Vergleich·Beschriftungsgeräte

Fünf Beschriftungsgeräte fürs Büro und die Menüeinstellung, die das Band verdreifacht

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Von Lena MoritzFachredaktion Möbel und Einrichtung

Zuletzt geprüft am 25. September 2026

8 Min Lesezeit · Daten und Änderungsverlauf

Alle fünf Geräte drucken sauber. Der Unterschied liegt im Verbrauch, und der steht nicht im Angebot, sondern im Handbuch: Bei der Werkseinstellung **„Großer Rand"** schneidet ein Brother-Gerät **24,5 Millimeter vor und nach jedem Etikett** ab, bei **„Kleiner Rand"** sind es **2 Millimeter**. Aus derselben 8-Meter-Kassette werden damit **115 oder 333** Kabelmarkierungen. Empfohlen wird der **Brother PT-D410VP**, weil seine Anleitung beide Randmaße beziffert, er Kettendruck beherrscht und mit 18 Millimetern Bandbreite Luft nach oben hat. Wer 24 Millimeter braucht, nimmt den **PT-H500**. Bei beiden Dymo-Geräten lässt sich die Rechnung nicht führen: Die Anleitungen nennen kein Randmaß.

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Auf der Kassette steht 8 m. Bei einer zwanzig Millimeter kurzen Kabelmarkierung werden daraus 115 Etiketten — oder 333. Gleicher Text, gleiche Kassette, gleiches Gerät. Der Unterschied ist eine Einstellung im Schnittmenü, die ab Werk auf der teuren Seite steht und die in keinem Angebotstext vorkommt.

Acht Meter Band, zweieinhalb Meter Etikett

Brother beziffert die Sache selbst, im Benutzerhandbuch, in der Tabelle der Schnittoptionen. Dort steht zum großen Rand: „Das Band wird automatisch abgeschnitten. Die Etiketten haben am Anfang und Ende einen Rand von 24,5 mm." Und zum kleinen Rand: „Die Etiketten haben am Anfang und Ende einen kleinen Rand von 2 mm."

Jedes Etikett kostet also 49 Millimeter Rand oder 4 Millimeter. Daraus wird eine Division, für die man nur die Bandlänge braucht:

Etiketten je Kassette = 8.000 mm ÷ (Textlänge + 2 × Randmaß)

Etikett mit 24,5 mm Rand Stück je Kassette mit 2 mm Rand Stück je Kassette
Kabelmarkierung, 20 mm 69 mm 115 24 mm 333
Regaletikett, 40 mm 89 mm 89 44 mm 181
Ordneretikett, 60 mm 109 mm 73 64 mm 125
Archivkarton, 100 mm 149 mm 53 104 mm 76

In der ersten Zeile stecken 115 × 20 Millimeter bedruckter Text in acht Metern Band. Das sind 2,3 Meter Etikett aus 8 Metern Kassette — der Rest ist Vorlauf und Nachlauf. Anders gesagt: 71 Prozent des Bandes sind Rand.

Angenommen ist dabei nur das Naheliegende: die Textlänge als bedruckte Strecke, kein Abzug für die Schnittfuge des Messers, kein einmaliger Anschnitt beim Kassettenwechsel.

Der Rand ist die eigentliche Verbrauchsgröße

Ganz auf null bekommt man den Vorlauf nicht, und Brother sagt auch, warum: Zwischen Druckkopf und Messer liegt eine Strecke. In der Support-Antwort heißt sie „ungefähr 25 mm", in der Kurzanleitung des PT-D410 „ca. 23 mm" — zwei Zahlen für dieselbe Mechanik, beide vom selben Hersteller, und wir führen hier beide, weil sich nicht entscheiden lässt, welche die gerundete ist.

Brother beschreibt in derselben Support-Antwort vier Wege, den Verschnitt zu drücken, und nur einer davon ist die Randeinstellung: Kettendruck, kleiner Rand, die Kopienfunktion und die Nummerierungsfunktion. Alle vier laufen auf dasselbe hinaus — mehrere Etiketten in einem Durchgang statt einzeln.

Entscheidend ist nämlich, wann dieser Betrag anfällt: einmal je Druckauftrag, nicht je Etikett. Wer zehn Regaletiketten in einem Durchgang druckt, zahlt ihn einmal. Wer zehnmal tippt und zehnmal auf Drucken geht, zahlt ihn zehnmal — 230 Millimeter Band, für nichts. Genau dafür gibt es den Kettendruck, und genau deshalb steht er in diesem Vergleich als Ausstattungsmerkmal und nicht als Fußnote.

Vergleich von 5 Modellen nach Ausstattung
ModellBandsystemBandbreitenMax. DruckhöheZeilen je EtikettDruckgeschwindigkeitRandmaße laut AnleitungSchnittstelleSegment
Unsere EmpfehlungBrother PT-D410VPBrother
TZe, laminiert3,5 / 6 / 9 / 12 / 18 mm15,8 mm bei 18-mm-Bandbis 5bis 20 mm/sgroß ca. 25 mm, klein ca. 23 mm Vorlauf + 2 mmUSBMittelklasseAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
AlternativeBrother PT-H500Brother
TZe, laminiert3,5 / 6 / 9 / 12 / 18 / 24 mm18,0 mm bei 24-mm-Bandbis 730 mm/s am Netzteil, 20 mm/s mit Batterien——PremiumAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
Brother PT-D200BWVPBrother
TZe, laminiert3,5 / 6 / 9 / 12 mm9 mm2———MittelklasseAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
Dymo LabelManager 160Dymo
D1, laminiert6 / 9 / 12 mm—2 bei 9 und 12 mm, 1 bei 6 mm———EinsteigerAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
Dymo LetraTag LT-100HDymo
LetraTag, unlaminiert——2———EinsteigerAnsehen(Partnerlink, öffnet in neuem Tab)

Die farbig unterlegte Zeile ist unsere Empfehlung, die Begründung steht im Beitrag. Angaben laut Hersteller. Kein Preis und keine eigene Note — warum, steht in der Methodik. Die Links zu Amazon sind Partnerlinks.

Fünf Geräte, drei Bandsysteme

Die fünf Kandidaten teilen sich in drei Verbrauchsmaterialien, und schon deren Kassettenlänge unterscheidet sich um den Faktor zwei:

  • TZe (Brother, laminiert): 8 m je Kassette
  • D1 (Dymo, laminiert): 7 m je Kassette
  • LetraTag (Dymo, unlaminiert): 4 m je Kassette

Das ist noch vor jeder Randeinstellung ein Unterschied von 12,5 Prozent zwischen TZe und D1 — und von 50 Prozent zwischen TZe und LetraTag, bei identischer Bandbreite von zwölf Millimetern.

Was das über ein Jahr ausmacht, lässt sich an einem gewöhnlichen Büroaufkommen zeigen. Fünf Ordneretiketten je Woche sind 260 im Jahr. Mit großem Rand brauchen sie 260 × 109 Millimeter, also 28,3 Meter Band oder dreieinhalb Kassetten. Mit kleinem Rand sind es 260 × 64 Millimeter, 16,6 Meter oder gut zwei Kassetten. Die Differenz von anderthalb Kassetten im Jahr entsteht ohne ein einziges zusätzliches Etikett.

Ein Detail, das alle drei Brother-Geräte teilen: Die beigelegte Startkassette misst 4 Meter, nicht 8. Das steht im Lieferumfang und wird selten gelesen. Wer die Ausbeute des ersten Bandes an der obigen Tabelle misst, halbiert sie.

Unsere Empfehlung

1Mittelklasse

Brother PT-D410VP Beschriftungsgerät mit Koffer und Netzteil

Brother

Das Gerät, mit dem sich die Rechnung dieses Vergleichs überhaupt führen lässt: Die Kurzanleitung listet fünf Schnittoptionen mit Millimeterwerten, darunter Kettendruck. Mit 18 Millimetern Bandbreite und 15,8 Millimetern Druckhöhe liegt es zwischen den 12-Millimeter-Einsteigern und dem 24-Millimeter-Gerät, und fünf Zeilen reichen für eine Adresse. Die Detailtabelle der Angebotsseite behauptet 1.200 dpi und Maße von 35 × 33 × 15 Zentimetern — das ist der Versandkarton, nicht das Gerät.

Bandsystem
TZe, laminiert
Bandbreiten
3,5 / 6 / 9 / 12 / 18 mm
Max. Druckhöhe
15,8 mm bei 18-mm-Band
Zeilen je Etikett
bis 5
Druckgeschwindigkeit
bis 20 mm/s
Randmaße laut Anleitung
groß ca. 25 mm, klein ca. 23 mm Vorlauf + 2 mm
Schnittstelle
USB

Spricht dafür

  • Beide Randmaße stehen beziffert in der Anleitung
  • Kettendruck spart den Vorlauf bei jedem Folgeetikett
  • 18 mm Bandbreite, fünf Zeilen, 15,8 mm Druckhöhe
  • Koffer, Netzteil und USB-Kabel liegen bei

Spricht dagegen

  • Schmale Bewertungsbasis, das Modell ist zweimal gelistet
  • Die Detailtabelle des Angebots nennt Werte, die dem Gerät nicht gehören
  • Kein 24-mm-Band
Passt zu
Büros, die regelmäßig mehrere Etiketten am Stück drucken und dabei den Kettendruck nutzen können.
Passt nicht zu
Gefahrstoffkennzeichnung und alles, was breiter als 18 Millimeter sein muss.

4,5 von 5 bei 74 Bewertungen auf Amazon, Stand 25.09.2026 — fremde Bewertung, nicht unsere.

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2PremiumAlternative

Brother PT-H500 Beschriftungsgerät mit USB-Schnittstelle

Brother

Das breiteste Handgerät im Feld und damit das einzige, das bei Regal- und Archivbeschriftung nicht sofort an die Bandhöhe stößt. Brother beziffert die Druckgeschwindigkeit in der eigenen Spezifikation zweifach — 30 Millimeter pro Sekunde am Netzteil, 20 mit Batterien; der Angebotstext nennt nur die größere Zahl. Die beigelegte Kassette ist wie bei den Schwestermodellen nur 4 Meter lang, also halb so lang wie eine Nachkaufkassette.

Bandsystem
TZe, laminiert
Bandbreiten
3,5 / 6 / 9 / 12 / 18 / 24 mm
Max. Druckhöhe
18,0 mm bei 24-mm-Band
Zeilen je Etikett
bis 7
Druckauflösung
180 dpi
Druckgeschwindigkeit
30 mm/s am Netzteil, 20 mm/s mit Batterien
Startkassette
24 mm, 4 m

Spricht dafür

  • 24-mm-Band, 18,0 mm Druckhöhe, sieben Zeilen
  • Auflösung mit 180 dpi vom Hersteller beziffert
  • Automatische Schneideeinheit und Editor-Software

Spricht dagegen

  • Volle Geschwindigkeit nur am Netzteil
  • Schwächste Bewertung im Feld
  • Startkassette mit 4 m halb so lang wie die Nachkaufkassette
Passt zu
Archiv und Lager, wo 24 Millimeter Bandbreite und sieben Zeilen gebraucht werden.
Passt nicht zu
Mobilen Einsatz, wenn dabei die volle Druckgeschwindigkeit erwartet wird.

4,3 von 5 bei 102 Bewertungen auf Amazon, Stand 25.09.2026 — fremde Bewertung, nicht unsere.

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3Mittelklasse

Brother PT-D200BWVP Beschriftungsgerät mit Netzteil und Koffer

Brother

Der meistbewertete Brother im Feld und der beste Beleg dafür, wie wenig die Detailtabelle einer Angebotsseite mit dem Gerät zu tun hat: Sie führt für ein Handgerät mit Batteriefach einen Ethernet-Anschluss, 100 Blatt Papierkapazität, Farbausgabe und eine Leistungsaufnahme von 3.600 Kilowattstunden. Das Gerät selbst ist ein solides 12-Millimeter-Modell mit neun Millimetern Druckhöhe und zwei Zeilen — genug für Ordner- und Regalbeschriftung, zu wenig für alles darüber.

Bandsystem
TZe, laminiert
Bandbreiten
3,5 / 6 / 9 / 12 mm
Max. Druckhöhe
9 mm
Zeilen je Etikett
2
Druckauflösung
180 dpi
Etikettenlänge einstellbar
30 bis 300 mm
Startkassette
12 mm, 4 m

Spricht dafür

  • Breiteste Bewertungsbasis unter den Brother-Geräten
  • Netzteil und Koffer im Lieferumfang
  • Etikettenlänge von 30 bis 300 mm einstellbar

Spricht dagegen

  • Nur zwei Zeilen und 9 mm Druckhöhe
  • Die Detailtabelle des Angebots beschreibt ein anderes Produkt
  • Startkassette mit 4 m
Passt zu
Den klassischen Büroeinsatz mit 12-mm-Band und kurzen Texten.
Passt nicht zu
Mehrzeilige Etiketten und alles, was mehr als neun Millimeter Höhe braucht.

4,7 von 5 bei 1.204 Bewertungen auf Amazon, Stand 25.09.2026 — fremde Bewertung, nicht unsere.

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4Einsteiger

DYMO LabelManager 160 Beschriftungsgerät mit QWERTZ-Tastatur

Dymo

Gut bewertet, weit verbreitet — und an der entscheidenden Stelle undurchsichtig. Die Bedienungsanleitung nennt Bandbreiten und Zeilenzahl, aber weder ein Randmaß noch einen Vorschubwert noch eine Funktion für fortlaufenden Druck. Damit lässt sich für dieses Gerät die Rechnung dieses Vergleichs nicht führen. Nachrechenbar bleibt nur die Kassette: 7 Meter gegen 8 Meter beim TZe-Band, also 12,5 Prozent weniger Material bei gleicher Bandbreite.

Bandsystem
D1, laminiert
Bandbreiten
6 / 9 / 12 mm
Zeilen je Etikett
2 bei 9 und 12 mm, 1 bei 6 mm
Kassettenlänge
7 m
Randmaß laut Anleitung
nicht angegeben
Kettendruck
in der Anleitung nicht beschrieben

Spricht dafür

  • Fast tausend Rückmeldungen bei 4,6 von 5
  • QWERTZ-Tastatur und Schnellformatierung

Spricht dagegen

  • Kein Randmaß, kein Vorschubwert, kein Kettendruck in der Anleitung
  • Kassette mit 7 m kürzer als das TZe-Band
  • Die Detailtabelle nennt 10 dpi und 600 × 600 im selben Feld
Passt zu
Gelegentliche Beschriftung, wenn das Gerät ohnehin im Haus ist.
Passt nicht zu
Beschaffung, die den Verbrauch vorher durchrechnen will.

4,6 von 5 bei 996 Bewertungen auf Amazon, Stand 25.09.2026 — fremde Bewertung, nicht unsere.

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5Einsteiger

DYMO LetraTag LT-100H Beschriftungsgerät Handgerät

Dymo

Das mit Abstand meistbewertete Gerät dieses Vergleichs und zugleich das am dünnsten dokumentierte. Die LetraTag-Kassette misst 4 Meter — halb so viel wie eine TZe-Kassette derselben Breite — und das Band ist nicht laminiert, sondern bedrucktes Papier oder Kunststoff. Die Detailtabelle der Angebotsseite führt das Gerät unter dem Modellnamen „lt 44h" und gibt sein Gewicht mit 0,45 Gramm an.

Bandsystem
LetraTag, unlaminiert
Bandbreite
12 mm
Zeilen je Etikett
2
Kassettenlänge
4 m
Stromversorgung
4 × AA, nicht im Lieferumfang
Randmaß laut Anleitung
nicht angegeben

Spricht dafür

  • Über 6.600 Rückmeldungen bei 4,5 von 5
  • Leicht und sofort einsatzbereit

Spricht dagegen

  • Kassette mit 4 m, halbe Länge bei gleicher Bandbreite
  • Unlaminiertes Band
  • Batterien fehlen im Lieferumfang
  • Kein Randmaß in der Anleitung
Passt zu
Küche, Keller, Kinderzimmer — alles, was trocken bleibt und nicht gescheuert wird.
Passt nicht zu
Das Büro, sobald ein Etikett Jahre halten oder Reinigungsmittel überstehen soll.

4,5 von 5 bei 6.658 Bewertungen auf Amazon, Stand 25.09.2026 — fremde Bewertung, nicht unsere.

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Was auf die Bandhöhe passt — und was nicht

Die zweite Größe, die ein Handgerät festlegt, ist die Druckhöhe. Sie ist immer kleiner als die Bandbreite, weil das Band beidseitig eine Trägerkante behält:

Gerät Bandbreite max. Druckhöhe max. Zeilen
Brother PT-D200BWVP 12 mm 9 mm 2
Dymo LabelManager 160 12 mm keine Angabe 2
Dymo LetraTag LT-100H 12 mm keine Angabe 2
Brother PT-D410VP 18 mm 15,8 mm 5
Brother PT-H500 24 mm 18,0 mm 7

Zwei Anwendungen zeigen, was diese Zahlen wert sind. Ein breiter Ordner hat 80 Millimeter Rückenbreite — nachgemessen und belegt steht das im Aktenschrank-Bereich unter Ordnerhöhen und Fachbodenlast. Ein 24-Millimeter-Band deckt davon 30 Prozent, ein 12-Millimeter-Band 15 Prozent. Ein Bandgerät beschriftet einen Ordnerrücken also nicht, es setzt einen Streifen darauf.

Und die Gefahrstoffkennzeichnung fällt ganz heraus: Die CLP-Verordnung verlangt in Anhang I, Tabelle 1.3, für Gebinde bis drei Liter ein Kennzeichnungsschild von mindestens 52 × 74 Millimetern, dazu ein Piktogramm von mindestens einem Fünfzehntel der Etikettfläche. 18 Millimeter gegen 52 — kein Gerät dieser Bauart erreicht das, gleich was in der Produktbeschreibung über Kennzeichnung steht. Warum das auch mit Tricks nicht aufgeht und welche Bauform stattdessen nötig ist, bekommt in diesem Bereich eine eigene Seite.

Bei Dymo endet die Nachrechenbarkeit

Für die beiden Dymo-Geräte lässt sich die Rechnung dieses Vergleichs nicht führen. Nicht, weil die Geräte schlechter wären, sondern weil die Zahl fehlt: Die Bedienungsanleitung des LabelManager 160 nennt Bandbreiten und Zeilenzahl, aber kein Randmaß, keinen Vorschubwert und keine Funktion für fortlaufenden Druck. Die Gegenprobe am größeren LabelManager 280 fällt genauso aus — dort steht als einziger Maßwert eine Etikettenlänge von 40 bis 400 Millimetern für Etiketten fester Länge.

Zwei Anleitungen, zwei Geräteklassen, dieselbe Lücke. Das ist kein Versehen einer einzelnen Broschüre, sondern eine Entscheidung darüber, was der Käufer wissen soll. Nachrechenbar bleibt bei Dymo genau eine Zahl: die Kassette mit sieben statt acht Metern.

Wenn die Detailtabelle vom eigenen Gerät nichts weiß

Wer die fehlenden Angaben in der Detailtabelle des Angebots sucht, findet Schlimmeres als nichts. Am Stichtag standen dort:

  • beim PT-D200BWVP ein Ethernet-Anschluss, ein Ethernet-Port, 100 Blatt Papierkapazität, Farbausgabe und eine Leistungsaufnahme von 3.600 Kilowattstunden — an einem Handgerät mit Batteriefach;
  • beim PT-D410VP eine Auflösung von 1.200 dpi, während Brother für die Schwestermodelle 180 dpi angibt, dazu Maße von 35 × 33 × 15 Zentimetern, was dem Versandkarton entspricht;
  • beim LabelManager 160 in derselben Tabelle „10 dpi" und „600 × 600";
  • beim LetraTag LT-100H der Modellname „lt 44h" und ein Gewicht von 0,45 Gramm.

Die Felder stammen erkennbar aus einem Katalogschema für Bürodrucker und werden für Handgeräte mit dem gefüllt, was hineinpasst. Für die Beschaffung heißt das: Maßgeblich ist das Datenblatt des Herstellers, und wo es schweigt, schweigt auch die Beschaffung — sie schätzt nicht.

Das meistbewertete Gerät ist das am schlechtesten dokumentierte

6.658 Rückmeldungen für den LetraTag LT-100H, 996 für den LabelManager 160, 1.204 für den PT-D200BWVP — und 74 für den PT-D410VP, der als einziger beide Randmaße beziffert. Die Bewertungsbasis misst Verbreitung, nicht Eignung, und in diesem Feld läuft sie der Dokumentation sogar entgegen.

Beim LetraTag kommt dreierlei zusammen, das sich im Büro auswirkt: die 4-Meter-Kassette, das unlaminierte Band und die fehlenden Batterien im Lieferumfang. Für die Kühlschrankschublade zu Hause ist das alles gleichgültig. Für ein Etikett, das drei Jahre in einem Archivregal überstehen soll, nicht.

Ausgeschlossen: Prägezange, Rollendrucker, Doppellistung

Vier Gruppen haben es nicht in diesen Vergleich geschafft, jede aus einem anderen Grund:

Mechanische Prägegeräte. Sie drucken nicht, sie prägen — anderes Prinzip, anderes Material, im Büro seit Jahrzehnten bedeutungslos. Dass sie in mehreren Vergleichsportalen weiter in denselben Tabellen stehen, macht sie nicht vergleichbar.

Thermodirekt-Rollendrucker der Plattformmarken. Sie waren in der Ergebnisliste am Stichtag prominent vertreten und arbeiten mit einem dritten Verbrauchsmaterial: Endlosetiketten ohne Farbband. Ohne Farbband gibt es auch keinen Rand im hier gerechneten Sinn — der Vergleich wäre schief. Diese Bauform gehört in einen eigenen Vergleich, zusammen mit der Frage, wie lange ein thermodirekt gedrucktes Etikett lesbar bleibt.

Der Brother PT-H110. Am Stichtag ohne Kaufbox: Die Angebotsseite führte „No featured offers available" und verwies auf Angebote Dritter. Unsere Regel dazu ist schlicht — kein Direktkauf, kein Platz im Vergleich.

Die zweite Listung des PT-D410VP. Dasselbe Gerät steht unter einer zweiten Kennung mit eigener, kleinerer Bewertungsbasis im Katalog. Wir führen die Listung mit den mehr Rückmeldungen und nennen die Doppelung, weil sie jeden Bewertungsvergleich verzerrt, der sie übersieht.

Wann ein Bandgerät das falsche Werkzeug ist

Drei Fälle, in denen auch das beste Handgerät die falsche Antwort ist:

  1. Gefahrstoffe. 52 Millimeter Mindesthöhe gegen 18 Millimeter Druckhöhe. Hier führt kein Weg an Endlosmaterial oder Etikettenbögen vorbei.
  2. Adressen und Versand. Vier Zeilen Anschrift auf 18 Millimetern sind theoretisch machbar und praktisch unlesbar.
  3. Serienbeschriftung im dreistelligen Bereich. Bei 73 Ordneretiketten je Kassette ist der Kassettenwechsel die eigentliche Arbeitszeit.

Für die erste und zweite Aufgabe beginnt die Suche bei Geräten mit Endlosrolle; die dritte ist eine Frage der Organisation, bevor sie eine der Hardware ist. Wie Ordner und Archivkartons am Ende ihres Lebens wieder verschwinden, steht im Nachbarcluster unter Aktenvernichter und Datenschutz.

Praxis-Merker für die Beschaffung

  • Randeinstellung vor dem ersten Druck prüfen. Sie ist die einzige Stellschraube, die den Bandverbrauch um den Faktor drei ändert.
  • Mehrere Etiketten in einem Auftrag drucken. Der Vorlauf von 23 bis 25 Millimetern fällt dann einmal an statt jedes Mal.
  • Bandbreite am breitesten regelmäßigen Etikett messen, nicht am häufigsten. Die Breite lässt sich nachträglich nicht ändern, die Länge schon.
  • Wo der Hersteller das Randmaß nicht nennt, lässt sich der Verbrauch nicht planen. Das ist ein Auswahlkriterium, kein Schönheitsfehler.

Wie dieses Portal arbeitet, welche Angaben geprüft werden und was ausdrücklich nicht geprüft wird, steht in der Methodik. Der Überblick über alle Themen dieses Bereichs steht unter Büro und Ordnung.

Häufige Fragen

Was bedeutet „Großer Rand" und „Kleiner Rand" am Beschriftungsgerät?

Es ist die Einstellung, wie viel Band das Gerät vor und nach dem Text stehen lässt. Brother beziffert beides im Benutzerhandbuch: beim großen Rand 24,5 Millimeter am Anfang und am Ende, beim kleinen Rand 2 Millimeter. Der Unterschied von 45 Millimetern je Etikett klingt klein und ist es nicht: Bei einer 20 Millimeter kurzen Kabelmarkierung entscheidet er darüber, ob aus einer 8-Meter-Kassette 115 oder 333 Etiketten werden.

Warum lässt sich der Vorlauf nicht ganz abschalten?

Weil zwischen Druckkopf und Messer eine Strecke liegt. Brother nennt sie in der Support-Antwort zum Thema „ungefähr 25 mm" und in der Kurzanleitung des PT-D410 „ca. 23 mm" — der Wert fällt einmal je Druckauftrag an, nicht je Etikett. Wer zehn Etiketten in einem Auftrag druckt, zahlt ihn einmal; wer zehnmal einzeln druckt, zehnmal.

Wie viele Etiketten stecken in einer Kassette?

Bandlänge geteilt durch Textlänge plus zweimal Randmaß. Bei einem 60 Millimeter langen Ordneretikett und einer 8-Meter-Kassette sind das 73 Etiketten mit großem Rand und 125 mit kleinem. Die Rechnung setzt voraus, dass der Hersteller sein Randmaß nennt — bei den beiden Dymo-Geräten in diesem Vergleich tut er das nicht.

Reicht ein 12-Millimeter-Band für Ordnerrücken?

Zum Beschriften ja, zum Abdecken nein. Ein breiter Ordner hat 80 Millimeter Rückenbreite; ein 12-Millimeter-Band bedeckt davon 15 Prozent, ein 24-Millimeter-Band 30 Prozent. Wer den Rücken flächig bekleben will, braucht Endlosmaterial oder Einsteckschilder, kein Bandgerät.

Sind laminierte Bänder den Aufpreis wert?

Im Büro fast immer, weil die Farbschicht zwischen zwei Folien liegt und nicht offen auf dem Träger. Die TZe-Bänder der drei Brother-Geräte sind laminiert, das LetraTag-Band des LT-100H nicht. Was das für Abrieb, Reinigungsmittel und Sonnenlicht bedeutet, hängt am Einsatzort — wer Etiketten nach drei Jahren noch lesen will, sollte die Angabe beachten.

Warum steht in der Detailtabelle mancher Angebote Unsinn?

Weil die Tabellen aus einem Katalogschema für Bürodrucker stammen und Felder füllen, die es an einem Handgerät gar nicht gibt. In diesem Vergleich stehen ein Ethernet-Anschluss an einem Batteriegerät, 1.200 dpi bei einem 180-dpi-Drucker und „10 dpi" neben „600 × 600" in derselben Tabelle. Maßgeblich ist immer die Herstellerangabe, nicht das Angebotsfeld.

Wer diesen Beitrag verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Lena Moritz

Fachredaktion Möbel und Einrichtung

Schreibt über Büromöbel, Ablagesysteme und Polstermöbel.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Einrichtungsprodukte, Möbel und Stauraum

Wie wir einordnen

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Beitrag geht — Sitzhöhenspannweite, Traglastfenster, Kabinenvolumen, Kabinenmaß. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen. Bei Gepäck und Büromöbeln der Punkt, an dem sich Preisklassen wirklich trennen.
Aufwand für Aufbau und Betrieb
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Elektrofachkraft, Reinigung, Folgekosten je Verbrauchsmaterial.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit den Händlerdatenblättern übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, einschließlich dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
25.09.2026
Geändert
25.09.2026
Geprüft
25.09.2026
Quellen
14

Belege

  1. [1]Benutzerhandbuch Brother P-touch D600 (PDF)Herstellerangabedownload.brother.comQuelle der beiden Randmaße: „Großer Rand … Die Etiketten haben am Anfang und Ende einen Rand von 24,5 mm" und „Kleiner Rand … einen kleinen Rand von 2 mm". Nennt außerdem die maximale Druckhöhe von 18,0 mm bei 24-mm-Band, die Zeilenzahl je Bandbreite und die einstellbare Etikettenlänge von 30 bis 300 mm. Abgerufen am 25.09.2026.
  2. [2]Kurzanleitung Brother PT-D410 (PDF)Herstellerangabedownload.brother.comListet fünf Schnittoptionen mit Werten: großer Rand ca. 25 mm, kleiner Rand ca. 23 mm Vorlauf vor dem ersten Etikett und danach 2 mm, dazu Kettendruck und Spezialband. Belegt auch die Bandbreiten bis 18 mm und die Zeilenzahl. Abgerufen am 25.09.2026.
  3. [3]Brother Support: „Wie kann ich den Rand am Beginn und Ende des Etiketts entfernen?"Herstellerangabesupport.brother.comDer bauartbedingte Vorschub von „ungefähr 25 mm" je Etikett lässt sich nicht entfernen; die Antwort beschreibt vier Wege, ihn zu verringern, darunter Kettendruck und die Kopienfunktion. Abgerufen am 25.09.2026.
  4. [4]Brother Spezifikationen PT-H500Herstellerangabesupport.brother.comMaximale Druckhöhe „18.0 mm max. (when using 24 mm tape)", Druckkopf mit 128 Punkten und 180 dpi, Geschwindigkeit 30 mm/s am Netzteil und 20 mm/s mit Batterien, bis zu sieben Zeilen auf 24-mm-Band. Abgerufen am 25.09.2026.
  5. [5]Produktblatt Brother PT-D200Herstellerangaberichterbuero.atHerstellerproduktblatt, beim Fachhändler abgelegt: max. Druckhöhe 9 mm, Druckauflösung 180 dpi, Bandbreiten 3,5 bis 12 mm, 20 mm/s, einstellbare Etikettenlänge 30 bis 300 mm, Lieferumfang mit einer 12-mm-Kassette von 4 m Länge. Abgerufen am 25.09.2026.
  6. [6]Bedienungsanleitung Dymo LabelManager 160 (PDF)Herstellerangabedownload.dymo.comBelegt die Lücke: Die Anleitung nennt Bandbreiten von 6, 9 und 12 mm und die Zeilenzahl, aber kein Randmaß, keinen Vorschubwert, keine Mindestetikettenlänge und keine Funktion für fortlaufenden Druck. Abgerufen am 25.09.2026.
  7. [7]Bedienungsanleitung Dymo LabelManager 280 (PDF)Herstellerangabedownload.dymo.comGegenprobe am größeren Dymo-Modell: ebenfalls kein Randmaß und kein Vorschubwert, angegeben ist nur eine Etikettenlänge fester Länge von 40 bis 400 mm. Die Lücke ist also kein Versehen einer einzelnen Anleitung. Abgerufen am 25.09.2026.
  8. [8]Fachhändler-Datenblatt Brother TZe-231, 12 mmHändler- oder Marktdatenlyreco.comBelegt die Kassettenlänge des TZe-Standardbands: „Bandbreite: 12 mm, Länge: 8 m", Material Polyethylen, Herstellerartikelnummer TZE-231. Abgerufen am 25.09.2026.
  9. [9]Fachhändler-Datenblatt Dymo D1 45013, 12 mmHändler- oder Marktdatenlyreco.comBelegt die Kassettenlänge des D1-Bands: „Bandbreite: 12 mm, Länge: 7 m", Material Polyester, Herstellerartikelnummer S0720530. Abgerufen am 25.09.2026.
  10. [10]Fachhändler-Datenblatt Dymo LetraTag 91221, 12 mmHändler- oder Marktdatenlyreco.comBelegt die kürzeste Kassette im Feld: 12 mm Breite, 4 m Länge, Kunststoff, Herstellerartikelnummer S0721660, ausgewiesen für LetraTag LT-100H und LT-100T. Abgerufen am 25.09.2026.
  11. [11]Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), Anhang I Abschnitt 1.2.1Institution oder Normfreirecht.deTabelle 1.3 setzt für Gebinde bis 3 Liter ein Kennzeichnungsschild von mindestens 52 × 74 mm an; jedes Gefahrenpiktogramm muss mindestens ein Fünfzehntel der Etikettfläche einnehmen und darf 1 cm² nicht unterschreiten. Maßstab für die Frage, was ein Bandgerät leisten kann. Abgerufen am 25.09.2026.
  12. [12]KomNet-Dialog 7891, Landesanstalt für Arbeitsgestaltung NRWInstitution oder Normkomnet.nrw.deDeutsche Auslegung derselben Tabelle, gestaffelt nach Fassungsvermögen: bis 3 l mindestens 52 × 74 mm, über 3 bis 50 l 74 × 105 mm, über 50 bis 500 l 105 × 148 mm, darüber 148 × 210 mm. Abgerufen am 25.09.2026.
  13. [13]Angebotsseite Brother PT-D200BWVP mit HerstellerangabenHändler- oder Marktdatenamazon.deFundstelle für den Widerspruch in der Detailtabelle: Ethernet-Anschluss, ein Ethernet-Port, 100 Blatt Kapazität, Farbausgabe und 3.600 Kilowattstunden Leistungsaufnahme an einem Handgerät. Verfügbarkeit und Bewertungsstand am 25.09.2026 geprüft.
  14. [14]Angebotsseite Dymo LabelManager 160 mit HerstellerangabenHändler- oder Marktdatenamazon.deFundstelle für die zweite Unstimmigkeit: „Maximum Print Resolution Black and White: 10 dpi" und „Resolution: 600 x 600" stehen in derselben Tabelle. Verfügbarkeit und Bewertungsstand am 25.09.2026 geprüft.

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