 30 cm, über Arbeitsflächen 115 cm. Abgerufen am 31.10.2026.
- [3]DGUV Information 215-410: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze, Abschnitt 7.3.1 Arbeitstisch und ArbeitsflächeInstitution oder Normbgbau-medien.deArbeitsflächenhöhe fest sitzend 740 ± 20 mm, fest stehend 1050 ± 20 mm, höhenverstellbar sitzend und stehend 650–1250 mm. „Die oberste Zeile auf dem Bildschirm soll keinesfalls oberhalb der horizontalen Sehachse liegen." Sehabstand mindestens 500 mm. Abgerufen am 31.10.2026.
- [4]fischer Dübelratgeber: Befestigungen in Gipskarton und GipsfaserplattenHerstellerangabefischer.deKippdübel DuoTec: 20 kg bis 51 kg empfohlene Höchstlast, je nach Plattenmaterial und -stärke; genaue Werte in der Lastentabelle der Produktseite. Abgerufen am 31.10.2026.
- [5]fischer DuoPower 8 × 40 (555008), technische Daten beim FachhändlerHändler- oder Marktdatentoolbrothers.deEmpfohlene Last: Beton 1,10 kN, Vollziegel 0,62 kN, Gipsbauplatten 0,25 kN. Gipsbauplatten sind massive Wandbauplatten, nicht Gipskarton (das fischer-Produktblatt führt beide getrennt). Abgerufen am 31.10.2026.
- [6]ONKRON G150 Monitor-Wandhalterung 13–34 Zoll, Produktseite des HerstellersHerstellerangabeonkron.deModell G150-B: maximale Belastung 1–8 kg, VESA 75×75 und 100×100, 13–34 Zoll, Abstand von der Befestigung 90–508 mm, Höhenverstellung 280 mm, Neigung +90°/−45°, Schwenkung 180°, Bruttogewicht Einzelverpackung 2,2 kg; Handbuch und Produktblatt verlinkt. Keine Angabe zu zulässigen Wänden. Abgerufen am 31.10.2026.
- [7]PUTORSEN Monitor Wall Mount for 17–49 Inch Screens up to 20 kg, Produktseite des HerstellersHerstellerangabeputorsen.comBis 20 kg, 17–49 Zoll, VESA 75×75 und 100×100, Höhenverstellung 28,8 cm, Auszug bis 57,3 cm, eingefahren 10,5 cm Wandabstand; Montagematerial „for wood, concrete or brick walls", „not suitable for plasterboard". Abgerufen am 31.10.2026.
- [8]PUTORSEN Extra Long Monitor Wall Mount for up to 45 Inch Screens, Produktseite des HerstellersHerstellerangabeputorsen.comReichweite bis 762 mm, eingefahren 91 mm; bis 16 kg und 45 Zoll; VESA 75×75, 100×100, 100×200, 200×100, 200×200 über Verlängerungen; „Designed for installation on wood studs, concrete, and brick walls. Not intended for drywall-only installation." Keine Höhenverstellung beziffert. Abgerufen am 31.10.2026.
- [9]DIGITUS DA-90425 Monitor-Wandhalterung mit Gasdruckfeder und Schwenkarm, DatenblattHerstellerangabeassmann.comBis 9 kg, 15–32 Zoll, VESA 75×75 und 100×100, Länge 47,5 × Breite 11,7 × Höhe 49,1 cm, Gewicht 1,64 kg. Sicherheitshinweise: Montage „auf Wänden mit Fachwerk, massiven Beton- oder Steinwänden"; „Nur die mitgelieferten Einbauschrauben verwenden"; Montage „nur von Fachleuten"; Prüfung „am besten alle drei Monate". Abgerufen am 31.10.2026.
- [10]DIGITUS DA-90396 Monitor-Wandhalterung mit Gasdruckfeder, DatenblattHerstellerangabeassmann.com17–32 Zoll, bis 8 kg, VESA 75×75 und 100×100, maximale Höhenverstellung 28 cm, Abmessungen B 30,7 × T 11,4 × H 30,1 cm, Gewicht 1,6 kg; keine Reichweite. Sicherheitshinweise wortgleich mit DA-90425. Abgerufen am 31.10.2026.
- [11]Hama TV-Wandhalterung, neigbar, 66 cm (26 Zoll), bis 30 kg, Artikel 00220802Herstellerangabehama.com25–66 cm (10–26 Zoll), VESA 75×75 bis 100×100, max. Traglast 30 kg, Wandabstand min. und max. 3,5 cm, Neigung +10°/−15°, Befestigungsplatte 4,5 × 8 cm; Lieferumfang „Montagematerial inkl. Fischer-Dübel", Dübel „für Voll-, Hohl- und Plattenbaustoffe zugelassen"; Prüfung „mindestens vierteljährlich". Abgerufen am 31.10.2026.
- [12]Ergotron LX Pro Wall Mount System, Produktblatt (Januar 2025)Herstellerangabecontent.etilize.comSystem 45-696 mit zwei Armen auf einer Wandschiene, 1,8–10 kg, Auszug bis 64 cm, Verstellweg 33 cm; „stows within inches of the wall". Betrifft das Schienensystem, nicht den Einzel-Wandarm 45-683. Abgerufen am 31.10.2026.
Weiter im Cluster
Übersicht
Woran der Kauf eines Monitorarms scheitert
Vergleich
Vier Monitorhalterungen für 2 Monitore, am Traglastfenster geprüft
Ratgeber
Monitorhalterung befestigen, und was der Tisch dafür hergeben muss
Vergleich
Monitorarme bis 27 Zoll: vier Modelle am Traglastfenster geprüft
Vergleich
Fünf Monitorarme für 34 Zoll Ultrawide im Vergleich
Ratgeber
Monitorhöhe und Sehabstand: was belegt ist, und woher die 70 cm kommen
Ratgeber
VESA-Standard, Lochbilder und Adapter — was wirklich passt